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Islam vs. Christentum? Christentum vs. Islam ?












Friede sei mit dir, lieber Bruder Isa!

Zitat:
Also mich stört es absolut nicht wenn Du Dich einmischst. Erstens bleibst Du immer bei der Sache, die von einer göttlichen tiefe ist, welches ich fühlen kann und sehr achte.


Danke!

Zitat:
Das was ich jetzt schreibe, gibt wohl kaum jemand gerne von sich selbst zu. Aber dies gehört wohl zu meiner Wahrheitsliebe mir selbst und somit Gott gegenüber.
Nun mit der oben ausgeführten Aussage/Zitat beschreibe ich wohl meine Angst meines eigenen Fundamentalistischen Denkens im Glauben, welches ich mit aller Macht bekämpfe. Ich bleibe ein Mensch und nur weil ich aus meinem ganzen Herzen aus meiner ganzen Seelenkraft an Gott Glaube und Liebe, macht mich dies nicht heilig.


Das finde ich wirklich schön, dass du so ehrlich bist.
Ehrliche Selbsterkenntnis ist wichtig für Änderung. Ja, ich denke wir alle kenne dieses Gefühl der Wut oder auch des Zorns, der uns manchmal überkommt. Ich kenne das natürlich auch nur zu gut: ich versuche dann immer mich zu beherrschen und erst zu antworten oder zu sprechen, wenn ich innerlich ruhiger geworden bin, denn schnell sagt man etwas, dass einem dann hinterher Leid tut oder das ungerecht ist.
Da gibt es auch zwei schöne Bibelstellen dazu:

"Mit Reden aufhören ist besser als mit Reden anfangen. Ruhig Blut bringt weiter als ein heißer Kopf. Lass dich nicht aus der Ruhe bringen; nur Unverständige ärgern sich über alles. "
- Prediger 7, 8-9

"Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist"
- Jakobus 1, 19-20

Zitat:
Aber ich lade niemanden ein. ER führt zum Fenster und jeder kann sich die Freiheit aus SEINER Perspektive anschauen und das schöne ist, ich schaue manchmal mit dem Menschen zusammen aus dem Fenster(so wie mit Dir) in das Wunder der Welt und des Lebens der Liebe.


Aber ist das nicht auch eine Art der Einladung? Wenn du friedlich handelst und sprichst in und über deinen Glauben, deine Ansichten, so kann das doch auch Einladung sein, wenn auch indirekt. Wenn jemand positiv ausstrahlt, so wirkt das einladend.

Zitat:
Aber aus dem Haus muss jeder alleine gehen und das setzt voraus, das er die Ausgangstür des Hauses findet. Und ich bin gespannt wann ich das Haus verlasse.


Ja, lieber Isa, da hast du sicher recht. Seinen eigenen Weg finden muss jeder alleine, durch eigenes Suchen und Nachdenken.

Liebe Grüße und Gottes Segen auf deinem Weg!

Kiki
Lieber Isa,

<i>Ich könnte somit jetzt den ganzen Text auseinandernehmnen und Du könntest versuchen zu sehen ob ich Dich verstanden habe. Aber das würde einen sehr langen und anstrengenden Prozess ergeben.</i>

ja, das sehe ich auch so. Es ging mir eher (wie auch Dir, nehme ich an) um den "Gesamteindruck", als um Einzelheiten.

<i>Aida verstehe ich das richtig: Du lehnst in Deinem Glauben an Jesus Christus als Deinen Herrn und Deinen Gott jegliche Theologie (wörtlich die Lehre von Gott, allgemeiner die Lehre von Glaubenssystemen und Glaubensdokumenten als Wissenschaft) außerhalb der Bibel grundsätzlich ab?</i>

Nein, so meinte ich es nicht. Was ich ablehne, ist die "Institution Kirche", die behauptet, das alleinige Recht auf Wahrheit und die einzig rechte Erkenntnis zu besitzen.
Für mich steht die Lehre Jesu im Vordergrund und die ist nicht an eine bestimmte Kirche gebunden.
Auch kenne ich einige Schriften neben der Bibel, die ich "anerkenne". Für mich es wichtig, dass alles was ich neben der Bibel akzeptiere, sich an dieser "messen" lassen muss, Es dürfen keine inhaltlichen Widersprüche zu Leitaussagen beinhaltet sein.

<i>Du lehnst die Theologie ab, weil sie außerhalb des Glaubens steht und nur der Wissenschaft selbst dient und ein werk des Teufels ist. Welche wiederum nicht dem Glauben dienlich sein kann und sie (Wissenschaft)den Glauben bzw, die Reine Lehre des Christentums aushöhlt?

Die Theologie als Wissenschaft stellt eine gegen Lehre zur der Lehre Jesu da?
Liege ich so ungefähr bis hier hin richtig.</i>

Nicht grundsätzlich. Aber wenn diese Theologie gegen die Lehre Jesus angeht, ihr Ziel ist, Jesu Botschaft auszuhöhlen, zu widerlegen, (und das oft mit recht unwissenschaftlichen Methoden) lehne ich diese ab. Der Ausdruck "wissenschaftlich" in Zusammenhang mit "Theologie" ist doch sowieso eher subjektiv? Was meinst Du?

