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Verifizierten Annahme?
Oder verifizierbaren Annahme? Ich weiß, es hört sich wie Haarspalterei an, aber die Existenz eine Gottes entzieht sich einer naturwissenschaftlichen Beweisbarkeit.
Allerdings ebenso seine Nichtexistenz.
Also kann man "ojektiv" keine Aussage machen und der Glaube an Gott ist ebenso subjektiv wie der Glaube an keinen Gott. Eben auch nur ein Glauben.
Die wenigsten Dinge im Leben wissen wir wirklich, unser ganzes Dasein beruht mehr oder weniger auf Annahmen, Überzeugungen und Glauben, und wir haben keine Probleme damit.
Ich brauche keinen naturwissenschaftlichen Beweis, daß mein Partner mich liebt, und selbst solche profane Sachen wie "Die Erde ist rund" ist nur eine Überzeugung von mir, ich nehme an, vor mir haben das schon schlaue Leute bewiesen und denen schenke ich meinen Glauben.
Letztendlich "glauben" wir auch nur der Wissenschaft, wir könnten alles zwar rein theoretisch und praktisch nachvollziehen, aber solange wir das nicht getan haben "glauben" wir.
Jeder schafft sich seine Welt selbst, mit Sachen, die er für wahr und richtig hält, und, wie gesagt, das Wenigste beruht dabei auf objektiv naturwissenschaftlich von uns selbst bewiesenen Tatsachen.
Unser ganzes übernommenes Wissen ist mehr oder weniger "Glauben".
Und was ist daran so schlimm? Solange keiner kommt und seinen Glauben als unbeweisbar aber objektiv wahr zu postulieren versucht habe ich damit kein Problem.
Gott? manche haben spirituelle Erlebnisse gehabt, für sie ist Gott wahr
Aber es ist etwas rein persönliches.
Und dann noch zu dem anderen Thema:
Ein christlicher Mensch ist nicht per Definition ein guter Mensch.
Er unterwirft sich mit seinem Glauben lediglich der christlichen Moral mit deren postulierten Konsequenzen.
Für einen Nichtchristen gelten diese Konsequenzen nicht.
Trotzdem kann er ein ausgeprägtes moralische Gewissen haben.
Dafür bedarf es keines Glaubens. Das sind zwei Paar Schuhe.
Astrella
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@Astrella
Seit wann ist die Ablehnung des Vorhandensein eines Gottes ein Glaube?
Bedeutet Glaube nicht die Annahme des Vorhandenseins eines Zustandes?
Ohne Glauben an einen Gott zu leben, ist für mich nichts anderes als eine Lebenseinstellung. - Könnte ein Gott bewiesen werden, käme ein Glauben an einen Gott nicht mehr in Frage, da das (noch) nicht Verifizierte doch erst einen Glauben möglich macht. Ist etwas verifiziert, gehört es dann nicht zum Tatbestand des Wissens? Inwiefern ich mir dieses Wissen dann zu eigen mache, ist natürlich eine andere Sache.
| Zitat: |
Ich brauche keinen naturwissenschaftlichen Beweis, daß mein Partner mich liebt, und selbst solche profane Sachen wie "Die Erde ist rund" ist nur eine Überzeugung von mir, ich nehme an, vor mir haben das schon schlaue Leute bewiesen und denen schenke ich meinen Glauben.
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Wer fordert denn, dass alles beweisbar sein muß. Natürlich glaubt oder zweifelt der mensch an seinen Empfindungen. Gefühl ist Gefühl, das kann ich haben, wie ich damit umgehe, wieder eine andere Sache.
| Zitat: |
manche haben spirituelle Erlebnisse gehabt, für sie ist Gott wahr
Aber es ist etwas rein persönliches.
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Da gebe ich dir vollkommen Recht!
| Zitat: |
Ein christlicher Mensch ist nicht per Definition ein guter Mensch.
Er unterwirft sich mit seinem Glauben lediglich der christlichen Moral mit deren postulierten Konsequenzen.
Für einen Nichtchristen gelten diese Konsequenzen nicht.
Trotzdem kann er ein ausgeprägtes moralische Gewissen haben.
Dafür bedarf es keines Glaubens. Das sind zwei Paar Schuhe.
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Auch dazu gebe ich Dir meine volle Zustimmung!
