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Panik vor Tod












da war mal ein mann, der auf einer einsamen insel strandete... aber weil er ein sehr frommer mann war und einen guten lebenswandel führte, verzweifelte er nicht, sondern fiel sofort auf seine knie und fing an zu beten...
da spaltete sich auf einmal die wolkendecke und ein hubschrauber kam runter:
"brauchen sie hilfe?" rief der pilot ihm zu, und der mann antwortete: "nein, nein! geht schon - gott wird kommen und mich erretten!"
der hubschrauber flog weiter... der mann betete weiter... da ertönte auf einmal ein tiefer, lauter ton, der den himmel zum erzittern brachte und eine prächtige jacht tauchte wie aus dem nichts auf... der kapitän rief ihm zu:
"hey! brauchen sie hilfe?"
"nein, nein!", antwortete der mann, "gott wird kommen und mich erretten!"
die jacht segelte weiter... der mann betete weiter...
da tauchte ein bescheidenes boot direkt vor ihm auf und der freundliche fischer rief ihm zu:
"brauchst du hilfe, mann? du siehst ganz schön verzweifelt aus, wie du da auf deinen knien kriechst und heulst..."
"NEIN!", schrie der mann fast wütend, "ich kriecher hier nicht, ich warte auf gott, der ganz bestimmt kommen wird um mich zu retten!"
der fischer zuckte die achseln und ruderte weiter...

der mann betete und betete:
"bitte gott, bitte errete mich aus dieser gefahr, ich bin dir immer ein guter diener gewesen!"
bis schliesslich mit lautem getöse sich die wolkendecke öffnete und eine gewaltige stimme aus dem himmel erscholl:
"verdammt nochmal! ich habe dir einen hubschrauber geschickt, der zufällig sowieso in der nähe war, dann habe ich eine jacht von ihrem kurs abkommen lassen, damit sie zufällig hier vorbeikommt und schliesslich den armen fischer so weit aufs meer rausgeschickt, damit er dich mitnehmen kann! aber das war dem feinen herren wohl nicht gut genug! was willst du denn noch, dass ich alles tue, damit du dich endlich retten lässt!"


naja... bete als ob alles von gott abhängt, handle als ob alles von dir abhängt.

lg
lisken
Hallo!
Ich habe seit Jahren eine panische Angst vor dem Sterben. Es hat mich positiv überrascht, daß ich sofort auf ähnlich Denkende stoße. Schon als kleines Kind machte ich mir viele Gedanken über den Tod meiner Elter und was wohl wäre wenn sie nicht mehr da sind. Diese Frage konnte ich mit meinem Verstand nicht beantworten und verdrängte sie wenn sie auftauchte mit Ablenkung. Heute, Mutter von einem Baby und glücklich verheiratet kommen diese Gedanken im Extremen zurück. Ich stelle mir Fragen wie, was ist danach... was ist wenn ich vor meinem Partner sterbe; wird er eine andere lieben; oder werden wir uns irgendwo wieder treffen....? Jedoch sind es nicht nur die Fragen die ich mir stelle und dann sage, naja ich kanns nicht beantworten, das was mich daran fast ersticken läßt ist, dass ich mich versuche darin hineinzuversetzen, das zu fühlen dieses NICHTS. Nie mehr wo gehen, nie mehr jemanden fühlen, nie mehr aufwachen... Noch heute verdränge ich meine Gedanken an den Tod mit Ablenkung. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht mindestens 10-20 mal darüber nachdenke. Ich liege im Bett, kuschele mich von hinten an meinen Mann, drücke ihn gant fest und weine leise, denn wieder ist der Gedanke da: Was ist wenn ich nicht mehr da bin? Werde ich diese für die meisten Menschen Kleinigkeit (kuscheln, drücken, festhalten) nie mehr haben? Ich halte meinen Mann manchmal so fest und schreibe ihm oft so liebe Worte, daß er manchmal mich in den Arm nimmt und fragt ob ich wieder diese Gedanken habe ( er weiß es). Aber jemand der dieses unbeschreiblich leere Gefühl nicht kennt, das einen fast zu erdücken scheint, kann einem nur kurzen Trost spenden, aber nicht mit ihm die kleinen stillen Momente am Tage durchleben die sich heimlich und hinterhältig in deinen Kopf schleichen.
Es hat mir schon sehr viel gebracht wieder einmal über dieses Thema zu erzählen. Ich sitze jetzt zwar weinend vor dem Computer, aber es ist ein Weinen das man viel zu oft unterdrückt weil man denkt man sei total irre. Lieben Dank fürs Zuhören.
Alles alles Liebe Franziska.DeinText hat mich ermutigt zu schreiben.
Hallo zusammen,

