Wahre Liebe


Liebe bringen in erster Linie die Menschen mit einer Partnerschaft in Verbindung oder mit der Liebe mit der sie ihren Kindern begegnen, andere lieben ihr Hobby usw. Wieso aber wird aus der Liebe eine Definitionssache gemacht?

Mit der Liebe ist soviel mehr noch verbunden... Die Menschen übersehen so viel, sprechen Wirkungen anderen, fremden Ursachen zu.
Erzähl einem Menschen, das er selbst geerntetes aus dem Garten essen soll und er fragt Dich"was hat das mit Liebe zu tun?". Sag ihm, er soll sparsam mit Strom umgehen und er wird Dich wieder fragen "was soll das mit Liebe zu tun haben?" Die Erklärungen sind so allumfassend - gar nicht realisierbar für ihn, wo er doch in seiner Welt alles auf dem Silbertablett in den schönsten Farben serviert bekommt. Weise ihn darauf hin, das er auch Schwerverbrecher lieben soll und er wird Dich verurteilen - so haben sich die selbst auferlegten Gesetze in den Vorstellungen der Menschheit manifestiert, das nicht mehr alles von ihnen akzeptiert wird. Sie können von ihrem getrickten Wohlstand nicht loslassen...
Es heisst geben, nicht nur nehmen - was haben wir denn schon der Natur zu bieten? Was geben wir IHR? Wo wir doch alles, wie selbstverständlich, von ihr genommen haben...
Diese Fragen machen mich unendlich traurig, aber auch sehr wütend in Anbetracht der Antworten. Innerlich sieht's dann so bei mir aus:
"wieso, wieso, wieso? Nein, nein - DAS DARF NICHT SEIN. Wacht doch endlich auf!!" Es zerreist mich innerlich.

Ich selbst, lebe in einem Dorf. Da ist es sicherlich leichter sich vom eigenen Gemüsegarten zu nähren, aber eine Stadt sollte einen doch nicht daran hindern Danke zu sagen. Vor 9 Jahren habe ich selbst in der Stadt gelebt, mich unwohl gefühlt. Es hat mir selbst nichts gebracht, in den Stadtpark zu gehen um die Schönheit, Reinheit und Vollkommenheit der Natur zu geniessen - bei mir stellte sich so etwas ein, was man das "schlechte Gewissen" nennt. Es war für mich unvereinbar.
Ein paar Wochen auf dem Land stellte sich allmählig Besserung ein. Ich konnte Blumen und auch Bäume pflanzen. Sie hegen und pflegen und der Natur eine, wenn auch kleine, Gegenleistung geben für das was ich ihr Jahzehntelang ohne ein einziges Danke genommen habe. Man mag mich vielleicht für verrückt erklären, aber ich kann nicht anders. Gerade wenn ich sehe wie sie mir das durch die Blütenpracht wieder dankend zurück gibt. Daraus wurde in den letzten 5 Jahren reinster Fanatismus; ich suchte in der Natur wachsende Pflanzenarten die es nur noch wenige gibt. Nahm sie mit und vermehrte sie. Sind genügend beieinander, bringe ich sie zurück in ihre Heimat und besuche noch jede einzelne von ihnen - jedes Jahr auf's neue, um zu schauen ob es ihnen noch gut geht. Es schmeichelt meiner Seele zu sehen wie mir die Natur dafür dankt.
Letztes Jahr kam ich dahinter (auf Grund des von mir bereits erwähnten Stromausfalles in der Plauderecke), das ich Strom nur notwendiger Weise benötige. Ich brauche ihn nicht um die Wohnung zu wärmen; das tut der Kamin auch (sparen und die Umwelt etwas schonen tut man so auch noch). Ich brauche ihn auch nicht um Wasser zu erwärmen, denn das macht ebenfalls der Kamin. Wenn ich duschen gehe oder Wäsche wasche, dann benötige ich ihn (obwohl ich das auch abschaffen könnte). Licht spenden mir, sehr oft die Kerzen - zu dem vermitteln sie mir auch noch Romantik, also Wärme für's Herz. Als einziges würde ich den Kühlschrank als notwendig ansehen; was aber auch wieder Ansichtsache ist. Durch frische Ernte und Schlachtgut, welches man nur so viel hat wie man gerade benötigt, könnte man ihn auch ganz schnell als unnütz ausschalten.
Tja,... bliebe nur noch das Internet. Das möchte ich unter keinen Umständen mehr missen. Finde ich doch hier auf eine Vielfalt von Menschen die ich ohne Netzanschluss niemals auf einem Fleck hätte. Ich vergleiche es gern mit dem 'Turmbau zu Babel':
Eine unzählige Anzahl von Menschen, verschiedenster Sprachen und Herkunft, doch arbeiten sie alle unter einem Dach - an einem Bau und können sich verständigen...

