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Liebe Natalie!
(So heißt meine Tochter auch)
Du bist noch sehr jung und neigst daher noch dazu, Dinge allzu direkt zu verstehen.
Im Traum spricht unser Unterbewusstsein.
Wie ich am Text sehe, bist Du ein Scheidungskind.
(Stimmt das, oder nicht?)
(Der folgende Text gilt nur für den Fall, dass das stimmt!)
Mein Mitgefühl!
Solche Situationen sind immer sehr schwer für Jungendliche oder auch für Kinder.
Diese neue Situation muss von Dir nun erst verarbeitet werden.
Vieles noch in Dir lehnt diese neue Situation ab, Du wünscht Dir die Zeiten zurück, wie sie waren.
Du siehst das Neue noch als direkte Bedrohung Deines vertrauten Lebens.
Deine Verletztheit und Verletzlichkeit kann also auf Deinen Bruder projiziert werden.
Das heißt: Du hast Angst, dass die Vergangenheit stirbt, Dein Vater und seine neue Frau trugen dazu bei. Die Verletzlichkeit im Traum ist Dein Stiefbruder.
Den „Mord“ an deiner Vergangenheit erträumst Du als einen Mord an Deinem Stiefbruder.
Du hast Unterbewusst eine Furcht vor Der Beziehung Deines Vaters mit seiner neuen Frau.
Dies ist völlig normal und auch verständlich!
Ich kann Dir nur Wünschen, dass das Verhältnis zwischen Dir und Deiner „Stiefmutter“ ein möglichst offenes und herzliches wird, nur so bleibt Dir auch der bestmögliche Kontakt zu Deinem Vater erhalten.
Wichtig ist, dass Du möglichst vorurteilsfrei auf die neue Frau zugehst, dass Du sie als Gefährtin Deines Vaters akzeptierst.
Liebe Grüße Martin
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