Die richtige Einstellung zum Tod


Ein Freund fragte: „Wie soll man dem Tod entgegensehen?“

Abdu'l-Baha antwortete:

"Wie sieht man dem Ende einer Reise entgegen? Mit Hoffnung und Erwartung. So ist es auch mit dem Ende dieser Erdenreise. In der nächsten Welt wird der Mensch sich von vielen Unzulänglichkeiten, unter denen er jetzt leidet, befreit fühlen. Wer durch den Tod gegangen ist, lebt in einer eigenen Sphäre. Sie ist der unsrigen nicht entrückt: ihr Wirken im Königreich ist das unsrige. Aber sie ist geheiligt von dem, was wir Raum und Zeit nennen. Unsere Zeit wird nach der Sonne gemessen. Wenn es keinen Sonnenaufgang und keinen Sonnenuntergang mehr gibt, so gibt es für den Menschen auch nicht mehr diese Art von Zeit. Die Aufgestiegenen haben Merkmale, die sich von den Eigenschaften derer unterscheiden, die noch auf Erden sind. Doch besteht keine wirkliche Trennung zwischen ihnen."
hmm, das mit dem entgegensehen des endes einer langen reise finde ich einen sehr schönen vergleich!

denn dem ende einer reise blickt man freudig entgegen, und nicht mit angst. denn man erreicht ja sein ziel, und das ist ja nichts trauriges, sondern im gegenteil, es ist die belohnung für die reise, die man auf sich genommen hat.
traurig ist es halt für jene, die eine geliebte person aus verloren hat. aber ich denke, in diesem lichte kann den angehörigen das wissen trost spenden, dass diese person un das ziel ihrer reise erreicht hat..
Ich habe vor ziemlich langer Zeit einmal einen Film gesehen, in dem es u.a. um die buddhistische Lehre ging, bzw. um einen buddhistischen Lehrer und dessen Zögling.

Der Zögling (ich nenne ihn einmal mal so, weil mir nichts besseres einfällt) fürchtete sich wohl immer noch vorm Tod.

Am Ende des Filmes sagte der Lehrer (sinngemäß...):

"Du solltest den Tod als deinen Bruder betrachten,
der dich ständig begleitet. Dann fürchtest du dich nicht
mehr vor ihm, sondern freust dich, ihn zu sehen und eines
Tages mit ihm gehen zu dürfen."

Sehr schön zu diesem Dialog fand ich das Bild:
Schemenhaft saß der "Bruder" neben dem Zögling. Ich fand
das sehr schön.

Der Vergleich mit der Reise gefällt mir auf jeden Fall sehr gut.
Ich könnte mir vorstellen, dass wir mit schon mit unserer Geburt
die Reise buchen. Alles (oder fast alles) ist vorher bestimmt, geplant,
wie bei einer gut organisierten, langen Reise. Und dass keine Trennung besteht, daran glaube ich auch.
Ich mag den Vergleich mit der Reise (und die Idee der Reisebuchung bei der Gebut ), es ist genau so wie in der Geschichte mit dem König (der grösste Narr).

Eine Reise muß einfach gut vorbereitet sein, ich denk da an meine Mutter. Wenn wir eine Reise mit der Familie nach Asien machen, fängt sie schon ein Monat vorher an, die Koffer zu suchen, das ganze Gewand zu waschen, zu sortieren und so weiter.

Wenn wir schon uns bei solchen kleinen Reisen so vorbereiten dann verstehe ich nicht warum die meisten Menschen sich heutzutage überhaupt nicht Gedanken über den Tod machen. Alle sagen, das Leben sei und hier jetzt und was danach kommt, werde man schon sehen.

Also ich suche wirklich nachd er Wahrheit und würd zumindest einige Hinweise haben wie das Leben danach aussieht und wie man sich am besten vorbereiten kann.

Andrea
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"Du magst denjenigen vergessen, mit dem Du gelacht hast, aber nie denjenigen, mit dem Du geweint hast." (Khalil Gibran)
"Der Schlaf ist der kleine Bruder des Todes." (Homer)
Zitat:
Wenn wir schon uns bei solchen kleinen Reisen so vorbereiten dann verstehe ich nicht warum die meisten Menschen sich heutzutage überhaupt nicht Gedanken über den Tod machen. Alle sagen, das Leben sei und hier jetzt und was danach kommt, werde man schon sehen.


Ich könnte mir vorstellen, dass sich viele oder die meisten keine Gedanken über den Tod machen, weil sie nicht an ihren eigenen Tod erinnert werden möchten. Oder weil viele - leider - viel zu oberflächlich und materiell orientiert sind. Wer denkt schon gerne daran, dass er das, was er sich mühsam aufgebaut hat, irgendwann zurücklassen muss. Vielleicht ist dies auch eine Reaktion aus dem Unterbewussten, welche einen unbewusst wissen/erahnen lässt, dass anderes viel wichtiger und letztlich beständig(er) ist als Irdisches/Materielles.

Das, worüber Menschen nicht gerne reden, woran sie nicht gerne denken, wird kurzerhand zum Tabuthema erklärt. Diejenigen, die versuchen, dieser Oberflächlichkeit zu entfliehen, sich Gedanken "darüber" machen, werden oft verurteilt, oder als "nicht so ganz normal" abgestempelt. Weil: man darf alles, nur man darf nicht aus den von Menschen erstellten Schemata herauspurzeln.

Möglich wäre ja auch, dass einige, die anderen Schaden zugefügt haben, wohl wissen oder befürchten, dass sie eines Tages dafür Rechenschaft ablegen müssen. Dann betreibt man eben "Vogel-Strauß-Politik". Man steckt den Kopf in den Sand in der Annahme, wenn ich meinen "Verfolger" (im übertragenen Sinne gemeint) nicht sehe, dann sieht er mich auch nicht. Was ich nicht (ein)sehe, ist nicht. Und was nicht ist, dafür kann ich nicht verurteilt werden. Wenn ich über den Tod nicht rede, nicht daran denke, dann ist er nicht, also wird er mich auch nicht ereilen...

Merkwürdigerweise bereitet sich der Mensch im Idealfall auf alles sorgfältig vor. Bereits auf seine eigene Geburt. Auf Prüfungen, auf Reisen, Hochzeit, Geburtstage, Feiertage... Man bereitet sein Kind "für's Leben" (vor), möchte, dass es eine gute Schul-/Ausbildung erhält, ein guter Mensch wird (ich denke, dass das die meisten Eltern möchten). Aber genau diese ganzen Vorbereitungen zusammengenommen: sind sie letztlich nicht doch eine Pauschalvorbereitung auf den Tod bzw. auf das, was anschließend sein wird?

Möglich, dass ich mich nun etwas verwirrend ausgedrückt habe, aber so waren gerade meine Gedankengänge, die manchmal etwas verzweigt sind und ich weiß dann nicht immer, wie ich sie zum Ausdruck bringen soll.

<--- die smiles sind süß ^^