An dieser Stelle könnte ich jetzt noch weiter ausholen und auf die Kommunikation unter den Menschen eingehen; wie soll ich einem Menschen gegenübertreten und wie soll ich ihn behandeln - aber ich überlasse dies gern jemand anderem, der schon länger damit Erfahrung hat...


liebste Grüsse
Gaby
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Lieben Gruss
Gaby
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Zitat:
jw MAa.t xai.tw r-HA.t =k
mAa.t r-Hna =k
Wie man einem Menschen gegenübertreten soll ist ziemlich einfach:

"Sei zuvorkommend, höflich, nett, hilfsbereit und interessiert. Höre ihm zu. Egal was er dir erzählt, das wichtigste im Small Talk/Dialog ist das zuhören und verstehen. Gib ihm das Gefühl ihm das gesagt zu haben was er hören will, ohne auf deine Meinung zu verzichten oder heuchlerisch zu sein. Aber vor allem Dingen sei liebevoll. Denn so wie du behandelt werden willst so behandle auch deinen Nächsten." -wie man in den Wald hineinruft so hallt es zurück.

Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, im Umgang mit aufbrausenden, energischen Menschen das, wenn ich immer höflich bleibe, es dem Gegenüber schwer fällt unhöflich zu bleiben. Man nimmt ihm den Wind aus den Segeln.

Schön das du die Natur schätzt girl! Insbesondere Pflanzen haben auch eine auffassungsgabe, und sie wird es einem Danken. Und wenn es nur eine Blüte ist die strahlend in dein Gesicht glänzt.

"IST LIEBE SELBSTLOS UND AUFRICHTIG, SO BEKOMMT MAN SIE TAUSENDFACH WIEDER ZURÜCK!"

-und diesen Satz kann man in jedem Lebensbereich anwenden, nicht nur im Umgang mit anderen Menschen! Ich selbst liebe Gartenarbeit, zu sehen wie unter meinen Händen eine Flora ensteht die fantastisch ist. Das ist LIEBEvoller Umgang mit der Natur. -und LIEBEvolle Resultate erhält man, wenn man sich nur die Zeit nimmt und es beachtet. Ach, wenn nur jeder Mensch auf dieser Welt einen Baum pflanzen würde...was ist das schon für eine Arbeit? -ein Samenkorn einzusetzen und der Natur seinen Lauf lassen...Was mich traurig stimmt ist, wenn ein wunderschöner Baum gefällt wird, binnen Minuten. Welch lange Zeit brauchte er um so groß zu werden, was machte dieser Baum mit? Tja....

Ich weiß was wir der Natur geben, ihre Lebensgrundlage, das Kohlendioxid das sie zum Leben braucht, wir erhalten dafür Sauerstoff. -Ist dieser Tausch nicht wunderbar abgestimmt auf der Welt? Ohne die Flora würde es ziemlich bald ein Ende auf der Erde geben, schließlich bildet sie die Nahrungsgrundlage. Sie sind die einzigen die Energie in Fleisch verwandeln können....einzigartig!

