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Religiöse Etikette












Salam Fatih, so sei es!

Läßt man die Religiösen Etikette weg, dann reduziert sich die Abrechnung mit uns selbst auf unser Mensch sein. Sozusagen auf eine Menschlichkeit die jedem Menschen innewohnt.
So finde ich einige Deiner Punkte sehr interessant.

Z.B.:
Zitat:
2. Wie habe ich mich den Menschen gegenüber verhalten, die mir nahe stehen? Meinen Eltern, meinem Ehepartner und meinen Kindern gegenüber? Wann habe ich meiner Frau das letzte Mal Blumen gebracht und ihr gesagt, wie sehr ich sie liebe? Habe ich meine Verwandten vernachlässigt?


Brauche ich dazu ein Verständnis von Religion oder ein Wissen von GOTT/ALLAH?

Zitat:
3. Wie habe ich mich den Menschen gegenüber verhalten, mit denen ich Kontakt hatte? Bei der Arbeit,( in der Moschee,) in der Nachbarschaft oder auf der Strasse? Wie verhalte ich mich bei Gesprächen? Habe ich Streit gesät zwischen den Menschen oder Gerede verbreitet? Habe ich gelogen? Wie ist mein Auftreten? Bin ich zeitweise überheblich, hochmütig oder gar arrogant?

4. Vernachlässige ich meinen Körper? Esse ich gesund und (halal)? Treibe ich Sport? Wie ist meine äussere Erscheinung? Bin ich für meinen Ehepartner immer noch attraktiv?

5. Wie verdiene ich meinen Lebensunterhalt? Wie gebe ich mein Geld aus?


Brauche ich dazu ein Verständnis von Religion oder ein Wissen von GOTT/ALLAH, um dies in mir zu hinterfragen?
Sollte dies auch nicht Glaubensunabhängig sein. Sozusagen als Verantwortung gegen über meiner Gesundheit und meinem Leben und der Gesellschaft in der ich lebe!

Zitat:
9. Wenn ich jetzt sterben würde, was hätte ich zu vergegenwärtigen? Bin ich bereit zu sterben oder gibt es noch Verfehlungen, die ich wieder gut machen muss, oder ausgeliehene Sachen, die ich schon lange zurückgeben sollte?


Ist oder sollte dies nicht auch eine Religiös unabhängige Sache für einen aufrichtigen Menschen sein! In der Letzten Konsequenz ist Dein Glaube und mein Glaube nur die Hoffnung eines Sinns.
Unsere Zuversicht im Glauben ist aber unser Fanatismus!

Zitat:
Nachdem man sich diese Fragen beantwortet hat, kann man sich auch noch Gedanken machen über die guten Taten, die man verrichtet hat. Dabei sollte man sich nicht zu sehr auf den eigenen Lorbeeren ausruhen, sondern sich fragen, ob man vielleicht einige dieser Taten nicht um Allahs Lohn sondern für das Ansehen unter den Menschen gemacht hat.


Sehr gut! Für das was man tut, und vor allen dingen für gute dinge, braucht man keinen Gott/Allah oder sollte IHN nicht brauchen!

Zitat:
In seiner Gnade und seiner Güte hat uns Allah Wege aufgezeigt, wie wir die Vergebung unserer Sünden erlangen können. So hat Prophet Muhammad, Allah segne ihn und spende ihm Heil, gesagt:

"Jeder Mensch, der eine Sünde begeht, sich danach reinigt durch Wudu, zwei Rak'a betet und Allah ta'ala um Vergebung bittet, dem werden seine Sünden verziehen."


Ist das nicht zu einfach für ein gutes eigenes Gewissen? Ich verstehe den Sinn! Aber sollte nicht besser eine Sünde gegen 10 ja 100 gute Taten aufgewogen werden. Die Vergebung kann doch nur die Erkenntnis sein, die es einem erst ermöglicht, die Sünde in guten Realen Taten wieder gut zu machen!

Ich nehme mir heraus Deinen folgenden Text/Abschnitt ein wenig umzuformulieren. Meine Absicht ist es nicht, Deine Aussage zu widerlegen, denn sie ist aus Deiner Sicht richtig. Ich möchte lediglich die Perspektive erweitern.

Durch die Abrechnung mit uns selbst, durch das Erkennen unserer Verfehlungen, durch die Bitte um Vergebung durch unser Gewissen, und durch die Korrektur unserer Unzulänglichkeiten können wir unsere Menschlichkeit stärken. Daraus folgt, dass wir unser humanes Handeln aus tiefer Überzeugung ausführen. Die Stärkung unserer Menschlichkeit wird sich nicht auf das Jenseits auswirken sondern ganz direkt auf unser diesseitiges Leben. Es wird uns leichter fallen, in einer Welt zu leben, in der nur Leistung und die Anhäufung materieller Güter zählen. In der Letzten Konsequenz, wird sich der Aufrichtige, Ehrliche und gute Mensch durchsetzen und diese, seine Welt in der Gemeinschaft der Gleichgesinnten, in eine bessere Welt verwandeln.
Ich habe versucht die Abrechnung mit uns selbst, aus dem Religionsbeton zu befreien.
Denn die Abrechnung mit uns selbst, ist Glaubens und Religionsunabhängik.( Insha'Allah)

Wir brauchen keine Menschen zu bekehren! Das SEIN allein ist und bestimmt den Lauf der dinge!

ISA
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum I


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