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Kanaanäische frau












Shalom Fatih und Muslim22

Also nun zu den Fragen.

Zitat:
Was mich aber doch interessieren würde: Was ist eigentlich mit dieser kanaanäischen Frau? Wieso sagt Jesus: "Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel" ? Und vor allem: Wieso gesandt? Versendet Gott sich selbst?

Also geht es um die Gottessohnschaft?
Ich halte mich da lieber nicht an irgendwelche Dogmen oder Theorien, sondern vielmehr an das, was die Bibel sagt. Sie sagt, dass Jesus kein Mensch ist, sondern eine Offenbarungsform Gottes, also nicht Gott selber. Aber da eine Offenbarungsform Gottes gleichzeitig eine Verkörperung Gottes ist, da Gott durch Jesus handelt und redet, sagen viele einfach, dass er der Sohn Gottes ist und damit Gott selber. Er selbst sagte das mit der Gottessohnschaft auch mehrmals in der Bibel.
Zitat:
Johannes 5, 19 - 23
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selber tun, sondern was er sieht den Vater tun; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. 20 Der Vater aber hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, daß ihr euch verwundern werdet. 21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, also auch der Sohn macht lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet niemand; sondern alles Gericht hat er dem Sohn gegeben, 23 auf daß sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

Genauso ist es mit dem Heiligen Geist. Er ist ebenfalls eine Offenbarungsform Gottes. Er hilft den Gläubigen die Wahrheit zu erkennen und leitet sie auch.


Zitat:
Wie sieht es mit dem frieden im christentum aus?

Zum Thema Frieden und Christentum findet man besonders in Matthäus 5 und 6 die zentralen Aussagen wieder, aber da du ja nicht an Bibelzitaten interessiert bist, erspare ich uns das mal.

Im Fundament des Christentums ist die Offenbarungsform Gottes, Jesus und dieser stellte in besonderen Maße die Nächstenliebe in den Vordergrund. Aber nicht irgendeine Nächstenliebe, sondern die absolute Nächstenliebe. Man soll jeden, wirklich jeden so lieben, wie man sich lieben würde. So gesehen gibt es nicht nur Frieden, sondern der Frieden geht noch weiter in die absolute Nächstenliebe. Man soll sogar seine Feinde lieben, also die, die einen hassen.
Das ist natürlich nicht einfach und auch Jesus sagt, dass der Mensch zwangsweise sündigt, jedoch muss er das innerste Bestreben haben, dies zu tun. Deswegen die ständige Vergebung der Sünden, nicht wegen der Erbsünde oder anderen Sachen, sondern allein deswegen, weil der Mensch zwangsweise ein Sünder ist.
Jesus zu folgen heisst sich der Welt zu entsagen, also den weltlichen Gelüsten, wie z.B. Macht, Geld und Egoismus. Konsequenterweise heisst das auch Entsagung der Politik, es kann also keinen Gottesstaat nach dem Christentum geben, da die Welt schlecht ist und Gottes Reich im Himmel. Erst nach der Apokalypse gibt es die Welt nach Gott. Ich finde diese Entsagung der politischen Macht sollte den Frieden ungemein fördern, denn Machtverlust und Machtgewinn, waren schon immer Kriegsgründe. Dass das natürlich nicht alle sogenannten Christen tun sieht man, aber mit den Lehren Jesu ist das nicht konform. Christliche Sekten, die einen Gottesstaat wollen halten sich bewusst an das AT, da sie dort immernoch Legitmitationen finden.

Man sieht also, dass ein Christentum ohne Frieden, kein Christentum wäre. Das beste Zeichen für den Frieden im Christentum ist Jesus Christus selber. Nie wendete er Gewalt an, nie griff er einen Menschen an. Er wehrte sich nicht einmal bei seiner Kreuzigung. Er hätte genauso gut das Angebot der jüdischen Freiheitskämpfer annehmen können und als Sprachrohr dieser Leute dienen können, die Israel gewaltsam von den Römern befreien wollten. Aber er tat es nicht, weil Gewalt und Krieg gegen Gottes Gebote sprechen.


Ich hoffe ich konnte die Fragen beantworten.

MfG Renascor
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum I


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