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Hi, Fatih, ich habe nichts dagegen, ob jemand Kopftuch trägt oder nicht. Das ist es nicht, was ich durch das Zitat herausgestrichen habe, sondern daß eine Frau nur ehrenhaft ist, wenn sie sich bedeckt und daß Männer davon abgehalten werden sollen, daß sie sich bei jeder Gelegenheit über Frauen her machen. Bzw. daß sie nur eine Frau ohne Kopftuch anschauen und schon kommen ihnen unseriöse Gedanken.
Die Geschichte des Kopftuch ist eine alte Geschichte und sicher liegt da ein Fünkchen Wahrheit oder wie Du meinst, Weisheit darin. Denn es kommt weit aus der zurückliegende Geschichte der Menschen, als Sklavinnen noch fast nackt herum laufen mußten und so hatte ein Herrscher in dieser Zeit Erbarmen und gebot ihnen, den oberen Teil zu bedecken. Im Laufe der Jahrtausende hat sich viel verändert und teilweise entstanden aus diesen alten Anordnungen Grundlagen für die neuen Gebote der neu entstandenen Religionen, die ganz auf ihre Kultur zugeschnitten wurde.
siehe auch hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schleier
| Zitat: |
Verschleierung in der Antike [
Bereits seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. wurde im Alten Orient der Schleier getragen. So schreibt ihn das Alte Testament der Braut vor.
Der Prophet Ezechiel beschreibt einen Zauberschleier (13,18.21)
Im Römischen Imperium und im antiken Griechenland trugen die Frauen über ihrem Haar einen Schleier ohne religiösen Zwang als Teil der Bekleidung und Symbol des Anstands.
Die vornehme Römerin z.B. trug über ihrem Obergewand eine Art Mantel, die Palla. In sie hüllte sie sich ganz ein; der obere Stoffteil wurde um den Nacken und den rechten Oberarm geführt. Das über den Rücken fallende Stoffteil zog sie über den Kopf.
Der Römer C. Sulpicius Gallus ließ sich nach F. Ramm von seiner Frau scheiden, da sie in der Öffentlichkeit ihr Haar nicht bedeckt hatte.
Erst später unter Augustus soll sich die Sitte der Verhüllung der Haare gelockert haben.
In Assyrien tauchte der Schleier erstmals um 200 vor Christus auf, wo er den Damen der Oberschicht vorbehalten war. Die unerlaubte Verwendung eines Schleiers, etwa von Sklavinnen, wurde bestraft. Vor rund 2000 Jahren drang der Schleier auf die Arabische Halbinsel vor und war dort ebenfalls ein Kleidungsstück der Aristokratie. Noch zu Mohammeds Zeiten war es nicht üblich, dass sich Frauen verhüllten. Obligatorisch wurde die Verschleierung im Kalifat erst im 9. Jahrhundert.
Irmhild Richter-Dridi schreibt, dass in Nordafrika - auch in Tunesien - der Schleier erst im 15. Jahrhundert eingeführt wurde. In diesem Zeitraum emigrierten nämlich zigtausende Mauren aus Andalusien und diese führten ihn „als Zeichen von Anstand und guten Sitten“ ein.
Der Schleier im Okzident
Bis ins späte Mittelalter hinein war der Schleier in der arabisch-islamischen Welt Ausdruck eines hohen sozialen Prestiges und wurde somit auch von wohlhabenden Jüdinnen und Christinnen getragen.
Auch in Europa im 14./15. Jahrhundert trugen die Frauen der Vornehmen ihr Haar stets unter einer Haube oder bedeckten es mit einem Schleier.
Im Christentum bedeckten sich die Frauen das Haar mit einem Tuch, vor allem, wenn sie die Kirche besuchten. In den südlichen Ländern Europas hielt sich dieser Brauch bis vor einigen Jahren - und ist teilweise auch heute noch, vor allem bei älteren Frauen, üblich.
Der Apostel Paulus schreibt vom Tragen des Schleiers in den Gottesdiensten 1. Korinther 11,4-6. |
Warum sollte ich Vorbehalte gegen Frauen mit Kopftuch haben ?
Nur müssen wir Frauen in Europa kein Kopftuch tragen und sind trotzdem nicht unehrenhaft. Meine Großmutter trug auch immer Kopftuch, wenn es Winter wurde und damit sich ihre Ohren in der Kälte nicht erfroren.
Vielleicht kam die ganze Diskussion auch nur deshalb zustande, weil Schulkinder fragen, warum die Lehrerin Kopftuch trug und weil damit ein Unfehlbarkeitsanspruch zutage trat. In etwa: ich bin eine ehrenhafte Frau und deshalb trage ich Kopftuch. Die Kinder machten sich darüber Gedanken und der erste Streit war im Kommen, als die Kinder ihren Eltern diese Ansichten zuhause nahe brachten. Ich kann es nachvollziehen. Wäre mein Kind von der Schule nach Hause gekommen und hätte mir gesagt:"Mutti , warum trägst du kein Kopftuch, bist Du unanständig? " , dann wäre ich als Elternteil sicherlich auch auf die Barrikaden gegangen und hätte mich beim Schuldirektor beschwert.
