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Es geht gar nicht um das Kopftuch, sondern um das Ausziehen der Muslima
Muslim-Markt, 15.2.2007 – Eigentlich darf inzwischen jeder so ziemlich alles an deutschen Schulen tragen, nur die Muslime nicht ihr Kopftuch. Während Muslimas sich versuchen damit zu arrangieren kommt die neue Forderung: Man will ihre Haare sehen!
Eigentlich sollte der gesunde Menschenverstand denken, dass es solch eine Rechtsfall in Deutschland gar nicht geben kann. Und doch gibt es ihn. Eine Muslima hat sich an einer Düsseldorfer Schule als Lehrerin damit abgefunden, dass es ihr verboten ist, ein Kopftuch im Unterricht zu tragen, und versteckt seitdem ihre Haare unter einer Baskenmütze und den Hals im Rollkragen! Jetzt will man ihr aber auch die Baskenmütze verbieten!
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Das Ansinnen der Schulleitung, die Baskenmütze verbieten zu wollen, hat nichts mit der verbotenen baskischen Terrororganisation ETA zu tun. Denn schließlich tragen auch viele Basken ohne separatistische Gesinnung jene Mütze, sowohl in Frankreich als auch in Spanien. Und die Bilder von Che Guevara in den einstmaligen Jugendzimmern derjenigen, die der Muslima heute die Baskenmütze verbieten wollen, waren auch mit Baskenmütze. Das Verbot wird damit begründet, dass die Baskenmütze eine "kopftuchähnliche Kopfbedeckung" sei.
Als der Muslim-Markt einstmals vor einigen Jahren einen Artikel zum Thema verfasst hatte, in dem auf das vermutlich bald bevorstehende Verbot des Sweatshirts mit Kapuze hingewiesen wurde, erreichten uns damals einige wütende Mails von fanatischen „Verteidigern“ der „westlichen Werte“, dass wir doch immer nur übertreiben würden, um die westliche Welt schlecht zu machen. So ein Verbot würde es selbstverständlich nie geben. Das Verbot beziehe sich nur auf das Kopftuch! Die Schreiber solcher Zeilen – so gute Absichten sie in ihrem Herzen getragen haben mögen und so sehr sie die „Verteidigung“ des Kopftuchverbots einzig und allein auf eine „ideologische“ Ebene beschränkt sehen mögen – kennen den wahren Charakter des Kampfes gegen des Islam und die Muslime nicht!
Völlig unabhängig davon, wie das Arbeitsgericht in diesem Fall eines Tages entscheiden mag, allein die Tatsache, dass es solch einen „Fall“ gibt, und allein die Tatsache, dass nicht die gesamte „freie“ Presse über jene Schulleitung und der dahinter stehenden Bezirksregierung herfällt, um die unterrückte Muslima zu verteidigen, zeigt in aller Deutlichkeit die Situation, in welche Muslime in der deutschen Gesellschaft geraten sind!
Nein, es geht nicht um das Kopftuch, sondern darum, dass man die Muslime im wahrsten Sinn des Wortes „entblößen“ will! Viele Bereiche der Gesellschaft haben sich zu einer öffentlichen Entblößungskultur entwickelt, und eine Frau, die das bewusst nicht mitmacht, aus Überzeugung nicht mitmacht und dagegen aufbegehrt, ist „gefährlich“ und muss zur Entblößung gezwungen werden! Ansonsten drohen ihr Sanktionen der freiheitlich-westlichen Werteordnung, die ja nur ihre Werte verteidigt, unter anderem den „Wert“ die Baskenmütze für eine Muslima zu verbieten, und morgen auch die Kapuze des Sweatshirts!
Als wir einstmals gefragt haben, wo denn die viele freiheitsliebenden Frauen seien, die ihrer in Not geratenen Kollegin zur Hilfe kommen und aus Solidarität ebenfalls mit Kopftuch zur Schule kommen, auch wenn sie keine Muslima sind, hieß es, dass man das „Symbol der Unterdrückung“ nicht unterstützen könne! Ist denn jetzt auch die Baskenmütze ein Symbol der Unterdrückung? Wo sind die freiheitsliebenden Lehrerinnen im Land, die zur Unterstützung der Muslima sich mit ihr solidarisieren und alle mit Baskenmützen zur Schule kommen? Wo sind die freiheitsliebenden Universitätslehrkräfte, die in einer medienwirksamen Aktion alle einen Tag lang mit Baskenmützen lehren, um sich mit der Muslima zu solidarisieren? Wo sind die Bundestags- oder Landtagsabgeordneten, die mit Baskenmütze in den jeweiligen Plenarsaal kommen, um damit vor den Kameras zu demonstrieren, dass auch im Kampf gegen den Islam und die Muslime der Rechtsstaat nicht jegliche Willkür walten lassen wird?
In den Medien heißt es, der Anwalt der Lehrerin fordere angeblich, dass ein Fachgutachter klären solle, ob eine französische Mütze denn als religiöses Symbol ausgelegt werden könne. Was für ein Hohn für die gesamte gesellschaftliche Situation! Jeder Mensch weiß doch, dass eine Baskenmütze nicht als religiöses Symbol gedeutet werden kann, und schon gar nicht als religiöses Symbol des Islam (selbst wenn einige „große Islamexperten“ sicherlich eine Beziehung zum islamischen Andalusien zurechtbiegen werden). Jeder weiß doch, dass es hier ausschließlich um eine Schikane gegen die Muslima geht, die ihre Haare nicht zeigen möchte, und jeder weiß, dass sie dazu gedemütigt werden soll, ihre Haare zu zeigen, als eine Art Unterwerfung in die „freiheitlich-westliche Grundordnung“. Diejenigen, die den Muslimas vorwerfen, sie würde sich Gott unterwerfen, verlangen von ihr, dass sie sich ihnen zu unterwerfen hat, indem sie endlich ihre so lange „versteckten“ Haare zeigt!
Das Gericht will nach Medienangaben am 1. Juni weiter verhandeln. Das Urteil würde wohl auch für andere muslimische Lehrerinnen in Nordrhein-Westfalen und im ganzen Bundesgebiet interessant sein: Denn viele muslimische Lehrerinnen tragen neuerdings Mützen unterschiedlichster Art statt Kopftücher. Aber so lange sie ihre Haare nicht zeigen, wird man sie nicht in Ruhe lassen!
Es führt kein Weg daran vorbei; auch wenn sich die großen finanzstarken Verbände der Muslime noch dagegen wehren, weil sie ihren Beitrag zur „Integration“ leisten wollen. Aber früher oder später MÜSSEN Muslime in diesem Land ihre eigenen Privatschulen betreiben, nicht nur um der Schüler willen, sondern auch um der Lehrerinnen willen! Sie sollten aber auch offen sein für Nichtmuslime und Nichtmuslimas, die nicht die Haare der Lehrerin sehen, sondern von ihr in einem bestimmten Fach unterrichtet werden wollen.
quelle: Muslim-Markt
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