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An Bobo:
da es seelisch ja kein „du musst“ und „du darfst nicht“ gibt, werde ich meine vorigen Beispiele korrigieren und erweitern (ich bin ein lernfähiges Individuum)
Korrektur und Erweiterung in Großbuchstaben.
Beispiel 1:
Ich stelle das nun rein und möchte dafür von andern für mein Wissen bewundert werden.
Im Jenseits bekomme ich dann meine eigene Schulterklopfmaschine.
Es wirkt das Bewundert-werden-wollen!
Ich werde mich solange wieder inkarnieren, DENN ICH WILL den Wunsch, bewundert zu werden, loslassen UM DADURCH DIE GLEICHWERTIGKEIT ALLEN LEBENS ZU ERFAHREN
Beispiel 2:
Ich tue etwas um belohnt zu werden.
Ich WERDE WIEDERKOMMEN WOLLEN um DEN WUNSCH NACH Belohnung LOSZULASSEN. DADURCH ERFAHRE ICH DAS GÖTTLICHE PRINZIP: DAS GEBEN, OHNE EINE GEGENLEISTUNG ZU ERWARTEN.
Beispiel 3:
Ich tue jemand etwas Böses.
Ich werde wiederkommen WOLLEN und dieses BÖSE selbst erfahren und dadurch meinen Irrtum zu erkennen. DENN ICH WILL ERKENNEN, DASS ICH LETZTLICH EINS MIT ALLEM BIN UND MIR DAS SOMIT SELBST ANGETAN HABE.
==> ich verweise noch mal auf die Unzulässigkeit des Umkehrschlusses oben
Gruß Martin
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Schönen Tag,
was passiert eurer meinung nach mit dem Karma eines buddhistischen heiligen wenn er nach dem ablegen seines Körpers in das Nirvana eingeht? Wird es dadurch ebenfalls vollständig aufgelöst? Da nach dem tode eines heiligen nicht mehr gewirkt wird, kann auch kein neues Karma erzeugt werden - das leuchtet mir ein. Wie verhält es sich aber mit dem alten Karma, dass muss doch noch weiter wirken? |
Hallo Ricc,
zuerst einmal spielt es keine Rolle ob du buddhistischer Heiliger, Christ, Hindu oder sonst was bist, Karma wirkt auf alle und macht keinen Halt vor unseren subjektiven Vorstellungen und Glaubensbekenntnissen.
Karma ist das Gesetz von Aktion und Reaktion. Wir können erst dann in die Transzendenz (in das Königreich Gottes) eingehen, wenn alle Reaktionen auf all unsere vergangenen fruchtbringenden Handlungen erloschen sind.
Die Frage ist vielmehr; wer erlöst uns von all unserem Karma?
All die fruchtbringenden Handlungen in Milliarden von Leben, da sammelt sich ganz schön was an ....
Shri Krishna erklärt am Ende der Bhagavad-Gita (BG 18.66)
sarva dharman parityajya mam ekam sharanam vraja
aham tvam sarva-papebhyo mokshayishyami ma shuca
"Gib alle Arten von Religion auf, und ergib dich einfach Mir. Ich werde dich von allen sündhaften Reaktionen befreien. Fürchte dich nicht."
In der Bhagavad-Gita erklärt Shri Krishna verschiedene Arten von Wissen, Pfaden und Religionen.
Wissen über das unpersönliche Brahman. Wissen über die Überseele (heiliger Geist). Wissen über Loslösung und Entsagung. Beherrschung der Sinne und des Geistes, Meditation usw.
Schlussendlich muss der ernsthafte Spiritualist erkennen, das er nicht aus eigener Kraft Befreiung erlangen kann.
Erst wenn er erkennt das er weder "Gott werden" kann, noch aufhören kann zu Handeln, sondern vielmehr befreit ist wenn er nach den Wünschen Gottes handelt, kommt er auf die Ebene wo ihn der Höchste Herr von all seinem Karma befreit.
