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| Wie schaut das Leben nach dem Tod aus? |
Ganz einfach, so wie du in diesem Leben lebst.
Der Tod ist eine "aufregende" Angelegenheit.
Für den stumpfen Materialisten ist er der grösste Horror - aus diesem Grund versucht er in zu vergessen ("der Tod kommt ja früh genug").
Der ernsthafte Spiritualist bereitet sich zu Lebzeiten darauf vor.
In den Upanishaden wird der Moment des Todes sehr lebhaft beschrieben.
Im Moment des Todes ziehen sich die Sinne zurück. Das heisst die Sinneswahrnehmung wird immer schwächer. Man hört, sieht, fühlt, riecht, schmeckt etc. immer schlechter. Am Schluss existiert keine Sinneswahrnehmung mehr. Um uns ist alles dunkel, ohne Klang, ohne Geruch, ohne Gefühl etc.
Der Körper besitzt so genannte Nadis, Energiebahnen die sich im Körper befinden und entweder nach unten (Richtung Füße), in den Brustbereich, oder nach oben (bis hinauf zum höchsten Punkt an der Schädeldecke) führen. Die Enden dieser Bahnen befinden sich auf der Hautoberfläche (wir kennen diese Stellen aus der Akupunktur).
In den Upanishaden wird erklärt das zu diesem Zeitpunkt wo um uns herum alles dunkel ist und alles verstummt, ein Nadi erleuchtet wird.
Das Lebewesen strebt zu diesem Zeitpunkt sofort auf diesen Nadieendpunkt zu der da erleuchtet wird. (der Ausgang der unserem Karma entspricht)
So verlässt die Seele entweder den Körper durch einen unteren, mittleren oder oberen Nadiausgang den Körper.
Die Upanishaden erklären, dass das Licht das die Seele zu diesem Zeitpunkt sieht, der Paramatma ist (die Persönlichkeit Gottes in Seinem lokalisierten Aspekt, der das Lebewesen durch alle Existenzen in der Materiellen Welt begleitet als der Beobachter und Erlaubnisgeber seiner Handlungen. Der Paramatma führt das "gestorbene Lebewesen" entsprechend der Ergebnisse des vergangenen Lebens zum nächsten Körper).
So folgt das verzweifelte Lebewesen dem Licht und verläst den Körper.
In der Shri Ishopanishad heisst es:
"O mein Herr, o Urerster Philosoph, Erhalter des Universums, o Regelndes Prinzip, Ziel der reinen Gottgeweihten und Wohlmeinender Freund der Vorfahren der Menschheit, bitte entferne den Glanz Deiner transzendentalen Strahlen, so dass ich Deine Gestalt der Glückseligkeit schauen kann. Du bist der Ewige Höchste Persönliche Gott, der Sonne gleich, wie ich."
So wie die Sonne und ihre Strahlen die gleichen Eigenschaften haben und doch nicht gleich sind, so unterscheidet sich das transzendentale Lebewesen von der Persönlichkeit Gottes.
Der weit fortgeschrittene Spiritualist, der Liebe zu Gott entwickelt hat, sieht zu diesem Zeitpunkt "hinter" dieses gleissende Licht, da er zeit seines irdischen Lebens, seine persönliche Beziehung zum Herrn wieder erweckt hat.
Dieser Vorgang, das wieder beleben der persönlichen Beziehung die jedes individuelle Lebewesen mit Gott, der Höchsten Persönlichkeit hat, wird Bhakti-yoga genannt.
Shri Krishna erklärt in der Bhagavad-Gita (18.55):
"Nur durch hingebungsvollen Dienst (Bhakti-yoga), kann man Mich so, wie Ich bin, als die Höchste Persönlichkeit Gottes, erkennen. Und wenn man sich durch solche Hingabe vollkommen über Mich bewusst ist, kann man in das Königreich Gottes eingehen."
Die Schlussfolgerung ist also, dass das unsterbliche Lebewesen solange im materiellen Kreislauf von Geburt und Tod verbleibt, bis es wieder seine persönliche Beziehung zum Höchsten Herrn wiedererweckt hat.
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