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Man bringt diese Verschiedenheit der Lesarten vielfach in Verbindung mit der Überlieferung, Gabriel habe dem Propheten jedes Jahr (oder jeden Monat Ramadan) den Qoran (d. h., wenn die Tradition überhaupt einen Sinn haben soll, die bis dahin geoffenbarten Teile des Qorans) wieder vorgelesen; wenn er dann etwas ausgelassen oder zugesetzt, hätten die Genossen es sich ins Gedächtnis eingeprägt und so seien die verschiedenen Formen entstanden.
Wenn man aber behauptet, Muhammed habe seinen Genossen verboten, über die Vorzüge der verschiedenen Lesarten zu streiten , so ist das deutlich die Erfindung eines Mannes, der von dem Streite über die Verschiedenheit der Lesarten Gefahr für den Glauben fürchtete. Es ist ja ein durchgehender Zug des größtenteils unechten Hadith, spätere Lehren dem Propheten selbst in den Mund zu legen. |