Gruss
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Ich gebe Dir recht Jivatma,
ich möchte nur das folgende noch ins richtige Licht rücken (denn nicht jeder ist mit dieser Denkweise vertraut):
Wenn Krishna sagt: "Gib alle Arten von Religion auf, undergib dich einfach Mir . Ich werde dich von allen sündhaften Reaktionen befreien. Fürchte dich nicht."
bedeutet das nicht, wir sollten uns den Hare Krishnas anschließen. Kishna ist ein Avatar, eine Verkörperung des Göttlichen. Wenn Krishna wagt „ergib dich einfach Mir“ dann bedeutet das nicht exklusiv Krishna, sondern einer beliebigen Ausdrucksform des Göttlichen.
Vor allem aber des Göttlichen, das in uns wohnt.
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| Zitat: |
Wenn Krishna sagt: "Gib alle Arten von Religion auf, undergib dich einfach Mir . Ich werde dich von allen sündhaften Reaktionen befreien. Fürchte dich nicht."
bedeutet das nicht, wir sollten uns den Hare Krishnas anschließen. Kishna ist ein Avatar, eine Verkörperung des Göttlichen. Wenn Krishna wagt „ergib dich einfach Mir“ dann bedeutet das nicht exklusiv Krishna, sondern einer beliebigen Ausdrucksform des Göttlichen.
Vor allem aber des Göttlichen, das in uns wohnt. |
Hallo Maritn,
ja da scheiden sich die Geister ...
du vertrittst die Mayavada-Philosophie die besagt das Gott unpersönlich ist und als Avatara in materielle Erscheinung tritt und wir schlussendlich alle unpersönlich und Gott sind.
Die Aussage der Veden ist jedoch Theistisch; Gott hat eine ewige transzendentale Persönlichkeit und besitzt gleichzeitig viele transzendentale Formen (advaitam acyutam anadim ananta-rupam; Brahmasamhita 5.33) und die höchste Form Gottes ist Shri Krishna (ishvarah paramah krsnah; Brahmasamhita 5.1).
Wenn der Herr in der materiellen Welt erscheint (Avatara), erscheint er in seiner ursprünglichen transzendentalen Form, die niemals unter den Gesetzen der materiellen Natur steht das sie ja deren Ursprung ist.
"Toren verspotten Mich, wenn ich in der menschlichen Gestalt herabsteige. Sie wissen nicht, dass Ich, als der Höchste Herr über alles Existierende, von transzendentalem Wesen bin." (BG 9.11)
Aber da würden wir wohl ein wenig vom Thema abkommen ...
Die Krankheit der bedingten Seele in der zeitweilig, materiellen Welt ist es, sich unter keinen Umstäden dem Ursprünglichen Schöpfer und Beherrscher aller Existenz ergeben zu wollen. Aus diesem Grund bleibt sie Leben für Leben gefangen im Kreislauf von Geburt und Tod, Samsara.
Tatsache jedoch ist, erst wenn wir alle selbstischen Bestrebungen aufgeben und eine persönliche Beziehung zum Höchsten Herrn wieder aufnehmen, werden wir von all unserem Karma befreit. Selbstbefreiung ist nur eine illusorische Vorstellung der bedingten Seele die gerne selber Gott wäre. (aus diesem Grund ist sie in die materielle Existenz "gefallen")
Was jedoch richtitg ist, ist das wir göttlich (individuell, persönlich, transzendental) sind und rein gar nichts mit dem zeitweiligen materiellen Körper zu tun haben. Weder sind wir Materie noch sind wir ein Produkt von Materie (BG 2.20).
Die Ursache für Karma ist die Befriedigung der materiellen Sinne. Es gibt viele Ursachen für die Befriedigung der Sinne, und sie können grundsätzlich in materiellen Genuss, mystische Kräfteund Befreiung unterteilt werden.
Diejenigen die am Genuss der Sinne Freude finden und diejenigen, die materielle, körperliche Wohlfatsarbeit verrichten, werden Karmis genannt. Ein Karmi ist jemand der Karma erzeugt und dadurch mit der materiellen Welt verstrickt wird.