<i>Aida ich Frage Dich, hast Du Dich jemals mit den Vollständigen Werken (gesamt Werke) einzelner Autoren in ihrer Vielschichtigkeit beschäftigt und sie in Deinem Eigenen Glaubenden Herz, Verstand als Erweiterung Deines Seins eingefügt. Reicht dir eine Autorin und Ihre Zusammenfassung Ihrer Eigenen Erkenntnis aus. Machst Du Dir diese Erkenntnis zu Eigen, weil es so schön in Dein Glaubensbild passt?
</i>

Da habe ich mich wohl wieder einmal etwas mißverständlich ausgedrückt. Mit den Zitaten von Linnemann wollte ich einen Aspekt aufzeigen: die sogenannte kritische Theologie ist auch nur, mehr oder weniger, ein "Glaubenskrieg" verschiedener Auffassungen, die nicht viel mit "Wissenschaft" zu tun hat. Verstehst Du, was ich damit sagen will?

Nein, Erkenntnisse von "Menschen" mache ich mir nicht "automatisch" zu eigen. Außerdem beschäftige ich mich mit verschiedensten Texten, Schriften. Leider habe ich nicht viel Zeit....
Gerne lese ich auch kritische oder gegensätzliche Aussagen, hinterfrage meine eigene Glaubensauffassung. Ich finde dies wichtig, um nicht das große Ziel aus den Augen zu verlieren und sich seinen "eigenen Glauben" zu kreieren. Deshalb bin ich auch Dir dankbar, durch Deine Beiträge muss ich meinen Glauben etc. hinterfragen und eventuell korrigieren.
Deshalb freue ich mich über unseren Dialog aufrichtigen Herzens und hoffe, es belastet Dich nicht zu sehr. Ich möchte unbedingt dazu sagen, dass es mir schwer fällt, eine "Grauzone" zu akzeptieren. Für mich gibt es meist nur "schwarz" oder "weiß". Dies führt oft zu Ablehnung. Daher bin ich dankbar, wenn Du mich darauf hinweist.


Der Friede Gottes, der Alles übersteigt, sei mit Dir

liebe Grüße
Aida
Lieber Isa, liebe Kikki,

werde auf Eure anderen Beiträge noch eingehen, sobald mir möglich.

Gott segne Euch

liebe Grüße

Aida
Liebste Schwester Kiki!

Deine Worte sind wahrhaftig. Und stehen für sich vor Gott.
Du kannst mich sehen, deshalb möchte ich Dir ein paar Worte zu meinem Zorn schicken und richte diese auch an Aida!

Wer nie im Zorn erglühte,
Kennt auch die Liebe nicht,
Die Lieb' ist süße Blüte,
Die bitterm Zorn entbricht,
Wie Rosen blühn aus Dornen
Und wunderlieblich stehn,
So steht auf scharfen Zornen
Auch Liebe wunderschön.

Wie, wer will Rosen pflücken,
Muß streiten mit dem Dorn,
Pflockt Liebe, pflückt Entzücken
Der Liebe nur der Zorn;
Durch Mut und stolze Thränen
Und Arbeit und Gefahr
Wird ihr unendlich Sehnen
Allein hienieden klar.

Wohlan! wenn so die Lose
Uns hier geworfen sind,
So greif' ich nach der Rose,
Dem hellen Dornenkind,
So ring' ich nach der Liebe,
Dem süßen Himmelschein,
Wenn eine Welt sich hübe
Mitringer drum zu sein.

So blühe Rose, blühe!
Blüh', Liebe, scharf im Dorn!
Komm du, mein Blitz, und sprühe!
Sprüh', sprühe, edler Zorn!
Komm, Stolz, und nimm die Waffen
Der Arbeit und der Not!
Was frommte dir der Schlaffen
Lebendig toter Tod?

In liebe Isa!
Lieber Bruder Isa

Ja, das schöne Gedicht von Ernst Moritz Arndt sagt es sehr treffend aus. Ich habe es schon Jahre nicht mehr gelesen und es ist schön, dass du es hier geschrieben hast. Danke!
Ich denke ich weiß was du meinst und ich kann dich auch sehr gut verstehen.

Noch eine interessante Aussage zum Thema Zorn:

Aus bitterster Erfahrung zog ich diese eine und höchste Lehre: Man muß den Zorn in sich aufstauen, und so wie gestaute Wärme in Energie umgesetzt werden kann, so kann unser gestauter Zorn in eine Kraft umgesetzt werden, die die Welt zu bewegen vermag.
Mahatma Gandhi (1869-1948)


Richtig gelenkt, kann er also durchaus auch Positives bewirken.

Gott segne dich!

Liebe Grüße
Kiki
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