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Islam vs. Christentum? Christentum vs. Islam ?












@Martin

Zitat:
Wer um des Tun willens gutes Tut und um des andern Willens Böses unterlässt, der handelt selbstlos.
Wir müssen mit Gott keinen Kuhhandel betreiben: ich tue dies und dafür darf ich in den Himmel. Das gute Tun selbst sollte die Belohnung sein. Bei keiner Tat handelt Gott egoistisch. Dies können wir uns doch wenigstens im Kleinen zu eigen machen.


Gott würde auch niemals einen "Kuhhandel" eingehen.
Wie gut, dass Gott auch die Barmherzigkeit ist, die Gnade vor Recht ergehen lässt. Jeder der an ihn glaubt, wird leben in Ewigkeit. Dies ist seine Verheißung und bedeutet, dass wir persönlich NICHTS tun können, außer Glauben, um den Himmel zu "verdienen". Wenn wir dies für uns erkannt haben, werden wir natürlich alles zu versuchen um die unendliche Liebe Gottes zu uns den Menschen weiterzugeben. Wir werden versuchen gutes zu Tun, wo immer es uns möglich ist.

Liebe Grüße
Zitat:
Jeder der an ihn glaubt, wird leben in Ewigkeit.

Was wäre hier der Umkehrschluss?
Jeder der an sie glaubt, wird nicht leben in Ewigkeit. (?)
Jeder der an das Gute im Menschen, nicht jedoch an Gott glaubt, wird nicht leben in Ewigkeit. (?)
Jeder der nicht glaubt, wird nicht leben in Ewigkeit. (?)

Eine Schlussfolgerung daraus wäre auch:
Das Leben ist nicht ewig, sondern die Ewigkeit des Lebens ist bedingt. (?)
Gott vergibt demjenigen nicht, der nicht, oder das Falsche glaubte. (?)

Zitat:
Dies ist seine Verheißung und bedeutet, dass wir persönlich NICHTS tun können, außer Glauben, um den Himmel zu "verdienen".

Was wäre hier der Umkehrschluss?
Egal wie sehr sich ein Mensch um das Wohl anderer kümmert, wenn er nicht das richtige glaubt, wird er vom Himmel ausgeschlossen. (?)

Ist es nicht eher so, dass ein Mensch, der sich selbstlos aufopfert (fast alle Eltern tun das) darin sich selbst einen Himmel erschafft, von dem er dann auch nicht ausgeschlossen werden kann? (Egal woran dieser Mensch glaubt.)

Ist es nicht so, dass der aufmerksame Hirte abends solange sucht, bis auch das letzte Schäfchen zurück im Stall ist?

Ist es nicht eher so, dass der Himmel erst dann erfüllend sein kann, wenn auch die letzte Seele wieder zum Glück gefunden hat?

Gruß Martin
@Martin


<i>Zitat:
Jeder der an ihn glaubt, wird leben in Ewigkeit.

Was wäre hier der Umkehrschluss?
Jeder der an sie glaubt, wird nicht leben in Ewigkeit. (?)
Jeder der an das Gute im Menschen, nicht jedoch an Gott glaubt, wird nicht leben in Ewigkeit. (?)
Jeder der nicht glaubt, wird nicht leben in Ewigkeit. (?)</i>

Nein, denn keine Seele wird "verlorengehen". Mit dem Ausspruch Jesu ist gemeint, dass wir in Ewigkeit bei Gott sein dürfen, der Umkehrschluss bedeutet dann, jeder der nicht an Gott glaubt, wie Jesus es sagt, lebt in Ewigkeit in der "Gottesferne".

<i>Gott vergibt demjenigen nicht, der nicht, oder das Falsche glaubte. (?)</i>

Gott ist auch die Gerechtigkeit. Seine Gesetzmäßigkeiten haben entsprechende Auswirkungen. (Ursache und Wirkung, Saat und Ernte usw.)
Da wir alle Sünder sind, hat Jesus durch seinen Kreuzestod die "Strafe" für uns bezahlt. Diese übergroße Liebestat nicht anzunehmen, (=Heilsgewissheit) würde für mich bedeuten, Gott nicht zu vertrauen, seinen Verheißungen nicht zu glauben.

