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Tabuthema Tod - warum eigentlich?












Es ist ein Tabuthema weil sich kein Mensch ernsthaft damit auseinandersetzt!! So simple ist das!
Als "Tabuthema" würde ich den Tod nicht ansehen. Eher ist das Thema Tod ein gesellschaftliches Problem. Derzeit herrscht immernoch eine Art "Jugendwahn" mindestens in den reicheren Ländern der Erde. Äusserliche Schönheit ist das non-plus-ultra, 70-jährige lassen sich verjüngen um wie 30 auszusehen und die Werbung verspricht "ewiges Wohlbefinden"... An den Tod denkt niemand, zum einen weil unbestritten die Lebenserwartung steil angestiegen ist, zum anderen weil wir tagtäglich mit sovielen Todesnachrichten in den Medien weltweit konfrontiert werden, dass wir dagegen abstumpfen. Die Todesflut in Asien ist auch schon wieder aus den Köpfen `raus....
Alle Religionen lehren, das der Tod ein Übergang in ein anderes Leben ist. In einer vorwiegend materialistisch eingestellten Welt ist die kommende Realität, das Leben nach dem Tod, wissenschaftlich nicht beweisbar - tja, und deswegen beschäftigen sich die meisten Menschen nicht damit.
Die Beschäftigung mit dem Tod schafft natürlich auch ein spirituelles Problem: Wenn ich in den heiligen Schriften lese, das die kommende Welt um ein Vielfaches friedvoller ist, als die materielle Welt, dann könnte bei mir auch die Sehnsucht aufkommen, mich möglichst schnell dahin zu begeben....."up up and away" in etwa... Es fällt schwer, die Lektionen des materiellen Lebens zu lernen, da man sich nicht vorstellen kann, was diese Lektionen einem in der geistigen Welt nutzen.
Man sollte es halten wie der Prediger im Alten Testament: "Alles ist eitel - aber lebe Dein Leben in Frieden, Freundschaft und Gottvertrauen. Lass` Dich nicht aus der Ruhe bringen, geniesse ohne Exzess, sei allen wenigstens eine Hilfe wenn schon nicht ein Freund und freue Dich auf Deinen Tod, der nach Gottes Ratschluss erfolgt".


Nachtrag: Mein Grabstein liegt schon im Vorgarten eines Freundes -der benutzt ihn gerade als Picknick-Tischplatte...- Darauf soll dann mal stehen:
"Ich will Gesang, will Spiel und Tanz, ich will das man sich wie toll vergnügt - wenn man mich unter`n Acker pflügt"
Lieber Thomas,

es soll eine Gegend in Spanien geben, wo ein Fest ganz in deinem Sinne begangen wird, wenn jemand diese Welt verlassen hat. Man feiert, weil sie/er die Härte und Unwirtlichkeit des Erdenlebens, - so empfindet man dort -, hinter sich gelassen hat, es jetzt besser hat, keinen Hunger leidet, der Wärme und Kälte entflohen, dem Schmerz entronnen ist.

Da sich aber der Mensch scheinbar auch nach Trauer sehnt, weint man in dieser Gegend, schluchzt gemeinsam, wenn ein kleines Kind neu geboren wird, vor dem ja der lange Marsch durch das - wie man es dort sieht - , "Jammertal", noch gänzlich, bevorsteht.

Alles Liebe von Yojo
@Thomas
Das tragische Missverständnis in der heutigen Gesellschaft ist eigentlich das, dass die meisten Menschen glauben, es gebe keinerlei Beweise für ein Leben nach dem Tod, also sei das unmöglich - in wirklichkeit gibt es durchaus Beweise, zudem wirderspricht die Wissenschaft dem im Grunde auch nicht. Wer krampfhaft eine Weiterexistenz nach dem physischen Tod leugnen will, der wird auch genügend Argumente dafür finden (und wenn sie noch so an den Haaren herbeigezogen sind)
Und der Rest der westlichen Gesellschaft lebt, als gäbe es kein Morgen - ohne die Fakten wirklich zu kennen - dass die Wissenschaft ein Leben nach dem Tod nicht widerlegen kann, sosehr es manche versuchen...

Grüße
Lillian Lo

P.S.: Der Grabsteinspruch gefällt mir und die Metapher mit der Autobahn ist auch sehr treffend
Forum -> Leben nach dem Tod

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