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Ich glaube, es ist noch viel schlimmer, denn in einer "vernetzten Welt", in der Informationen auf Knopfdruck zur Verfügung stehen, kann es am Aufklärungsangebot nicht liegen. Wenn man wirklich will, hat man viele Möglichkeiten, die man ausschöpfen kann.
Ich fürchte, es scheitert früher: nämlich schon bei der Bereitschaft vieler Menschen, sich unvoreingenommen mit Themen verschiedenster Art auseinander zu setzen.
Und das Image des Islams hat gerade in den letzten Monaten sehr gelitten- was ihn zum idealen Sündenbock macht. Die Medien tun ihr Übriges dazu.
In einer Zeit, da Bequemlichkeit und das unreflektierte Wiederkäuen jener Informationen, die uns von den Medien vorgesetzt werden, üblich geworden sind, beschränkt man sich darauf, den einfachsten Weg zu gehen: "Wenn's schlecht ist, isses nun mal schlecht - steht ja jeden Tag in der Zeitung".
An dieser Stelle eine gehörige Schelte der Medienwelt: dieses "Imperium" sagt uns, was wir zu tun haben, woran wir zu glauben haben, was wir abzulehnen haben, was gut und was böse, was "in" und was "out" ist. Und die Menschen richten sich danach. Hier gilt es anzusetzen, und dieser medialen Beeinflussung, aber auch bewusster Panik- und Angstmache, Einhalt zu gebieten.
Möglicherweise bin ich paranoid, aber diesen Eindruck habe ich schon seit längerem, und ich lehne das alles ab.
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Hallo Jerubaal!
Du bist nicht paranoid. Wir leben in einer Welt, in der von allen Seiten manipuliert wird. Und das ist wahr. Wenn sich die Menschen untereinander schon manipulieren um Einfluß aufeinander zu nehmen, dann wird das auch im großen Stil über die Politiker, Medien usw. getan. Wichtig ist, das wir immer kritisch sind und bleiben. Die Menschen, die in diesem Bewußtsein leben, findet man allerdings nicht allzu oft. Aber du hast recht.
Ich finde es gut, in diesem Forum mal Menschen zu treffen, die eine völlig andere Meinung haben, als der Großteil der Menschheit.
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Liebe Gesprächsteilnehmer!
Ich meine, wenn man vom Frieden redet, muss man Frieden im Herzen tragen, wenn man von Liebe redet, sollte dies aus dem Herzen kommen, wenn man gute Gedanken ausstrahlen will, müssen sie fördern. Das ist die ideale Bedingung für gute Gespräche, besondern wenn sie analysieren wollen.
Vom Islam weiß ich, dass er in seiner guten Ausprägung dem Menschen helfen will, so auf der Erde zu leben, dass im Jetzt und in der Ewigkeit Gottesnähe erlangt wird. Islam ist Hingabe an Gott.
Vom echten Christentum weiß ich, dass es genau dasselbe anstrebt. Ich sage das deswegen, weil ich im Herzen Christ bin, aber dem wahren muslimischen Streben größte Achtung entgegen bringe.
Auf beiden Seiten, sowohl im Christentum als auch im Islam hat es bisher ganz große, vom hohen Geist Gottes durchdrungene Menschen gegeben - eben Heilige. Sie hatten und haben immer und überall großen Einfluss aus ihrer Gottliebe und Menschenliebe.
Darauf kommt es an: Auf die Tiefe der Seele. Sie ist überall möglich. Die besonderen Vorstellungen, die größten Wert darauf legen, dass Tradition und religiöse Vorschriften eingehalten werden, dass die Richtigkeit einer Überzeugung im Vordergrund zu stehen hat - die sind eher zweitrangig. Sie führen zur Verklemmung und nicht zur Freiheit und Eigenentfaltung der Persönlichkeit.
Kann man sich einen Himmel in Zwangsjacke und Unselbständigkeit vorstellen? Die Teufel, die Dämonen verfolgen dieses Ziel. Gott der Barmherzige nicht.
