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Liebe oder lieber lonely,
bei mir war und ist das ähnlich, das mit dem schlechten Gewissen wenn man lacht oder sich amysiert. Mein Vater ist im Januar 2006 gestorben und ich hatte die ersten Tage so eine richtige Panik, nicht zu wissen, wo er jetzt ist. Ich habe immer schon daran geglaubt, dass es nach dem Tod "drüben" weitergeht, aber zu diesem Zeitpunkt, war ich innerlich richtig panisch. Was, wenn da doch nichts ist? Was dann? Aber so nach und nach habe ich meinen Glauben und mein Gottvertrauen wieder erlangt. Ich habe in der Zeit auch einige Bücher, die ich schon mehrfach gelesen hatte, zu dem Thema gelesen und so mein Vertrauen wieder erlangt.
Ich war auch bei ihm, als er gestorben ist. Zusammen mit meiner Familie. Wir waren alle bei ihm und haben ihm die Hand gehalten, ihn gestreichelt. Er hatte ziemlich schwere und davon auch mehrere Schlaganfälle und Hirnblutungen, er bekam ziemlich viel Morphium in den letzten Stunden. Aber ich denke, er hat es gespürt, das wir da waren. Da bin ich mir ganz sicher.
Aber ein "Problem", oder besser gesagt, ein Gefühl habe ich seither immer noch: das Gefühl, das mein Vater ein Stück meines Herzens mitgenommen hat. Es ist ganz genau da. Ich spüre es ganz deutlich. Eine Ecke meines Herzens fehlt seit seinem Tod. Er hat es mitgenommen. Da bin ich mir sicher.Ich weiß, das hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber so empfinde ich es. Das mit dem Lachen ist auch schon etwas besser geworden. Ich weiß genau, dass mein Vater gewollt hätte, dass ich lache, und nicht, dass ich weine. Das ist bei dir doch bestimmt genau so.
Heute hätte mein Vater Geburtstag gehabt. Ich habe ihm zwei Kerzen angezündet. Er fehlt mir sehr.
Liebe, mitfühlende Grüße, Karinchen
p.s.: denke immer daran, was deine Mutter gewollt hätte oder was sie jetzt zu dir sagen würde. Das hilft auch mir über so manchen schlechten Tag hinweg.
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