<i>Egal wie sehr sich ein Mensch um das Wohl anderer kümmert, wenn er nicht das richtige glaubt, wird er vom Himmel ausgeschlossen. (?)</i>

Vielleicht nicht vom Himmel ausgeschlossen, sondern vom Leben bei Gott in Ewigkeit. (ich kann es nicht beurteilen, kenne ich Gottes Wege?)
Es ist dem Menschen eigen (im Sinne von Egoismus) anzunehmen, dass er etwas "Gutes" tun kann und sich somit den Himmel verdient. Ich möchte es mal mit dem Verhältnis Eltern Kind vergleichen: vom Taschengeld, dass die Eltern dem Kind geben, schenkt dieses den Eltern. Klar, dass sich die Eltern darüber freuen......

<i>Ist es nicht eher so, dass ein Mensch, der sich selbstlos aufopfert (fast alle Eltern tun das) darin sich selbst einen Himmel erschafft, von dem er dann auch nicht ausgeschlossen werden kann? (Egal woran dieser Mensch glaubt.)</i>

Das ist doch überwiegend menschlich ziemlich eng gedacht. Ich tue etwas, also verlange ich auch Belohnung...das ist eine egoistische Liebe..Nein, Gottes Liebe verlangt völlige Uneigennützigkeit, erst wenn ich gebe und nichts erwarte, lebe ich die Liebe, die Gott meint. Alles andere ist doch selbstverständlich,z.b. wie Eltern für ihre Kinder sorgen. etc.
Wirkliche Gottes Liebe fängt da an, wo es persönlich schwer fällt, (gegenüber meinen "Feinden", die mich verletzen, die mir unrecht tun, die mich ausnutzen etc.)



<i>Ist es nicht so, dass der aufmerksame Hirte abends solange sucht, bis auch das letzte Schäfchen zurück im Stall ist?</i>

Das setze ich als normal voraus und bedarf keiner extra Belobigung.

<i>Ist es nicht eher so, dass der Himmel erst dann erfüllend sein kann, wenn auch die letzte Seele wieder zum Glück gefunden hat?</i>

Welcher Vater möchte nicht, dass all seine Kinder glücklich sind,.


Grüße
An Aida

Zitat:
Nein, denn keine Seele wird "verlorengehen". Mit dem Ausspruch Jesu ist gemeint, dass wir in Ewigkeit bei Gott sein dürfen, der Umkehrschluss bedeutet dann, jeder der nicht an Gott glaubt, wie Jesus es sagt, lebt in Ewigkeit in der "Gottesferne".

Wo ist die Gottesferne, wenn Gott allgegenwärtig ist?
Gottesferne gibt es nur scheinbar, sie ist eine Illusion.
Aber für seine Illusion und deren Überwindung ist jede Seele selbst zuständig.
Eine Ewigkeit in der Gottferne würde bedeuten, dass die Seele es für alle Zeit unterließe, ihre Illusion zu überwinden. Warum sollte sie das tun?

Zitat:
Da wir alle Sünder sind, hat Jesus durch seinen Kreuzestod die "Strafe" für uns bezahlt. Diese übergroße Liebestat nicht anzunehmen, (=Heilsgewissheit) würde für mich bedeuten, Gott nicht zu vertrauen, seinen Verheißungen nicht zu glauben.

Genau das ist es, was ich unter Dogma verstehe.
Nichts gegen Jesus, sein Leben und seine Lehre, die er andern Vorlebte.
Aber ich sehe mich nicht schuld, dass er gekreuzigt wurde.
Schuld waren die brachialen Methoden der römischen Einschüchterung.
Ich finde die Vorstellung schrecklich, dass Gott diese Grausamkeit zur Bedingung der Erlösung macht: „Da lasse ich nun einen Menschen zu Tode foltern und dann erst dürft ihr zu mir.“ (?)
Gott ist die Liebe selbst und würde eine Kreuzigung niemals als eine Notwendigkeit ansehen!

Zweitens glaube ich nicht, dass ein Mensch, der bereits zu Lebzeiten die Einheit mit Gott erkennt, noch dermaßen mit dem Körper verbunden ist, dass ihn selbst die schlimmsten Schmerzen etwas anhaben können.
Mahatma Gandhi ließ sich den Blinddarm ohne Narkose entfernen und unterhielt sich derweil mit einem Freund.

„Heilsgewissheit“ bedeutet eine Gewissheit des Heils!
Eine Gewissheit hat keine Bedingungen.

Zitat:
Es ist dem Menschen eigen (im Sinne von Egoismus) anzunehmen, dass er etwas "Gutes" tun kann und sich somit den Himmel verdient.