Mit dem Wunsch zur Tiefe sende ich liebe Grüße. reinwiel
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Salam reinwiel!
Erstmal vielen Dank für Deinen wunderschönen Beitrag. In solch einer religiösen Sichtweise liegt der Beweis, dass die Religion an sich ein großes Entwicklungspotential hat, welcher erst vereinzelt aus dem individuellen Geist entspringt und dann zu einem Kollektivbewusstsein einer neuen religiösen Zeit des Friedens heranwächst.
Ich finde, dass es in einem interreligiösen Dialog bzw. Diskurs vor allen die Absicht im Vordergrund stehen sollte, der einen Prozess der gemeinsamen religiösen Erkenntnis zusammen vorantreibt, so wie es Dein Beitrag zeigt. Ich denke, jeder der Seine Religion Erfährt, wird erkennen, dass der Kern der eigenen Religion der menschliche Wesenskern des göttlichen ist, der sich durch alle Religionen und durch alle Menschen Offenbaren kann. Und dieser Kern drückt sich durch Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und den Respekt für die Würde und Glauben anderer Menschen aus, welcher sogar in Liebe münden kann.
Der daraus entstehende friedliche religiöse Pluralismus, sollte aber kein nebeneinander bleiben, sondern sollte ein erkenntnisorientiertes spirituelles miteinander sein. Zwar scheint das zu teilen noch ein Traum zu sein aber Träume können auch gelebt werden und werden irgendwann zu Realität. Das ist ein Teil meines Glaubens und meiner Hoffnung aus dem Islam.
LG Isa
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Hi erstmal!
Ich bin neu hier, hab mir das Forum angeschaut und mir ist auch gleich als erstes aufgefallen, dass sich hier alle irgendwie nur darum bemühen, des anderen Religion schlechtzumachen. Das finde ich sehr traurig. Deshalb finde ich, dass es mal Zeit war, das jemand so einen Beitrag schreibt Daumen hoch dafür^^
Mir fiel auch auf, dass die Leute immer mit denselben Klischees versuchen, sich fertig zu machen (Moslems sind gewalttätig, Christen sind noch schlimmer bla, bla...) und es wird sich beschwert, das wenn ein Moslem mal aus der Reihe tanzt (versucht, andere Religionen schlechtzumachen), die anderen Moslems nix dagegen sagen. Dieses Problem wäre wohl mit mir gelöst , ich kann es ehrlich gesagt nicht haben, wenn überhaupt jemand versucht, seine Religion besser darstehen zu lassen...Im Übrigen mag ich es auch nicht, dass von den Moslems immer desselbe Bild in den Köpfen anderer rumspuckt (Strenggläubig usw.) Ich z.B. bin auch Moslem, bete nur einmal am Tag (Abends wenn ich ins Bett gehe, noch nichmal mit Kopftuch und Teppich, sage nur ein kleines arabisches Gebet auf und wünsche mir halt für den Planeten Erde, den Tieren, den Menschen und meier Familie alles Gute, das wars...), faste nur selten (dieses Jahr habe ich nicht gefastet), habe keinen Respekt vor muslimschen und anderen Männern (aber auch nur in mancher Hinsicht, ich geh schon nicht rüpelhaft mit den Leuten um...), trage kein Kopftuch und ich habe sogar die Frechheit, nicht zu befolgen, was im Koran steht, wenns mir unsinnig vorkommt (Gewaltverherrlichende Sätze). Außerdem mache ich keinen Unterschied zwischen Menschen, ob Mann, Frau, Beides, Gar Nichts, Christ, Moslem, Jude, Sonstiges, Atheist. Ich unterscheide nur zwischen Gut und Böse, Nett und Unfreundlich. Mit den freundlichen Leuten vebringe ich mein Dasein, mit den unfreundlichen Leuten hab ich nichts zu tun. Mir ist es sogar egal, wen ein Moslem aus der Religion austretet. Ich verstehe nicht, warum es unter den Menschen so ein Theater um die Religionen gibt, das was geschieht ist einfach dumm...
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