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Sakina für alle
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Wer Gott nahekommen will, verlangt nicht nach Glaubensformeln, er will in eine Erzählung eintauchen und emotional gepackt werden. Glaube setzt innere Verwandlung voraus. Gerade heute, da junge Menschen nichts mehr über Gott wissen, brauchen wir wortsensible Interpreten, die ihnen die Geschichten aufschließen. Jugendliche wollen nicht nur über Gott belehrt, sondern von ihm berührt werden.
Sprachsensible Interpreten
Die kultische Verehrung der Schriften ist groß. Sie wird feierlich getragen, erhoben und beweihräuchert. Aber entspricht dem eine von Sorgfalt bestimmte Auslegekunst, die das Wort achtet, statt es dogmatisch zu pressen? Eigentlich sollten alle kirchlichen Wortverkünder in ihrem Studium in das Lesen literarisch-poetischer Texte eingeführt worden sein. Aber da gibt es bei den Verantwortlichen noch immer den unaufgeklärten Vorbehalt, dass die literarische Betrachtung der Schriften den Glauben in Gefahr bringt. In Poesie steckt das griechische Verb poein, machen. Die vom Glauben an Gott ergriffenen Schreiber suchten ausdruckstarke Texte zu machen, die den Anspruch der Botschaft Jesu Mohammeds eindringlich hervorheben. Wer kein Sprachbewusstsein entwickelt hat, wird stumpf bleiben für die Erzählweise der Bibel
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| des "Neuen Testamentes" den "Briefen der Kirchenlehrer" und der "Geschichtsschreiber" des "Koran" und aller anderen Schriften |
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Die Wahrheit der Evangelien liegt nicht in der Exaktheit ihrer Erinnerung, sondern in der literarischen Wahrhaftigkeit ihrer Glaubensdarstellung. Ob sie für ihre Glaubensüberzeugung wie für Jesu Verkündigung und seine Umgehensweise mit den Menschen das rechte Wort gefunden haben, das mussten sich die Verfasser fragen. Um sich ihren Adressaten verständlich zu machen, griffen diese zu Deutungsmustern, die sie in den Schriften des Alten Testaments wie im griechisch-römischen Kulturkreis vorfanden. Die Texte geben Auskunft über das Glaubensleben der frühen Gemeinden, in denen die Jesustradition gelebt wurde. So kam es zu einem Erzählen, das erkennbar im historischen Moment seiner Entstehung verankert ist.
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| Da es die Zeit der Ablösung dieser Gemeinden von der jüdischen Kultgemeinschaft war, bezeugen sie aggressives Verhalten auf beiden Seiten |
. Von dieser Haltung der Intoleranz müssen wir uns heute freimachen. Auch dazu bedarf es einer hellhörigen Behutsamkeit.
Die erzählerische Weite der Evangelien
Prediger neigen dazu, die Texte der Evangelien als Beweismaterial für die Lehren über Jesus als den Christus einzusetzen, wie sie vom kirchlichen Lehramt definiert sind. Man macht sich nicht die Mühe, den besonderen Erzählduktus einer Perikope wahrzunehmen, zu erspüren, was zwischen den dargestellten Personen geschieht und was sich zwischen ihren Worten auftut. Jedes Jesuswort hat seinen situativen und konstellativen Kontext. Es davon loszureißen und mit Sätzen aus anderen Kontexten zu vermengen, beraubt es all seiner emotionalen Untertöne und lässt es zum dürren Lehrsatz verkümmern. Dass Jesus einer Vielzahl unterschiedlichster Menschen begegnet ist, dass er jeden ganz persönlich angesprochen, auf seine Fragen und Nöte eingegangen und zu einem neuen Leben ermutigt hat, bleibt am Rande des Bewusstseins vieler Christen. Viele Sätze Jesu fangen erst dann an, ihren Bedeutungsreichtum zu entfalten, wenn wir berücksichtigen, zu wem sie gesprochen sind. |
Dieser Seite kann ich optisch nur diese Bemerkung "zum dürren Lehrsatz verkümmern"geben. Wer will kann es sich antun.Aber der Inhalt des Textes "Nicht schlecht"
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Viele Sätze von Jesus
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| und Mohammed und Mullah Nasruddin und Karl Valentin und Charli Chaplin und ?.? |
fangen erst dann an, ihren Bedeutungsreichtum zu entfalten, wenn wir berücksichtigen, zu wem und wann sie gesprochen sind |
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wenn wir berücksichtigen, zu wem und wann sie gesprochen sind.
viel Spa?.?ßß bei der Lektüre und beim Verstehen.
mfggggG gnostik
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