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| weiß ein mensch von geburt an, dass er einmal sterben wird?? |
Nein, die Veden erklären das der Mensch in Unwissenheit geboren wird.
Es gibt dazu einen schönen Mantra:
om agiana-timirandhasya giananjana-shalakaya
dshakshur unmilitam yena tasmai shri-gurave namaha
"Ich wurde in finsterer Unwissenheit geboren, und mein spiritueller Meister öffnete mir die Augen mit der Fackel des Wissens. Ich erweise ihm meine achtungsvollen Ehrerbietungen."
Ein Mensch der sich zeit seines irdischen Lebens nicht um das Problem TOD kümmert und in den Tag hinein lebt wird im Sanskrit atma-hanaha genannt - Mörder der Seele.
Ob man nun weiss das man sterben muss oder nicht, kommt aufs gleiche raus, entscheidend ist, ob man was dagegen unternimmt. Das bedeutet "Mensch sein".
Ein Mensch der weiss das er sterben muss und es gleichzeitig ignoriert (und akzeptiert) muss sich die Frage gefallen lassen, wieso er denn überhaupt einen menschlichen Körper bekommen hat.
Die Veden geben das Beispiel mit der Ziege. Eine Ziege wird zum Schlachter geführt und sieht zu, wie vor ihren Augen eine andere Ziege geschlachtet wird. Der Trick des Schlachters - er hält der wartenden Ziege ein Büschel frisches Gras hin. So ist die "dumme" Ziege beschäftigt das Gras zu geniessen und vergisst, das sie als nächstes dran ist.
Wie sieht diese Illusion aus?
Wenn jemand geboren wird sind alle happy und freuen sich ...
Aber Tatsache ist, mit Geburt ist untrennbar Alter, Krankheit und Tod geboren. Geburt bedeutet TOD. Was gibt es daran also Erfreuliches?
In der Bhagavad-Gita benutzt Shri Krishna im Vers (2.51) die Worte janma-bandha, "die Fessel der Geburt"
"Indem sich die grossen Weisen und Gottgeweihten so im hingebungsvollen Dienst des Herrn betätigen, befreien sie sich von den Ergebnissen ihrer Tätigkeiten in der materiellen Welt. Auf diese Weise werden sie vom Kreislauf von Geburt und Tod frei und erreichen den Ort jenseits aller Leiden (in dem sie zurück zu Gott gehen)." (BG 2.51)
Die Menschliche Gesellschaft wie sie in den Veden beschrieben wird, kümmert sich um dharma (Religion), artha (wirtschaftliche Entwicklung), kama (Sinnenbefriedigung) und moksha (Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod).
Die heutige technokratische Gesellschaft kümmert sich lediglich um artha und kama, hat Dharma "über Bord geworfen" und vergisst moksha.
Eine solche Gesellschaft ruiniert sich innert kürzester Zeit selbst, da für sie keine Notwendigkeit besteht.
Gruss
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