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Es ist einfach traurig das man ein Stück Stoff auf dem Kopf, so zu einem Problem werden läßt.
Kultur im Richterzimmer abgeben
betr.: "Schöffin mit Kopftuch fliegt", taz vom 16. 2. 07
Ich frage mich, wann der erste muslimfeindliche Neofaschist den Mut hat, es offen auszusprechen: Die Religionsfreiheit gilt für Muslime nicht. Es wäre mir als im Staatsdienst ausgebildeter Volljuristin neu, dass ehrenamtliche Schöffen - wie auch Berufsrichter - ihre Kultur und Persönlichkeit an der Garderobe im Richterzimmer aufhängen, bevor sie den Saal betreten. Wer jemals bei den Beratungen mit ehrenamtlichen Schöffen zugegen war, wenn ein Migrant auf der Anklagebank saß, weiß, wie Volkes Seele tickt. Aber selbstverständlich sind Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und auch Frauenfeindlichkeit bei "christlichen" Schöffen legitim. Die Perversion, einer muslimischen Frau (!) die Fähigkeit abzusprechen, Männer und Frauen gleich zu behandeln, ohne dabei zu sehen, dass man selbst nicht in der Lage ist, ohne Ansehen der Religion zu urteilen, ist nicht mehr in Worte zu fassen. ANNETTE BÖCKER, Köln
taz Nr. 8205 vom 19.2.2007, Seite 12, 16 LeserInnenbrief
http://www.taz.de/pt/2007/02/19/a0199.1/textdruck
Eine Kopftuchträgerin darf keine Schöffin sein, so das Landgericht Dortmund. "Eine Einzelentscheidung"
Ich will auch gar nicht vom ersten Beitrag ablenken der einem schon zu denken geben sollte.
Es gibt aber Gott sei Dank auch andere Beispiele....Intressant und großen Respekt hatte ich auch von einem Direktor einer Schule, der sich für ihre Lehrerin die auch Muslima war einsetzte, samt der ganzen Schulleitung die aus Solidarität auch ein Kopftuch trugen, obwohl dem Direktor auch mit dem Rausschmiß gedroht wurde......
Hier ergreift ein Mensch die Initiative und zeigt das mehr unter dem Kopftuch steckt, nämliche eine fähige Person. Leider gibt es sehr wenige Menschen wie diesen Direktor.
Der Aufruf nach Toleranz ist groß aber was wird denn wirklich getan ?
Diese Artikel sind nur ein paar Beispiele.
letzendlich führt dies alles dazu dass gegen den Islam gearbeitet wird und der Begriff Islamophobie, wird in den Medien breit getreten....
Diese Entwicklung macht auch mir sorgen, gerade wenn man verlangt das sich Muslime integrieren sollen, aber gleichzeitig ihre Persönlichkeit, ihre Überzeugung damit abzulegen wird niemals auf Zustimmung stoßen.
Liebe Grüße
an meine Schwestern bleibt stark und standhaft letzendlich kehren wir eines Tages alle zu unserem HERRN zurück.
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