Dann gibt es die Yogis, sie streben nach Macht über die materielle Natur, Macht über andere Menschen. Sie nehmen viel Entsagung auf sich um dieses Ziel zu erreichen. Aber auch der Yogi verstrickt sich durch sein selbstisches Motiv mit der Materiellen Existenz.
Dann gibt es den Gijani, er möchte Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod erlangen, in dem er mit dem unpersönlichen Brahman eins wird. Auch hier gibt es das Bestreben die eigene Existenz zu verbessern (selbstisches Motiv). Hierzu erklärt das Shrimad-Bhagavatam, das jemand der in das unpersönliche Brahmajioti eingeht wieder in die materielle Existenz zurückfällt, da er im formlosen Brahman gezwungen ist untätig zu sein. Was dem ursprünglichen Wesen der individuellen, transzedentalen Seele jedoch widerspricht (Individuum=Persönlichkeit=Handeln).
Erst durch das Handeln auf der transzendentalen Ebene (akarma), welches dem ursprünglichen Wesen unseres waren, ewigen Selbgst entspricht, wird unser verunreinigtes Bewusstsein gereinigt. Gott ist immer Gott und wir die Lebewesen sind dem Herrn ewig untergeordnet. Erst wenn das bedingte Lebewesen nach den Wünschen und Anweisungen des höchsten Lebewesens handelt, wird es vollkommen frei.
Erst wenn der kranke Patient sich genau an die Anweisungen des Arztes hält und das vorgeschriebene Medikament nach Rezept des Arztes einnimmt, ist er auf dem Weg der Heilung.
All die selbstersonnenen Rezepturen des Kranken werden den Kranken nie heilen ...
Gruss
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Hallo Euch,
ich habe einige Fragen bezüglich des Karmas.
Wie sieht der Unterschied zwischen den buddhistischen und hinduistischen Karma-Vorstellungen aus?
Wenn man "Karma" im Sinne eines "selbsterworbenen Schicksals" versteht, dann muß man in der Konsequenz jedes Leiden, jede Behinderung usw. als selbstverschuldet betrachten. Da könnte es z. B. in der Frage des Holocaust sicher problematisch werden, wenn man die Opfer praktisch auch als Täter sieht.
Auch könnte man zu der Einsicht kommen, daß es keinen Sinn hat, einen Mitmenschen von seinem Leiden zu befreien, sondern daß man sagt: Das ist sein Karma, das muß sich verwirklichen. Wenn ich ihm jetzt helfe, muß er in der nächsten Inkarnation wieder so leiden, um es doch abzuarbeiten. Also helfe ich ihm nicht. Würde ich ihm helfen, würde ich ja gleichzeitig in den Ablauf des Kamas eingreifen, wozu ich nicht befugt bin.
Spricht nicht aus diesen hier in diesem Thread vorgestellten Vorstellungen auch der Gedanke einer Weltflucht oder Weltablehnung heraus? Anders gesagt: Unsere Triebe, Instinkte, Wünsche sind die Ursachen des Karmas. Aber sie sind uns angeboren und natürlich, sind von den Göttern, die uns geschaffen haben, gegeben worden. Deswegen können sie doch nicht "schlecht" sein, sondern müssen doch eher als "gut", weil göttergewollt, gelten. Sich von all diesen natürlichen Bedürfnissen freizumachen bedeutet doch, das Natürliche des eigenen Wesens abzulehnen, ja die von den Göttern geschaffene Natur selbt abzulehnen. Im Einklang mit der Natur, der Schöpfung zu leben geht doch nicht, wenn man gleichzeitig gegen seine eigenen natürlichen Bedürfnisse ankämpft.
Das Christentum erklärt dies dadurch, daß eben die materielle Welt als Wirkungsstätte des Satans angesehen wird, und der Gläubige sich vom Satan weg zu Gott entwickeln soll. Gott ist im Himmel, nicht auf der Erde. Im Buddhismus und Hinduismus aber gibt es diese Satansvorstellung nicht, die Welt kann daher nicht per se als "böse" oder als zu überwinden angesehen werden. Warum aber versuchen viele es dennoch?
Wie erklären das der Buddhismus und der Hinduismus?
Lichtgruß,
Geza
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