Ich nehme mal an, daß es so oder ähnlich angefangen hat mit dieser ganzen Streiterei. Vereinfacht ausgedrückt.
Eine multikulturelle Gesellschaft kann bereichernd wirken, doch gleichzeitig treten die Unterschiede zutage und müssen friedlich geregelt werden.
http://www.iphpbb.com/foren-archiv/.....b-42297680-47989-446.html
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Allah bringt durch den hidschaab Frieden und Stabilität in die Gesellschaft! Ja, das ist wirklich wahr! Männer verursachen keine Verderbtheit durch Bildung illegaler Verhältnisse, weil du - die muslimische Frau - ihre Erregungen beruhigst. Wenn ein Mann dich anschaut, fühlt er sich wohl, nicht zur Unzucht verleitet…
So ist eine muslimische Frau im hidschaab würdevoll, nicht ehrlos. Sie ist edel, nicht erniedrigt; befreit, nicht unterworfen; rein, nicht besudelt; unabhängig und keine Sklavin; beschützt, nicht allen Blicken ausgesetzt; geachtet, nicht belächelt; selbstsicher, nicht unsicher; gehorsam und keine Sünderin; eine beschützte Perle und keine Prostituierte…
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Warum verhüllen sich eigentlich Männer nicht ? Wäre das nicht nur gerecht ? Warum hat kein Mann Angst, daß er begehrenswert wirken könnte ?
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Die Anfänge
Seit einiger Zeit wird das Kopftuch muslimischer Frauen in europäischen Staaten nicht mehr als Frage der Religion und persönlichen Überzeugung wahrgenommen. Statt dessen gibt es heute Anlass zu politischen und juristischen Debatten und Auseinandersetzungen, die inzwischen auch vor den Gerichten, Parlamenten und durch Verbote im Schulwesen ausgetragen werden. Damit nicht genug - die Entführung zweier französischer Journalisten im Irak, die von der Forderung der Aufhebung des Kopftuchverbots in französischen Schulen begleitet war, hat dem Ganzen noch eine zusätzliche Dimension verliehen. Der Islam bildete sich vor rund 1400 Jahren auf der Arabischen Halbinsel heraus. Das heiße, trockene Klima veranlasste deren Bewohner, sich ständig mit weiten, langen Gewändern zu bekleiden und ihren Kopf mit einem großen, dünnen Tuch zu schützen. Der Stoff legte sich wie ein Schutzzelt um ihren Körper und verhinderte dessen übermäßige Austrocknung - in dieser sengenden Hitze und trockenen Luft ein Gebot der Vernunft. So hat die Verhüllung des Körpers auf der Arabischen Halbinsel eine lange Tradition, die um ein Mehrfaches älter ist als der Islam. Allerdings war die Verhüllung der Frauen schon zu den Anfängen des Islams ein Thema, das zu Diskussionen Anlass gab. Was verraten uns die islamische und die geschichtliche Überlieferung hierzu? Die Wandlungen des Hidschabs
Der Hidschab, den der Prophet seinen Frauen vorschrieb, ist nicht zwangsläufig das, was heute in islamischen Ländern zu sehen ist. Zu Beginn des Islams war es jedenfalls nicht verboten, das Gesicht der Frau zu sehen. So setzen einige Rituale des Hadsch, der Pilgerfahrt nach Mekka, sogar voraus, dass die Frauen Gesicht und Hände unbedeckt halten, und sämtliche islamische Schulen sind sich in diesem Punkt einig. Die Schafi'iten, ein Zweig des sunnitischen Islams, sind auch der Überzeugung, dass der Mann das Recht hat, die Frau vor der Heirat zu sehen.
Der Hidschab - die Vielfalt der Verhüllung
Als der Islam andere Länder eroberte, lernten die Araber verschiedene Kulturen und Sitten kennen, die auf sie zurückwirkten. In späteren Jahrhunderten hinterließ selbst die Art, wie sich die spanischen Ritter kleideten, ihre Spuren in der Bekleidung der Araber. Die Verhüllung der Frauen in der Öffentlichkeit wurde jedenfalls im Vergleich zu den Anfängen des Islams strenger gehandhabt. Zwar blieb die Dscholbab noch einige Zeit über den Tod Muhammads hinaus die klassische Bekleidung der Musliminnen. Aber schon im ersten und zweiten Jahrhundert bedeutete der Hidschab eine vollständige Bedeckung des Gesichts und des gesamten Körpers der Frau. Das umhüllende Tuch musste so locker sitzen, dass nicht einmal die Umrisse der weiblichen Gestalt zu erkennen waren. Dennoch gab es in der Art der Verhüllung je nach Land deutliche Unterschiede, so Niqab und Burqa in Arabien und Zentralasien, oder der Tschador mit Pluderhosen, Kopftuch und schwarzem Gesichtsschleier aus Pferdehaar im Iran und im Nahen Osten.
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Wie Du siehst, oder liest, alles ist Geschichte und hat ihre Ursprünge dort.
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