ich bin auch neu hier und überrascht, dass es scheinbar noch andere gibt, die das gleiche Problem mit sich tragen wie ich. Seit kurzer Zeit beschleicht mich immer wieder ein überwältigendes Gefühl, dem ich nicht Herr werde. Ich kenne zwar Panikattacken aus dem Flugzeug nur zu gut, aber dieses Ohnmachts- und Sterblichkeitsgefühl ist sehr viel belastender als eine Attacke, die nach 10min vobei ist und die ich mit einem medikáment gut in den begriff bekomme. Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Ich habe Angst davor, dass mein Freund mich nicht versteht oder mich einfach nur traurig anguckt und mich das noch trauriger macht als ich eh schon bin. Ich habe echt Angst durchzudrehen und versuche mich abzulenken, aber die todesgedanken lassen mich nicht los. Ich habe das Gefühl, je mehr ich darüber nachdenke, desto schlimmer wird es und deshalb versuche ich es zu verdrängen. Ich hoffe einfach, dass es irgendwann besser wird- ich nicht mehr daran denken muss...ich meine, ich bin erst 24 und hab noch so viel Leben vor mir, was soll das denn werden?

Elle
Liebe Elle!

Es wirkt auf mich, wie wenn Du Dich immer tiefer in einen Teufelskreis begibt.
Dies tust Du nur aus dem Grunde, dass Du Dich mit der Tatsache, dass auch Du eines Tages Deinen Körper verlassen musst, nicht anfreunden kannst.

Ja, Du bist erst 24, aber was heißt das schon.
Wie viele Menschen hatten ihren 24. Geburtstag nicht erleben dürfen?
Weißt Du sicher, ob Du in einer Woche noch lebst?
Ich weiß, das klingt nun erst mal kontrainduzierend.
Aber die Tatsache, dass wir sterben müssen ist eine Tatsache mit der wir uns anfreunden müssen und auch können.
Was wäre, wenn wir es nicht würden?
Wenn wir ewig leben würden, hier auf Erden?
Wir würden in eine totale Lethargie verfallen, denn alles was wir tun wollten könnten wir ja auch erst in Jahrtausenden oder Jahrmillionen tun.
Unser Körper altert und wenn unsere seelische Reifung normal läuft, so erkennen wir mehr und mehr, dass wir nicht unser Körper sind.
Wir erkennen im Körper ein Werkzeug unserer seelischen Ausdruckskraft, das irgendwann unbrauchbar wird.
Zugegeben: viele Seelen mussten auch schon ein gut geöltes Werkzeug abgeben.
Aber es folgen doch stetig neue Chancen.
Kein Mensch kann seinen Alterungsprozess aufheben oder gar umkehren.
In Hundert Jahren werden nur noch wenige der heutigen Babys am Leben sein und es ist eine Völlig neue Population auf diesem Planeten.
Wünschen wir ihnen viel Glück!
Bereiten wir ihnen eine gute Welt vor!
Seien wir altruistisch, auch Du und ich sind ein Glied in einer langen, langen Kette.
Ohne Dieses Glied könnte diese Kette nicht bestehen!
Was von uns überbleibt sind ein paar Bilder, die unsere Nachkommen noch ein paar Generationen in ihre Wohnzimmer hängen, bis sie in Vergessenheit geraten.
Wichtiger als dies ist die Zuversicht, die wir unseren Nachkommen mit auf den Weg geben und die sich ebenfalls ein paar Generationen fortsetzt.
Was wird aus uns?
Was wir wollen!
Freie Willen!
Dem Alterungsprozess können wir uns nicht widersetzen, der Reifungspozess einer Seele aber geht über den Tod des Körpers hinaus. Je Mehr Du erkennst, dass Du nicht der Körper bist, desto leichter fällt Dir der Umgang mit dem Tod.

Und wenn Du mal das Glück hattest, nahe am Tod zu sein, dann wist Du wissen, dass es Letztich nur noch ein loslassen ist. Ein Losslassen voller Bereitschaft auf das Neue zuzugehen!

Gruß Martin
Mir geht es genau wie den vielen anderen die hier schon geschrieben haben:Die Angst vor dem Tod lässt mich nicht los.
Und wenn ich es dann einmal schaffe zu akzeptieren, das etwas danach kommen MUSS dann denke ich mir wieder:Existiere ich nach dem Tod in EWIGKEIT?
Das ist eine Vorstellung, die ich nicht nachvollziehen kann...EWIG?Ohne Ende?Was meint ihr dazu, wie denkt ihr darüber?
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