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Atheistische Elternhaus












Tag beisamen,
ich komme aus einem urdeutschen christlichen aber im Rückblick eher atheistischen Elternhaus. Ich habe mich immer nach etwas Lebenssinnerfüllendem gesehnt, ich hatte als Kind viele Freunde aus allen möglichen Kulturkreisen von Afghanen bis Tibetern (die allerdings allesamt schon lange Jahre recht gut integriert in oldgermany lebten) und gläubigen Deutschen. Dabei konnte ich schon mit zehn Jahren beobachten, dass in Familien in denen ein gewisser Grad an Spiritualität herrschte (der Begriff passt eigentlich sehr gut), ein höheres Mass an Zufriedenheit und Zusammenhalt zufinden war.
Das hat mich zu einem Suchenden gemacht, gesucht hatte ich nicht auf geradem Wege Gott, sondern eher Glück und Zufriedenheit.
Dabei bin ich über Gott gestolpert, besonders hängengeblieben bin ich an einem Zitat von M. Gandhi

"Nichts schadet dem Körper und dem Geist so sehr, wie Sorgen zu haben.
Jemand, der Vertrauen in Gott hat, sollte sich schämen,
sich über irgendtwas, was auch immer es sein mag,
Sorgen zu machen."

Der Ausspruch hat mir gefallen.
Dadurch, dass ich aus einer den Glauben nicht ernstnehmenden und bis auf die Weihnachtsmesse nicht praktizierenden Familie komme, bin ich auf meiner Suche nie sehr emotional gewesen sondern eher logisch überlegend. (das können viele wie auch immer geartete Gläubige vermutlich nicht grad nachvollziehen, das ist mir schon bewußt)
Klar ist mir geworden, dass wenn alle Menschen gutmütig und sowieso sorgenlos wären, sie wohl auch keine Religion bräuchten. Da wir aber eine relativ niederträchtige und angstgepeinigte Spezies sind, ist es gut dass Gott da ist und uns Hoffnung gibt.
In meinem Studium habe ich eine interresante Doktorarbei zu lesen bekommen, untersucht wurde die Spontanheilung und allgemeine Heilungszeit sowie Schmerzzustände bei sich zu Gott bekennenden und sich selbst als ungläubig bezeichnenden Menschen.
In der ersten Gruppe war in allen drei Kategorien signifikant erhöhte Fallzahlen.
Man könnte daraus schließen, das es egal ist ob Gott existiert oder nicht, hauptsache man vertraut auf etwas.
Mein Schlußfolgerung ist allerdings aus vielen Einzelteilen gebastelt, dass ich zu glauben begonnen habe!
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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