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Guten Abend Fatih,
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| In der Bibel entdeckte ich eine Stelle die mir aus eigener Erfahrung sehr bekannt vorkam. Nämlich die Beschneidung. Bisher dachte ich immer, dass nur Muslime beschnitten werden müssen. Keiner meiner christlichen Freunde (es sei denn aus gesundheitlichen Gründen) ist beschnitten. |
Nicht nur Muslime, auch Juden werden beschnitten oder sehen die Beschneidung als notwendige Vorschrift. Im Christentum ist dies jedoch anders, da ein andereres Verständnis der Beschneidung herrscht. Außerdem gibt es allgemein im Christentum eine andere Vorstellung zwischen Vorschrift, Gesetz und dem Einzug in das Himmelreich (Paradies), aber dazu gleich mehr.
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| Versteh ich das nun richtig, dass die Beschneidung für Männer auch im Christentum Pflicht ist ? Und wer ist mit dem gekauften "Gesinde" gemeint, außer das Sie auch beschnitten werden sollen? |
Das ist richtig in der Bibel steht soetwas, jedoch nicht in der Lehre Jesu im NT. Dort steht zum Thema Beschneidung ein ganz anderes Verständis der Beschneidung, die Paulus erklärt.
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Römer 2, 25 - 29
25 Die Beschneidung ist wohl nütz, wenn du das Gesetz hältst; hältst du aber das Gesetz nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein Unbeschnittener geworden. 26 So nun der Unbeschnittene das Recht im Gesetz hält, meinst du nicht, daß da der Unbeschnittene werde für einen Beschnittenen gerechnet? 27 Und wird also, der von Natur unbeschnitten ist und das Gesetz vollbringt, dich richten, der du unter dem Buchstaben und der Beschneidung bist und das Gesetz übertrittst. 28 Denn das ist nicht ein Jude, der auswendig ein Jude ist, auch ist das nicht eine Beschneidung, die auswendig am Fleisch geschieht; 29 sondern das ist ein Jude, der’s inwendig verborgen ist, und die Beschneidung des Herzens ist eine Beschneidung, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Eines solchen Lob ist nicht aus Menschen, sondern aus Gott. |
Die Beschneidung im christlichen Sinne, ist also eine geistliche, indem ich mich sozusagen meine Gedanken und mein Handeln nach Jesus Christus richte, nach dem Evangelium. Die Beschneidung im jüdischen und muslimischen Sinne ist eine fleischliche, jedenfalls, die die du hier ansprichst. Da jeder Mensch ein Sünder ist, bringt es recht wenig, wenn ich mich beschneide und nachher sowieso das Gesetz übertrete. Viel wichtiger ist es im Geiste beschnitten zu sein, damit man möglichst nicht das Gesetz übertritt, übertreten tut der Mensch es zwangsläufig, da jeder ein Sünder ist. Das tut er nicht einmal mutwillig, sondern alleine deswegen, weil die Welt in der er lebt schlecht und sündig ist. Dieses Phänomen der geistigen Beschneidung nennt man auch geistige Widergeburt. Bei vielen Menschen ist es so, dass sie durch eine sogenannte geistige Widergeburt zum überzeugten Christ in Wort und Tat werden. Diese Widergeburt bedeutet, dass du dein Leben auf Jesus einstellst, also auf das Evangelium. Ich habe das schon an mir selber beobachtet, man ändert sein Denken, Handeln und Fühlen komplett. Das passiert nicht immer von jetzt auf gleich, sondern ist bei jedem unterschiedlich.
Die fleischliche Beschneidung im Verständnis des Judentum und Islam ist also keine Pflicht der Christen, jedoch auch nicht verboten. Solche förmlichen Vorschriften und Gesetze sind egal, denn was zählt ist die Einstellung und die Taten die der Mensch vollbringt. Sie müssen sich nach dem richten, was Jesus uns lehrte, denn durch ihn offenbarte sich Gott.
Gruß
Renascor
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