Zustimmung!
Wer eine Belohnung will, der soll sie auch bekommen.
Wer alleine um des Helfens Willen hilft, der wird in Gott einmünden. (Vedanta)

Zitat:
Nein, Gottes Liebe verlangt völlige Uneigennützigkeit, erst wenn ich gebe und nichts erwarte, lebe ich die Liebe, die Gott meint.

Zustimmung!
@ Martin

<i>>> Da wir alle Sünder sind, hat Jesus durch seinen Kreuzestod die "Strafe" für uns bezahlt. Diese übergroße Liebestat nicht anzunehmen, (=Heilsgewissheit) würde für mich bedeuten, Gott nicht zu vertrauen, seinen Verheißungen nicht zu glauben.<<

Genau das ist es, was ich unter Dogma verstehe.
Nichts gegen Jesus, sein Leben und seine Lehre, die er andern Vorlebte.
Aber ich sehe mich nicht schuld, dass er gekreuzigt wurde.
Schuld waren die brachialen Methoden der römischen Einschüchterung.
Ich finde die Vorstellung schrecklich, dass Gott diese Grausamkeit zur Bedingung der Erlösung macht: „Da lasse ich nun einen Menschen zu Tode foltern und dann erst dürft ihr zu mir.“ (?)
Gott ist die Liebe selbst und würde eine Kreuzigung niemals als eine Notwendigkeit ansehen!</i>

Deine Erwiderung ist verständlich - aus menschlicher Sicht. Doch Gottes Wege sind für uns Menschen oft nicht nachzuvollziehen - erst aus des Glauben heraus wird, durch den Heiligen Geist, vieles klar erkennbar.

Der christliche Glaube lehrt, dass jeder Mensch ohne Ausnahme Sünder ist. Diese Schuld und Sünde trennt den Menschen von Gott. Die Bibel spricht in unterschiedlichen Bildern davon, was dieses Getrenntsein ausmacht: Tod, zerstörte Beziehung, kaputte Familien,... Der Mensch kann sich zwar bemühen, so zu leben, wie es Gott gefällt und so diesem Getrenntsein zu entgehen, er wird es aber nicht schaffen. Jeder Mensch muss erkennen: Ich bin Sünder und vor Gott verloren! Doch Gott ließ die Menschen nicht in ihrer Verzweiflung alleine, sondern schickte seinen Sohn Jesus Christus auf die Welt, der am Kreuz stellvertretend als sündfreies Opfer für die Menschen starb. Er nahm damit die Strafe auf sich, die eigentlich jeder einzelne tragen muss. So verspricht die Bibel, wird jeder, der an Jesus Christus glaubt, von Gott freigesprochen wird. Ein Aspekt des Freispruchs Gottes ist, dass der gläubige Mensch ewiges Leben haben wird.

"Jetzt aber hat Gott eingegriffen und uns gezeigt, wie seine Gerechtigkeit aussieht, das heißt wie wir – unabhängig vom Gesetz – vor ihm bestehen können. So bezeugt es die Heilige Schrift. Gott spricht nämlich jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten. Denn darin sind die Menschen gleich: Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte. Aber was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat. Um unsere Schuld zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz für uns verbluten lassen. Das erkennen wir im Glauben, und darin zeigt sich, wie Gottes Gerechtigkeit aussieht.
Römer 3,21-25"

Ob es notwendig war oder ob Gott sich den Weg aussuchte, um die Welt mit sich zu versöhnen, ist in der Bibel nicht beschrieben. Jedoch entschloss sich Gott diesen einen Weg zu gehen, um die Welt mit sich zu versöhnen - nämlich den Weg mit Jesus und dessen Tod am Kreuz. Das Jesus stellvertretend für alle Menschen – die vor Gott so nicht bestehen können – am Kreuz starb, wird in dieser und auch vielen anderen Bibelstellen eindeutig beschrieben. Nur durch den Glauben an Jesus kann der Mensch gerettet werden – so wollte Gott es.

Die letzten drei Kapitel habe ich aus Nikodemus.net kopert. Sie geben exakt meine Überzeugung wider.



<i>„Heilsgewissheit“ bedeutet eine Gewissheit des Heils!
Eine Gewissheit hat keine Bedingungen. </i>

Richtig, deshalb ist die christliche Lehre keine Religion, denn es gibt ih ihr keine Gesetze, keine Werke die der Mensch tun könnte, um zu Gott zu kommen - allein nur den Glauben an ihn.

Liebe Grüße

http://www.nikodemus.net/1629?page=-1
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