Um zur Liebe zurückzukommen:

Heutzutage eher Wa(h)re Liebe...leider.

ganz liebe grüsse phödi
Liebe Gaby,

danke dir für deinen schönen Beitrag; sehr viel Liebe ist daraus zu spüren, vor allem zur Natur und Umwelt, wobei ich dieses Wort „Umwelt“ gar nicht so sehr mag, ist doch darin impliziert, dass der Mensch sich selbst in den Mittelpunkt setzt.
Im Ganzen gesehen teile ich deine Ansicht, dass man Liebe nicht durch eine bestimmte Definition begrenzen kann, es sei denn, dass man alles in dieser Welt als alleinigen Ausdruck der Liebe Gottes ansieht.
Mir gefällt sehr gut ein kleiner Text von Simone Weil:

Von irdischen Dingen

Nicht daran, wie einer von Gott spricht, erkenne ich, ob seine Seele durch das Feuer der göttlichen Liebe gegangen ist, sondern daran, wie er von irdischen Dingen spricht.


Wenn also z.B. jemand Sprüche von sich gibt, dass ihm die Nächstenliebe wichtig sei und in einem anderen Satz über seinen Nachbarn, der von Arbeitslosigkeit betroffen ist, sagt: "Ach, der ist bestimmt nur zu faul zum Arbeiten", der hat durch sein Reden über die "irdischen Dinge" (Arbeitslosigkeit) sein Reden über die göttlichen Dinge (Nächstenliebe) Lügen gestraft; hätte er von seinem Nachbarn gesagt: Wie schwer muss es sein, sich nutzlos und ungebraucht zu fühlen", dann hätte er mit Worten über "irdische Dinge" seine göttliche Nächstenliebe erwiesen.
Wenn jemand sagt: Gott hat alles erschaffen, Gott liebt die Menschen, Tiere und Pflanzen, die ganze Welt, aber gleichzeitig handelt dieser so sprechende Mensch anders, z.B. er knickt Blumen und Gräser am Wegesrand, so widerspricht er sich selbst. Wenn er von göttlicher Schöpfung spricht, muss er die "irdischen Dinge" achten und erhalten, dann ist sein Reden nicht leeres Geschwätz; wer also sagt: ich schaue bei Spaziergängen auf den Weg, um nicht einen Käfer zu zertreten, der spricht von "irdischen Dingen" als von göttlichen, dieser Mensch braucht nicht über Gott selbst zu sprechen, seine Reden über die "irdischen Dinge" sind der Spiegel seiner Haltung zu Gott.

All dieses hast du, lb. Gaby, mit deinen offenen Worten über deine Lebensweise sehr deutlich zum Ausdruck gebracht.

Und noch ein paar Worte zum Umgang mit Menschen, da fällt mir ein: Wenn es möglich wäre, dass ich heute W.A. Mozart vorgestellt würde, so würde ich nicht zu ihm sagen: Sie sind ein großartiger Mann, Herr Mozart. Nein, größere Freude machte ich ihm, wenn ich sagte: "Ihre 'Kleine Nachtmusik' bezaubert mich immer wieder' und träfe ich mit Beethoven zusammen, so beglückten ihn sicher meine Worte: Ihre Komposition "Freude schöner Götterfunken" erfüllt mich mit Begeisterung. Wenn man das Werk eines Künstlers lobt, schmeichelt es ihm mehr, als spräche man über seine Person.

So ist es mit den irdischen Dingen auch, wenn man sie achtet und schätzt, ehrt man dadurch Gott, ihren Schöpfer, der sie aus reiner Liebe erschaffen hat.

Liebe Grüße
Helga Maria
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Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
(A. de Saint-Exupéry)
Danke phödi, danke Helga Maria

Schön zu wissen, das die Natur nicht bei jedem Menschen links liegen bleibt.
Wichtiger wäre es aber, sein Leben in Einklang mit ihr zu bekommen, denn sonst hat sich das irgend wann einmal mit ihr. Wachsende Betonsiedlungen, Flüsse werden umgeleitet weil man Platz braucht, Wälder werden im zuge der Koloniesierung gerodet und Tiere verlieren ihren natürlichen Lebensraum. Ein Kreislauf, der beliebig fortsetzbar ist. Das kann und darf nicht sein. Wir haben heut zu Tage ein so minderwertiges Verständnis für Liebe - für Liebe die alles umfassend ist und auch genauso allumfassend wirken kann, wenn... ja, wenn man ihr die Möglichkeit dazu eröffnet. Es liegt also an uns Menschen.

