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Schizophränie und Epilepsie sind Krankheitsbilder.
Ja das erklärt die moderne Medizin, aber zu Zeiten Jesu gab’s dafür eine andere Erklärung-
Besessenheit von unreinen Geistern.
Denn Besessenen zu damaligen Zeit haben sich typisch wie sich Epilepsie kranke Menschen
verhalten.
Hab eigentlich noch von keiner vertrauenswürdigen Quelle gehört das man S/M als Krankheit katalogisiert.
Als Krankheit nicht, aber wäre es nicht so eine Art von Besessenheit?
In der Bibel steht, dass Jesus aus Maria Magdalena 7 unreine Geister ausgetrieben hat.
Ich denke, weil sie ständig in sich selbst einen Trieb oder die Neigungen zu Unzucht hatte.
Ich denke es gibt unterschiedliche abstufungen - nicht jeder masochist ist daran interessiert seinen Körper zu schädigen.
Ich denke mal das es Leute gibt die ihren Körper mit Piercings verzieren und dadurch ihren Körper weit mehr verletzen als Leute die Soft S/M praktizieren.
Desweiteren gibt es auch noch genug Leute die gerne von der g'sunden Watschen sprechen wenn es um Kindererziehung geht. Sind diese Menschen Sadisten? Vieleicht mehr als andere die daraus ein Sexspiel machen....
Ich gebe Dir damit Recht, aber denke genau so, wie ironmonkey :
| Zitat: |
| „Trotzdem sollten wir Gläubige uns gerade ins Gedächnis rufen, dass Sex ein Akt der Liebe ist. Es bedeutet, seinen Partner zu verwöhnen und ihm seine völlige Liebe zu zeigen, die man für denjenigen empfindet. Bei Sadomaso finde ich, tritt das eher nicht in den Fall. Ausserdem wird versucht Glücksgefühle zu erzwingen, die dadurch hervorgerufen werden, von seinem Partner geschändet zu werden. Nebenbei heisst es in der Bibel noch, dass wir unseren Körper schützen sollen und uns nicht gewissenlosen Lüsten ausliefern sollen, die unseren Körper schaden. Wenn ich jetzt weiter überlege, dann komme ich zu dem Punkt, das Sadomaso darauf basiert, seinen eigenen Körper zu schänden und deswegen ein Widerspruch zu Gottes Willen ist.“ |
[quote]„(1) Ehe und Geschlechtsverkehr haben zeichenhaften Charakter: Sie symbolisieren die Verbundenheit des Gläubigen mit Jesus. Die intimen Dinge der Ehe spielen sich nicht nur im exklusiven Privatbereich ab, sondern haben auch geistliches Gewicht vor Gott. Vielleicht schauen sogar – überspitzt formuliert – die Engel bei allem zu (vgl. 1.Korinther 4,9 und 1.Petrus 1,12)!
(2) Allgemein sollen in der Ehe gegenseitige Ehrerbietung und Achtung die Regel sein. Schon in der "Werbungsphase" soll der eine die Würde des anderen respektieren und auf die besonderen Eigenschaften seines Geschlechts acht geben (1.Thessalonicher 4,3-5).
(3) Mit der Ehe übernimmt der Partner die Verantwortung und Fürsorge besonders für die körperlichen Bedürfnisse des anderen (1.Korinther 7,4f). Das schließt Zwang und Vergewaltigung in der Ehe ebenso aus wie Sex-Entzug als Machtmittel (vgl. 1.Korinther 7,2).
(4) Im Epherserbrief schreibt Paulus:
So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.
Epheser 5,28
Im Sinne des biblischen Imperativs aus Matthäus 7,12 lässt sich daraus die pragmatische Faustregel machen: Mute dem Partner nichts zu, was Du Dir nicht selber "antun (lassen)" würdest!
Dies sollte enger gefasst sein als das übliche Kriterium, ob der Partner mit etwas einverstanden ist oder nicht. Denn ich kann nicht voraussetzen, dass der Partner die innere und äußere Freiheit, die Willenskraft und die emotionale Unabhängigkeit hat, "Nein!" zu sagen. Gerade wenn mir viel an seinem "Ja!" liegt, kann ich ihn unmerklich und ungewollt unter Druck setzen.