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| Da erstellst Du aber nur eine Idee/Gedanken, Du setzt keine Atome dabei zusammen, sodass über die Moleküle hinaus etwas "Festes" entsteht! |
Ist Deiner Meinung denn dazu eine "metaphysische", lenkende Kraft notwengig? Dinge, auch "unbeseelte", habe die Fähigkeit, sich selbst zu organisieren und sich eine ihnen angepasste Umwelt zu erschafften, auch ohne "höhere" Idee.
Wen es interessiert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Daisyworld
Astrella
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| Zitat: |
Seit wann ist die Ablehnung des Vorhandensein eines Gottes ein Glaube?
Bedeutet Glaube nicht die Annahme des Vorhandenseins eines Zustandes? |
Ja, genau. Und ein Atheist nimmt das Vorhandenseins keines Gottes an. Das ist auch ein Zustand. Die Negation eines Glaubens ist nicht das Gegenteil von Glauben.
Glauben heißt ja lediglich nur: Nicht wissen.
Und das Weltbild eines Atheisten beruht ja letztendlich auch nur auf seinen Vermutungen. Gott ist nicht verifizierbar. Aber eben auch nicht falsifizierbar.
| Zitat: |
| Wer fordert denn, dass alles beweisbar sein muß. Natürlich glaubt oder zweifelt der mensch an seinen Empfindungen. Gefühl ist Gefühl, das kann ich haben, wie ich damit umgehe, wieder eine andere Sache. |
Und der Glaube an Gott ist im Prinzip nichts anderes als ein Gefühl.
Astrella
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| alwin hat folgendes geschrieben: |
| VanTast hat folgendes geschrieben: |
| Aber ob erst die Idee zum Universum vorhanden war und das Universum sich dann nach dieser entwickelte, oder ob erst sich das Universum entwickelte und dann die Idee dazu nachträglich erdacht wurde, dies zu klären könnte die Frage nach Gott lösen. |
Wenn du schon von einer Idee (nehme an du meinst den "Bauplan") sprichst, wie soll sie im Nachhinein entstanden sein? Ein logischer und dazu auch noch passender Zufallsbaustein nacheinander und dann der Bauplan? Aus meiner Sicht zu vermenschlicht gedacht. Dass eine uns unbekannte nicht erkennbare (auch durchaus höhere) Macht dahintersteckt, kann ich mir schon vorstellen. - Als vermenschlichten Begriff und vermutlich nur mit einem Teilaspekt versehen würde ich es persönlich als eine Art göttliche Einheit betrachten, aber wie gesagt, dass ist jetzt ein sehr menschlich bezogenes Bild und wird der Sache sicherlich nicht gerecht... |
Ich meine nicht "Bauplan"!!!!
Ich habe auch keinen Bauplan, wenn ich eine Idee habe, sondern eine Idee.
Logischerweise können wir nicht nachvollziehen, wie es ist eine Idee für das Universum zu haben, aber ich kann zum Beispiel die Idee haben: Um dieses mein Haus, für das ich mir ein Grundstück suche, soll ein großer Garten sprießen!
Das ist kein Bauplan, das ist nur eine Voraussetzung, wie klein minimal das Grundstück sein darf.
Hätte ein Gott uns mehr zugetraut, hätte Gott eben gleich eine zusätzliche Dimension bewusst gemacht, welche das Göttliche Planende, Ideen kreierende aufzeigt.
Dann hätten wir gefragt: Und wer steckt denn nun da dahinter?
Planen kann ich dann, wenn das Universum da ist.
Vielleicht gibt es unendlich viele Universen in unendlich vielen Dimensionen und alles im selben Raum, gerade wie es unendlich viele möglich Sätze zu bilden gibt in einem Sprachraum.
| alwin hat folgendes geschrieben: |
| VanTast hat folgendes geschrieben: |
| Wenn ich mir so zuschaue, beim Schreiben, dann muss ich gestehen, dass sich manche Ideen erst entwickeln mit der Schrift zusammen. |
Da erstellst Du aber nur eine Idee/Gedanken, Du setzt keine Atome dabei zusammen, sodass über die Moleküle hinaus etwas "Festes" entsteht! |
Der Gedanken kann meine Muskeln bewegen und die können was zusammensetzen.
Das Schöpferische hat sicher andere Muskeln, will heissen, es muss eine Transmission bzw. Kommunikation geben zwischen der geistigen Dimension und der Raumzeit.
Ich nenne diese Kommunikation "Leben".
Demnach sind aber auch Steine belebt und Komputer sowie der leere Raum.
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