Auch ich möchte den Umgang mit Menschen kurz aufgreifen, wenn auch ein sehr breites Spektrum darin eingebunden ist.
Ich erwähnte ähnliche Worte in einer PN dem Zweig gegenüber:
"Menschen die im Namen der Liebe, im Namen der Freiheit Kriege führen bringen gleichenteils Unglück und Tot über Land und Mensch." Für mich hat das sehr wenig mit Liebe und Freiheit zu tun.
Für mich, und da spreche ich nur "für mich, ist das Heuchlerei!" Nichts weiter als eine Ausrede um sich selbst, seinen Vorstellungen und seiner Macht gerecht zu werden!

edit:
Ich glaube immer noch an Wunder.
Ja, ich weiß, es kommt der Tag, an dem sie jeder von uns sieht.
Ich glaube immer noch an Wunder
und meine Hoffnung darauf, die kann mir keiner stehlen.

Wenn das Gute das Böse mal besiegt,
bleibt die Zeit vielleicht für immer stehen.
Wir werden alle barfuß über Wasser gehen
auf unserem Weg zurück ins Licht.

(www.dietotenhosen.de)


Geht und schreibts an jede Wand,
viel mehr Liebe braucht das Land


Liebste Grüsse
Gaby
_________________
Lieben Gruss
Gaby
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Zitat:
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mAa.t r-Hna =k
Hallo
Ich bin in der Stadt gross geworden und lebe heute mit meinen Kindern hier.Die meisten schätzen die Natur hier nicht ,ich glaube die wissen nicht mal mehr was Natur überhaupt ist.Damals mochte ich Dörfer nicht unbedingt weil es für mich viel zu weit von der Stadt war,jetzt wo ich mal vor 5 jahren auf Kur war auf Langeoog wo natur ja gross gestetzt wird, sehe ich das anders es war einfach Wunderschön die Luft das wasser,blumen alles so frisch und unberührt von der Grossstadt. Hätte ich heute die Möglichkeit würde ich sofort aufs Dorf ziehen.Natur hat viel mit Liebe zutun.
Das Leben aufm Dorf , ja dat warn noch Zeiten! Aber die Leute lästern , meine Güte (jedenfalls in Mielenhausen) ...
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Denkt selber nach!
Vor 1 Jahr bin ich in die Stadt umgezogen, und meine bisherige Empfindungen für das Leben in der Stadt ist negativ ausgefallen. Seitdem ich hier wohne, habe ich irgendwie das Gefühl, als fehle mir ein Teil.
Und wenn ich auf dem Land bin, also dort wo ich aufgewachsen bin, fühle ich mich wieder topfit und frisch. Da bin ich aber froh, dass ich die Wohnung in Kürze, also in 2 Wochen, verlasse und wieder auf dem Umzug bin. Und bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben.
Ich weiss, die Natur ist mit mir eins und ich mit die Natur und somit auch mit euch.
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Wenn auf der Erde die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich - Aristoteles
Hallo und Friede!

Danke, girl fuer deinen Beitrag!!!! Wirklich dank!

Mir gehts auch etwas ähnlich, allerdings bin ich lange nicht so weit wie du!

Gruss
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Selbst eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.

-Laotse-
Bin ein Landvogel.

Auf dem Land zu leben ist toll aber es hat auch so seine Nachteile.....
Bei uns wird nicht gelästert, zumindest fällt es nicht so auf aber auch hier gibts gewisse Probleme. ...

Könnte mir schon vorstellen in ein Großstadt zu ziehen aber für manche Städte wäre am besten, wenn man dort geboren wird.
Hi girl es ist sehr schön was du geschrieben hast ich bin direkt ehrfürchtig wie liebevoll du mit den Pflanzen umgehst.Es trfft sich irgendwo mit meinen Gedanken der liebevollen Achtsamkeit mit der ich mit mir ,meinen Mitmenschen, dem essen, einfach allen dingen in meinem leben umgehen möchte mit dem ziel "ein heilsames leben" zu leben