(5) Ein biblisches Prinzip, das für das gesamte Leben als Christ gilt, greift auch hier:
Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen.
1.Korinther 6,12
Souveräne Freiheit schenkt uns der Heilige Geist im Glauben. Wir dürfen genießen, was Gott uns mit der Geschlechtlichkeit geschenkt hat. Wir sollen aber von nichts und niemandem abhängig werden, nicht in eine Not kommen, durch die wir Gott nicht mehr frei gehorchen können. Unsere Freiheit ist teuer erkauft – mit dem Tod von Jesus Christus! Deshalb mahnt Paulus:
Werdet nicht Sklaven von Menschen!
1.Korinther 7,23
Versuch einer Deutung des SM-Phänomens
(1) Was ist Perversion?
In sado-masochistischen Sexualpraktiken spielt das Motiv der (freiwilligen) Versklavung wortwörtlich eine zentrale Rolle. Gerade SM ist in der allgemeinen Vorstellung das Paradebeispiel für Perversität. Einem Christen mögen hier pauschale Verdammungsurteile leicht fallen, wenn er mit außergewöhnlichen sexuellen Praktiken noch nie in Berührung gekommen ist. Wer aber - egal aus welchem Grund - eine Nähe dazu hat, dem sollten wir als Glaubensgenossen Einfühlsamkeit, aufrichtige Hilfe und Verständnis für seine Nöte und Ängste entgegen bringen. Denn mit einer als pervers tabuisierten Neigung unter lauter "frommen" Christen zu leben, kann einen Menschen ruinieren! Auch wenn die Betroffenen eine anonyme Gruppe darstellen, denke ich, dass dieses Phänomen in christlichen Gemeinden existiert, vielleicht mehr, als sich mancher arglose Pastor träumen ließe.
Das Wort "pervers" bedeutet "verdreht, verkehrt", meint also etwas ursprünglich Richtiges, dessen Sinn entstellt, verzerrt oder ins Gegenteil verkehrt wurde. Der Gegensatz von "pervers" und "natürlich" bringt gerade im Sexualbereich wenig, denn eben dies ist ja die Frage: Was ist noch natürlich und was bereits pervers? Solche Bewertungen sind immer von Kultur, Erziehung und Zeitgeist abhängig gewesen.
Andererseits sind es eben NICHT NUR Prägung und Umfeld, die die Sexualnormen bestimmen, sondern der Mensch in seiner Gewissens- und Willensfreiheit soll und kann hier ein Wort mitreden. Er kann solche Prägungen übernehmen, verändern, hinterfragen und ablehnen. Es ist ein denkerischer Kurzschluss, zu sagen, heute sei alles erlaubt und natürlich, nur weil es allgemein akzeptiert und salonfähig geworden ist. Trotz allem bleibt es immer noch dem ethischen Sinn des Einzelnen überlassen, ob er bestimmte Sexualpraktiken als "natürlich" ansieht oder nicht.
Diese Gewissensfreiheit ist besonders wichtig dort, wo Perversion zu einer völligen Umkehrung der Werte geführt hat. Heutzutage befinden wir uns auf dem besten Weg, dass SM nicht bloß allgemein gesellschaftlich akzeptiert wird, sondern dass jeder, der es nicht für eine normale sexuelle Variante hält, als verknöchert, ewiggestrig oder gar intolerant angeprangert wird. Auch das liegt im Wesen der Perversion: dass diejenigen, die sie für unnormal, falsch oder krank halten, selbst als "unnormal" verleumdet werden.
(2) SM als (Schau)Spiel
Was wollen nun diese Praktiken? Welchen Gewinn ziehen die Praktizierenden daraus?
Psychologen betrachten SM als ein Zwangsverhalten, als neurotische Tendenz. Sie diagnostizieren Gefährdungen der seelischen Gesundheit bzw. Abweichungen davon und betrachten sie als Ausdruck einer möglichen Unfähigkeit, die tägliche Wirklichkeit zu bewältigen. Im allgemeinen ist das, was man "subjektiven Leidensdruck" nennt – also der Grad, in dem ein Betroffener unter seinem abnormen Verhalten leidet – , ein wesentliches Kriterium, um Krankheit von Gesundheit zu unterscheiden. Doch gerade das trifft bei SM nicht den Kern, denn diese Praktiken bringen ja Lust, und von Leidensdruck ist zunächst nichts zu sehen.
