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Nazarener












Salam Nikko!

Ich möchte noch mal auf Deine eingangs gestellte Frage der Sura 2;62 eingehen. Ich hoffe nur es wird nicht zu lang, auf das sich dieser Beitrag überhaupt noch durchgelesen wird.

Wahrlich diejenigen die Glauben (und die Botschaft Muhammads nicht ablehnen) die, die Juden sind, und die Christen (Nazarener) und die Sabäer- wer auch immer an Gott/Allah und den Jüngsten Tag glaubt und richtig handelt- die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn und sie brauchen keine Angst zu haben, noch müssen sie traurig sein. 2;62

Hier ist erstmals im Quran von den „Juden“, im Gegensatz zu den Kindern Israels, die Rede. Obwohl beide Begriffe oft Synonym verwendet werden, sind sie nicht genau gleichbedeutend oder auswechselbar. Die Israeliten sind eine Rasse, eine Nation ein Volk, eine Familie, die Nachkommen eines bestimmten Stammesvaters. Sie sind sich ihrer edlen Abstammung bewusst und stolz darauf. Die Juden „dagegen“ sind eine religiöse Gemeinschaft, Anhänger eines bestimmten Glaubens. Im Quran werden diese feinen Unterschiede stets berücksichtigt (Daryabadi). Dies soll die Juden keineswegs herabwürdigen, sondern es soll stets die andere Religion (Weg) verdeutlicht werden.

Die Sabäer waren wahrscheinlich eine arabische Sekte in der Zeit vor Muhammad ( salla-llâhu alaihi wa callam), die die heidnischen Bräuche ihrer Stammesgenossen anzweifelten, sich vom Götzendienst abwandten und die ursprüngliche monotheistische Religion wieder aufnahmen. Deshalb sagten die Götzenanbeter von ihnen: „ Saba>ü“ , die die sich von der Religion ihrer Väter abwandten. So der Name Sabäer(Qutb)
Yusuf ` Ali und Daryabädi erwähnen in diesem Zusammenhang noch andere Gruppen, die mit den Sabäern gemeint sein könnten. Nach verschiedenen Quellen und auch Kommentatoren könnte es sich auch um die so genannten Johannes- Christen handeln, von denen noch heute einige Tausend im Irak leben.
Trotz der Verfehlungen, die in den Vorangegangen Versen (2;62) im Quran geschildert werden, halten sich einige Juden immer noch für das auserwählte Volk und erwarten vor anderen Gläubigen Privilegien. Im Quran wird diese Elitäre Einstellung aber zurückgewiesen.
Stattdessen verkündet der Quran den universellen Grundsatz der Einheit im Glauben, dem zufolge die Gnade Gottes sich nicht auf eine Rasse oder einen Stamm beschränkt, sondern gleichermaßen alle aufrichtigen gläubigen Menschen zu allen Zeiten und überall auf aller Welt umfasst (Qutb). (Vgl. auch Sura 5;69 od. 22;17 u. viele anderen).

Ich würde sogar noch ein stück weiter gehen in meinem Verständnis des heiligen Wort Gottes im Quran.
Auch ein Mensch der den Glauben auf einen bestimmten Weg (Religion) des EINEN nicht findet (So Gott will). Dieser Mensch aber ein Aufrichtiger Guter Mensch ist, der sich auch in seinen Taten dessen widerspiegelt. Und der eine göttlichen Toleranz des Leben in sich trägt, auch das Leben zu lassen von dem er kein Verständnis hat (z.B. Religion des EINEN), dem Steht das Tor zu IHM offen, welches das Paradies ist.

Ich denke Gott /Allah ist für alle Menschen in Gnade der Liebe da! Solange die Menschen die Liebe nicht bekämpfen. Denn wenn sie die Liebe bekämpfen, dann bekämpfen die Menschen ihr innerstes Zentrum und so zerstören sie sich selbst, was die Hölle ist!

Hätte Gott/Allah es gewollt so hätte er alle Menschen gleich und zu einer „Gemeinde“ gemacht. Er machte die Menschen aber unterschiedlich, auf das sie sich trotz alledem wieder erkennen. Auf das sie erkennen das sie nur EINS sind.

Gott ist größer als alles! Und vor allem als die einzelne Religion oder das eigene Verständnis.

LG ISA
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