Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Impressum | Suche

Apologetische Schriften












Hallo Taoufik

Wenn Du arabisch kannst, kann ich Dir ein Buch empfehlen.

Ein Bahai-Autor zitiert dieses Buch wie folgt:

"Der Kitábu’l-Fará’id, den Mírzá Abu'l-Fadl-i-Gulpáygání auf Veranlassung Abdu'l-Bahás verfasste, gehört zu den wichtigsten Werken der Bahá'í-Apologetik. Darin formuliert Abu'l-Fadl grundlegende Wahrheitsbeweise der Bahá'í-Apologetik, die sich in bekannten christlichen und islamischen apologetischen Schriften wie Contra Celsum oder Kitábu’d-Dín wa’d-Dawla finden.

Kurzbiographie von Abu’l-Fadl (englische Wikipedia steht auch was über ihn)

Mírzá Abu'l-Fadl ist der herausragende Gelehrte, Lehrer und Apologet des Bahá'ítums (1844-1914) aus dem orientalischen Raum. Er stammte aus einer Familie von Geistlichen und genoss eine umfassende Ausbildung nach dem traditionellen islamischen Curriculum, besonders in Philosophie und islamischer Mystik, und er lehrte spekulative Theologie an einer theologischen Schule in Teheran. 1876 lernte er einige Bahá'í kennen.
Durch die Gespräche mit ihnen erkannte Abu'l-Fadl die Wahrheit des Glaubens, konnte sich aber dennoch nicht zum Übertritt zum Glauben
Bahá'u'lláhs durchringen. So wartete er auf ein Zeichen Gottes,
das ihn zum Glauben führen und ihm die letzte Gewissheit geben
sollte. Als er im Hause eines Bahá'í weilte, las er zwei Sendschreiben
von Bahá'u'lláh, Lawh-i-Ra’ís und Lawh-i-Fu’ád, die beide den Untergang des osmanischen Wesirs, Alí Pashá und des Sultans Abdu'l-Azíz prophezeiten. Er beschloss sich zum Glauben Bahá'u'lláhs zu bekennen, sollten die in den Schreiben beschriebenen Ereignisse wahr werden. Einige Monate später traten genau diese Ereignisse ein und Abu'l-Fadl wurde am 20. September 1876 Bahá'í...
Danach reiste er nach Akká und nach Ägypten, wo er in den Gelehrtenkreisen an der al-Azhár die herausragende sunnitische theologische Hochschule schlechthin hohes Ansehen als Gelehrter erwarb
und eine Reihe seiner Studenten zum Glauben Bahá'úlláhs führte.
Sein wichtigstes Buch der Fará’id hat sich sehr schnell unter den Bahá'í verbreitet und für Furore gesorgt. Vor allem beim Lehren gelehrter Menschen, die in der islamischen Literatur sehr bewandert oder gar Geistliche waren und kritische, anspruchsvolle Fragen an die Bahá'í hatten, hat das Buch wertvolle Dienste geleistet. Etliche Geistliche,
die sich später zu herausragenden Bahá'í-Gelehrten entwickelten,
haben den Glauben angenommen, nachdem sie nicht in der Lage
waren, die Argumentation des Fará’id zu ihrer Zufriedenheit zu
entkräften.

Der Fará’id ist als Entgegnung auf einen Angriff eines islamischen
Geistlichen, nämlich Shaykh Abdu's-Salám, den Shaykhu'l-Islám von Tiflis, entstanden.

Im Jahre 1878 wurde der Fará’id in Kairo mit einer Auflage von
Eintausend verlegt; man sandte dem Shaykh ein Exemplar, der
voller Angst versuchte, die Verbreitung des Buches zu verhindern.
Mírzá Munir Nabílzadih, ein für seine Kühnheit bekannter
Lehrer des Glaubens, schreibt in seinen Reiseberichten, dass der
Shaykh ihn über die Bahá'í-Freunde zu sich gebeten und nach
längerem Gespräch folgende Bitte geäußert habe: "Ich zahle die
Druckkosten für den Fará’id oder ich kaufe alle Exemplare auf,
so viel es auch kosten mag, damit es nicht verbreitet wird." Ich
[Mírzá Munir] antwortete ihm: "Ein abgeschossener Pfeil kehrt
nicht zum Bogen zurück. Sie hätten bei der Verfassung ihrer Widerlegungsschriften die zukünftige Wirkung bedenken müssen.

Einige hochstehende Geistliche, wie der Mufti von Tiflis, machten
dem Shaykh große Vorwürfe, weil er durch seine Angriffe die
mächtige Entgegnung Abu'l-Fad.ls provoziert und dadurch die Position
der islamischen Gelehrten geschwächt hatte."

Wisse eins mein Freund:

„Wähnen die Menschen denn, sie würden in Ruhe gelassen, nur weil sie sagen: Wir glauben - und sie würden nicht auf die Probe gestellt?“ (Koran 29:2)“

Denkst Du wirklich, Gott macht es den Menschen so einfach, dass alles was man in den heiligen Schriften lesen kann Wort für Wort in Erfüllung geht? Vieles hat symbolische Bedeutung, kann alles im Faraid nachgelesen werden.
In der Menschheitsgeschichte war es noch nie so, dass ein Gottesbote von all seinen Mitmenschen freudig empfangen wurde. Das Gegenteil war meistens der Fall, obwohl auch ihr Kommen in den heiligen Schriften vorhergesagt wurde, doch vermochten nur wenige den Gottesoffenbarer zu erkennen.


Liebe Grüße
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


Ähnliche Themen
Entstehungsdauer Koran <-> Bahai-Schriften
Steht in Zarathustras Schriften...
Engel in den Bahai-Schriften
Vatikan verheimlicht Schriften
Heilige Schriften als Orientierung
Wahrheit in den Schriften
Hebräische Schriften
Schriften der Bibel
Heilige Schriften anderer Religionen
Gnostische Schriften