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Tabuthema Tod - warum eigentlich?












suchende hat folgendes geschrieben:
Das, worüber Menschen nicht gerne reden, woran sie nicht gerne denken, wird kurzerhand zum Tabuthema erklärt. Diejenigen, die versuchen, dieser Oberflächlichkeit zu entfliehen, sich Gedanken "darüber" machen, werden oft verurteilt, oder als "nicht so ganz normal" abgestempelt. Weil: man darf alles, nur man darf nicht aus den von Menschen erstellten Schemata herauspurzeln.


Salut Alle

Vielleicht liegt es einfach nur daran , dass die meisten Menschen Angst haben sich mit dem Thema Tod auseinander zusetzen.Wir erleben oftmals eine gewisse Hilflosigkeit , wenn ein Mitmensch jemanden den er geliebt hat ,verloren hat und wir ihn Troesten moechten.Oftmals ist es so dass wir zoegern jemandem zu Antworten , weil wir genau wissen, dass Worte allein nicht immer hilfreich sind.Mir ging es gerade eben noch so ,
hier auf dem Forum hat Schnute geschrieben dass sie ihre Mutter vor 3 Wochen verloren hat, sie ist sehr traurig darueber,ihre Mitteilung wurde zwar gelesen aber , es wurde nicht darauf eingegangen.Viele hier glauben fest an ein Leben nach dem Tod, aber dennoch haelt sie die Scheu davon ab zu antworten.Ich habe auch gezoegert, aus derselben Scheu heraus und dem Wissen dass ich ihr den Schmerz nicht nehmen kann ,bevor ich dann doch geantwortet hab.Ob meine Worte wirklich hilfreich sind weiss ich nicht, aber vielleicht hilft es ihr dennoch auf eine Art, wenn wir mit ihr reden .

Lieben Gruss
Ellen
In der Schlacht bei den Themophylen starben die spartanischen Hopliten bis zum letzten Mann aus purer Überzeugung. Auch die Samurai und viele Soldaten der Wehrmacht in beiden Weltkriegen fielen auf den Schlachtfeldern mit grimmiger Überzeugung. Die Wikinger-Berserker fürchteten den Tod auch nicht. Wenn wir weiterleben, dann kann uns nach dem Tod nicht passieren. Wenn wir sterben und dann nur noch totes Fleisch ohne Geist sind, kann uns alles weitere auch egal sein. Früher starben die Leute mit 30 und 40, von zehn Kindern starben 5 in jungen Jahren. Die Pest tötete im Mittelalter jeden dritten Menschen in Europa. Der Tod war immer allgegenwärtig. Nur heute versucht man ihn als Igitt-Thema so weit wie möglich weg zu schieben.
Meine Mutter starb vor 3 Tagen. Sie verwest jetzt, wird zerfallen in einem dunklen Sarg. So wie ich und wie du.
Wenn sie eine Seele hat, dann kann die Seele über diesen Verwesungsvorgang lächeln, denn die Hülle
ist nicht mehr wichtig. Wie auch immer. Dem (körperlichen, aber hoffentlich nicht endgültigen Tod) ist noch keiner entkommen.
@Flavius: Dass Deine Mutter gestorben ist, tut mir Leid. Ich finde es aber toll, wenn man so ruhig damit umgehen kann. Dass man, auch wenn man jemanden geliebt hat, seinen Tod ruhig ertragen kann, weil man weiß, dass er in einer besseren Welt ist.
Ich finde, dass das Schwieirgste für jeden von und im Grunde dieser instinktive Lebenswille ist. Natürlich ist es gut zu leben, und man sollte dies Leben nicht absichtlich beenden. Ich denke oft darüber nach, wie ich wohl handeln würde, wenn ich in Lebensgefahr wäre und trotzdem mutig und nicht in Panik handeln müsste.
Ich habe eigentlich keine so große Angst vor dem, was nach dem Sterben kommt, denn ich glaube fest an ein Leben nach dem Tod. Und ich hoffe, dass es für alle eine bessere Welt ist.
Aber ich weiß, dass ich im Ernstfall doch eine instiktive große Furcht hätte vor Schmerzen und vor dem Ende dieses hiesigen Lebens. Und das macht mir Sorgen, denn ich möchte auf keinen Fall im Sterben auch noch besondrs unwürdig erscheinen .
Es ist alles schwieirg.
Forum -> Leben nach dem Tod

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