Psychologen wissen auch, dass sich durch SM seelische Bindungen verwirklichen können, die bis zur Hörigkeit oder doch zur Abhängigkeit von Personen oder Gegenständen führen. Fetischismus nennen sie eine solche sexuelle Fehlfunktion, bei der sexuelle Lust und deren Befriedigung an Dinge oder Handlungen fixiert ist, ohne die Sex gar nicht mehr ausgelebt werden kann. Solche Bindungen kommen einer Sucht gleich.
Wenn die Psychologen also richtig liegen, haben wir als Christen einen klaren Anhaltspunkt für den geistlichen und menschlichen Schaden, den diese "Perversion" anrichten kann. Denn dem als frei geschaffenen Mensch wird die gottgegebene Geschlechtlichkeit zur Fessel, und statt dass er über sie verfügt, knechtet sie ihn:
Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen.
1.Korinther 6,12
Nun geht es bei SM aber genau darum: um ein lustvolles Knechten und Geknechtet-Werden. SM führt uns somit das innerste Wesen der Perversion – sofern sie nämlich gewollte und lustvolle Verkehrung ist – so richtig vor Augen. Mehr noch: SM INSZENIERT die Perversion, SM führt sie regelrecht auf. Insofern möchte ich sagen, dass SM in Wahrheit ein (Schau)Spiel ist.
In jedem (Schau)Spiel gibt es Rollen, ein Drehbuch und eine Thema, das dargestellt werden soll. Der Mensch inszeniert solche seelischen Spiele in vielen Bereichen seines Lebens, auch ohne dass er sich darüber im klaren ist. In der Psychotherapie werden solche Darstellungen unter Leitung aufgeführt und besprochen; man nennt das "Psychodrama" oder "Rollenspiel". In einem Psychodrama können seelische Verletzungen oder Verhaltensmuster ans Licht gebracht und reflektiert werden. Selbst die SM-Szene kennt den Begriff “Rollenspiel” schon als festen Bestandteils ihres Repertoires.
(3) Knechte und Herren
Bei SM geht es um Unterordnung, Zwangausübung, Versklavung, um Herr- und Knecht-Rollen. Das Thema des SM-Spiels lautet eindeutig "Macht". Doch hat das Spiel etwas Zweideutiges und Paradoxes, denn der Knecht wählt seine Ohnmacht freiwillig, das heißt: Er liefert sich nur einer Macht aus, die ER SELBST DAZU ERMÄCHTIGT hat. In Wahrheit behält der Knecht also die letzte Verfügungsgewalt über sich zurück. Ohne diese zurückbehaltene Macht wäre SM nichts anderes als echte Vergewaltigung, und kein Praktizierender hätte lange Lust daran. Der "Trick" jedoch ist, dass der andere, der mich beherrschen soll, die Macht allein von mir hat, und umgekehrt. SM ist also nicht nur ein Spiel über Macht, sondern ein Spiel MIT DER MACHT.
Bei professionellen Dominas etwa wird vor der "Behandlung" mit dem Kunden ein Kennwort oder ähnliches verabredet, durch das er jederzeit den Vorgang abbrechen kann. Der Kunde versucht natürlich alles, um diesen Notausgang nicht zu benützen. Umgekehrt wird die Domina versuchen, so nah wie möglich an diese Grenze heranzugehen, ohne sie jedoch zu überschreiten, denn sie will ihrem Kunden so viel Lust wie möglich bereiten. Das erfordert von ihr ein hohes Verantwortungsbewusstsein, Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen; sie bindet sich dabei an eine Art Ehrenkodex.
SM ist also kein Freibrief für willkürliche Machtausübung, sondern wird geordnet durch ein komplexes Regelgefüge. Letztlich geht es bei SM um kontrollierte Auslieferung, um verantwortliche Gewaltausübung, um Sklaverei mit Notausgang. Misslungene sexuelle Rollenprägungen oder falsche Geschlechtsideale liefern nur die Spielelemente, gehören aber nicht zum Wesen von SM.
Als Christen erinnert uns das Spiel mit Knechtschaft und Unterwerfung unweigerlich an die Bibel. Dort ist von Versklavung und Unterwerfung ebenfalls die Rede. Vor der Errettung durch Jesus Christus befindet sich der Mensch unter der Herrschaft Satans und in der Sklaverei der Sünde. Der Schritt hin zum Glaubens bedeutet deshalb – unter anderem – einen Wechsel der Herrschaft, eine Unterwerfung unter die Macht Gottes. Biblisch gesehen gibt es für den Menschen keinen neutralen Bereich, in dem er für sich allein leben könnte. Vielmehr hat er nur die Wahl zwischen zwei "Knechtschaften". Der Unterschied der beiden Knechtschaften besteht biblisch gesehen weniger darin, dass er die eine unfreiwillig erleidet und in die andere freiwillig übertreten kann, sondern er besteht in der WESENSART DES JEWEILIGEN HERRN. Satan will den Menschen versklaven, um ihn zu zerstören; er will ihn von der Welt abhängig machen und ihn gleichzeitig in dem Wahn halten, dass er nicht Sklave sei, sondern autonomer Herr seines Lebens. Gott hingegen will den Menschen in Liebe und Vertrauen an sich binden, um ihm seine Würde und Freiheit zurückzugeben und ihn der Erfüllung seines Menschseins zuzuführen: Ebenbild seiner selbst zu sein.
Sicher könnte man bei SM auch über zwanghafte Bindungen durch okkulte Mächte und dergleichen spekulieren - und in manchen Fällen wohl nicht zu Unrecht. Doch ist das eine Sache der Okkultseelsorge und bedarf jeweils einer differenzierten Prüfung.
(4) Zwei Arten von Unterwerfung
Zwar haben wir es bei SM auch mit freiwilliger Unterwerfung zu tun, doch entlarven die Unterschiede zur Glaubensunterwerfung unter Gott so richtig die "Verkehrung":
(a) Es findet keine Unterwerfung unter Gott statt, sondern unter einen Menschen. Der Mensch spielt, dass er seine Willensfreiheit einem anderen Menschen überantwortet. Er dient ihm aber nicht wie ein echter Sklave, sondern befriedigt bloß das Machtbedürfnis seines Herrn. Der "Dienst", den solche Lustsklaven zu verrichten haben, hat in sich keinen wirklichen Sinn. Er dient einzig dem Zweck, das Bewusstsein des Sklaven von seiner eigenen Auslieferung wach zu halten. Insofern pervertiert SM den biblisch gemeinten Dienst (=Gottes- und Nächstenliebe) gleich zweifach: Der Gegenstand der Unterwerfung ist nicht der übergeordnete Schöpfer, sondern ein Mitgeschöpf, und der übernommene Dienst ist in sich wertlos und bloßes Mittel zum Zweck.
(b) Das Ziel der Unterwerfung ist nicht, dass die guten Absichten des Herrn für den Diener erfüllt werden können. Das Ziel ist vielmehr die LUST des Dieners, die Befriedigung seines Ego. Bei SM steht die sexuelle Lust der Praktizierenden immer im Mittelpunkt. Die Pervertierung findet ihren Höhepunkt darin, dass der Herr, dem der Knecht dient, in Wahrheit derjenige ist, der dem Knecht einen Dienst erweist – nur deshalb konnte sich SM als Dienstleistung etablieren. Die Verfügungsgewalt, die der Knecht dem Herrn übergibt, bezieht sich nicht etwa darauf, dass der Herr besser wüsste, was für den Knecht gut ist, sondern allein auf die Forderung des Knechts nach Erfüllung seiner Wünsche. Statt echtes, freiwilliges Dienen zu üben (was ja immerhin der Sinn eines SM-Rollenspieles sein könnte), verherrlicht SM pure Egozentrik.
(c) Der Knecht erweist sich als der eigentliche Herr des Spiels, auch dort, wo kein professioneller Rahmen gegeben ist. Beide Praktizierenden genießen die Auslieferung respektive Herrschaft bis zu jenem Punkt, wo sie den innersten Bereich der Autonomie des Knechtes berühren. Erst dort wird es wirklich ernst. SM spielt mit dieser Grenze, überschreitet sie als akzeptiertes Risiko und respektiert sie als verlässliche Versicherung. Diesen Grenzbereich muss das Spiel allerdings auch erreichen, sonst funktioniert es nicht. Die Teilnehmer sind es also, die jeweils die Grenzen bestimmen, die festlegen, was Knechtschaft und Herrschaft bedeuten. Letztlich erfahren sie bei jedem Spiel lustvoll ihre unangetastete Eigenmächtigkeit.
SM inszeniert also noch in der äußersten Unterwerfung (zum Beispiel der Fesselung bis zur totalen Unbeweglichkeit) die Autonomie des Menschen. SM veranschaulicht damit, dass für den Menschen echte Selbstaufgabe unmöglich und unerwünscht, zumindest alles andere als lustvoll ist – eine Erfahrung, die Glaubende mit einer ganz anderen Freiwilligkeit anstreben!
(d) SM inszeniert sich häufig mithilfe von Kulissen und Utensilien, insbesondere Fesseleinrichtungen. Die Unterwerfung steigert sich, der Knecht dient dem Herrn nicht mehr aktiv, sondern nur noch als Objekt. Diese Variante des Spiels ist nur eine Zuspitzung des Grundmusters, das sich umso klarer zeigt.
Einem Christen mag der geistliche Bezug ins Auge zu springen. Denn was hier vorgeführt wird, ist doch die GEBUNDENHEIT DES UNERRETTETEN MENSCHEN in ihrer ganzen Vielfalt, Komplexität und seelischen Tiefe. Mehr noch, ein Christ kann daran die wirksamste Verführung zur Unfreiheit ablesen: da´ss Gebundenheit nicht als die Not empfunden wird, die sie ist, sondern als Lust, dass die Unfreiheit so sehr als Freiheit (Autonomie) erscheinen kann, dass ihre zerstörerische Kraft vollständig verdeckt bleibt.
Für uns Christen kann also SM, von außen betrachtet, zu einem Lehrstück werden. Es führt uns in fast unverhüllter Weise vor, wie weit die Entstellung des Menschen durch die Sünde gehen kann.
Zusammenfassung
Praktiken wie SM, die mit Macht und Ohnmacht spielen, sind für uns Christen vorrangig Abbilder gottfeindlicher Mächte, die uns aus der Bibel vertraut sind. Die Merkmale sind:
• Verkehrung von Bösem in Gutes
• Zweideutigkeit und Widersprüchlichkeit
• Tendenz zur Selbsttäuschung
• Verherrlichung von Egozentrik und Autonomie
• Verharmlosung gefährlicher Suchttendenz und Abhängigkeit
Diese Handschrift steht unverkennbar für den biblischen Durcheinanderwerfer, den Diabolos - womit ich nicht sagen will, dass die gesamte SM-Szene okkult unterwandert sei oder jede außergewöhnliche Sexualpraktik einer Teufelsanbetung gleichkomme. Ich stelle aber fest: In diesem Phänomen unserer gefallenen Welt porträtiert sich Satan mit unverblümter Deutlichkeit, und wir Christen tun gut daran, seine Züge darin zu studieren und seine Absichten mit jenen, die das nicht sehen können, darin zu erkennen. Erst dann werden wir fähig sein, als wahre Nächste zu reagieren (vgl. 2.Korinther 2,11).
Ich halte das Risiko seelischer Schädigungen, Verwicklungen und Verführungen für so groß, dass SM als eine Art Psychodrama nur im Notfall angezeigt sein könnte. Verharmlosungen grenzen gerade hier, wo wir es mit dem Spezialgebiet des Widersachers zu tun haben, immer an Selbsttäuschung. Ähnlich wie bei Drogen ist ein versuchsweises Vortasten selten möglich und die Eigendynamik sehr stark. Bei Erfahrungen am eigenen Leib gilt umso mehr: Der tatsächliche Vollzug bindet stärker als bloße Fantasien.
Dieser Zusammenhänge und seiner Verantwortung gegenüber dem Partner sollte sich jeder Christ bewusst sein, der eine Nähe zu SM hat, und in diesem Bewusstsein sollte er Gott und sein Gewissen befragen, was weiter zu tun ist.“[/quote]
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