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Edelsteine












Hallo Edwin,

Zitat:
Ich respektiere jeden Menschen, als ein edles von Gott erschaffenes Wesen und glaube, dass sich in jedem von uns ein Bergwerk reich an Edelsteinen befindet.

Soweit keine Einwaende.

Zitat:
Nur kommt dieses Potenzial, diese Edelsteine, nicht von selbst ans Tageslicht, sondern ausschliesslich aus einer liebenvollen und wahrhaften Erziehung kann aus diesem Potenzial vollends geschöpft werden.

Das ist zunaechst einmal nur eine Behauptung, die erst durch die Untermauerung mittels Beweisen zu einer wahren Aussage werden kann.

Zitat:
Sprechen wir von einer Erziehung, so kommt uns augenblicklich zu aller erst das Verhältnis Vater-Sohn od. Vater-Tochter in den Sinn. Was für eine Erziehung habe ich genossen, wird man sich im Nachhinein fragen.
War sie gut oder schlecht, war sie zu wenig liebevoll, zu traurig oder war sie Freude bereitend und glücklich.

Was natuerlich rein subjektive Empfindungen sind.

Zitat:
Wenn wir aber etwas gefunden haben, eine schlechte Eigenschaft wie Wutausbruch, Ungeduld, Gehässigkeit, Ängstlichkeit oder ähnlichem, die zu einem Leiden führte, dann werden wir feststellen, dass wir es in unserer eigenen Umgebung wiederfinden.

Was heist hier "es"?

Zitat:
Einige werden ihre Problematik auch noch bei ihren weit züruck liegenden, älteren Generationen wiederfinden, was schlussendlich zu einer undurchschaubaren Verästelung führt.

Du spricht das Thema angeborene Verhaltensweisen an, denn nur diese werden vererbt. Alles andere ist Erziehung.

Zitat:
Ich will damit einfach sagen, dass der Mensch nicht von sich aus seine Unzulänglichkeiten erkennt und weiss zu beheben.

Das sind 2 verschiedene Dinge. Beheben / Behandlung setzt Selbsterkenntnis voraus.
Oft ist diese durchaus vorhanden. Das zeigen die stark wachsenden Zahlen des Bedarfs an Psychologen.
Eine generelles Nichterkennen eigener Unzulänglichkeiten, wie du es hier postulierst, ist nicht gegeben.
Auch die Therapierbarkeit ist in aller Regel moeglich.
Insofern ist deine Aussage schlicht falsch.

Zitat:
Unsere Welt ist ein scheinbar abgeschlossenes System, auf der materiellen Ebene scheint nicht plötzlich etwas aus dem "Nichts" hinzuzukommen,

Doch, die Quantenmechanik beweist dieses. Martin H. hat dazu bereits hier geschrieben.

Zitat:
auf der geistigen Ebene hingegen schon. Es sind die fortschreitenden Gottesoffenbarer, wie Muhammed, Jesus, Moses, Buddha, Krishna, Bab, Baha'u'llah usw., die das Menschengeschlecht auf einer höheren Instanz auf liebevollster, geduldigster und gerechtester Weise erziehen.

Die Gegenwart und die Geschichte beweisen(!) das Gegenteil.
Religioese Irrationalismen, festzementiert in Dogmen, gepaart mit religioes-emotional motivierten Ideologen haben die schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen.

Zitat:
Durch Ihnen haben wir gelernt was reine Tugendhaftigkeit ist

Nein, Tugendhaftigkeit ist aelter als die Monotheistischen Religionen.
Diese reflektieren Tugendhaftigkeit, aber sie haben sie nicht erfunden. Deshalb ist auch nicht anzunehmen, das Religionen heutzutage Quelle der Tugendhaftigkeit sind. (Auch Atheisten sind Tugendhaftigkeit)

Zitat:
und es liegt an uns, ob wir es empfangen und weitergeben wollen oder nicht. Der Mensch ist halt so veranlagt, dass wenn es ihm zu gut geht, er die Neigung besitzt diese göttliche Wahrheiten zu vergessen und deshalb braucht es kontinuierlich kommende Gottesoffenbarer, die uns wieder auf Ihn aufmerksam machen, damit wir die Gebote einhalten können.

Eine sehr gewagte Hypothese.
Denn sie bedeutet im Umkehrschluss, das 1. es allen Atheisten und Animisten zu gut geht, 2. alle menschen, denen es nicht so gut geht automatisch die Gebote einhalten.
Das diese Relation unsinnig ist, sollte auch dir eigentlich klar sein.

Zitat:
Die Seele der Welt lässt sich nicht von selbst neu beleben, was ein Perpetuum Mobile in der geistigen Welt auch ausschliesst.

Was ist den bitte die "Seele der Welt"?

Zitat:
Es ist daher unmöglich, jedem Menschen mit der gleichen Toleranz und dem gleichen Respekt gegenüberzutreten, wenn wir nicht glauben, dass wir alle im Innersten gleich vor Gott erschaffen wurden und von Ihm "abstammen".

Auch diese Aussage ist falsch. Exakt das Gegenteil ist der Fall!
Wer an Gott glaubt unterscheidet Menschen zwischen Glaeubigen und Unglaeubigen.
Die daraus resultierenden Konsequenzen sind hinlaenglich bekannt.

Zitat:
Ghandi, ein sehr gutes Beispiel, hat ohne jeglicher Gewalt, obwohl der äusserst brutalen Vorgehensweise der damaligen Kolonialmacht England, gegen sie "gekämpft" mit wahrhafter Tugendhaftigkeit und mit dem Glauben an Gott, weil er wusste, dass er nur so die göttliche Liebe weitergeben und nur so einen wahrhaften Sieg in den Herzen der Menschen erringen kann. Ein wahrhaftiges Vorbild, von dem wir viel lernen könnten...

Und du bist sicher, das so ein Verhalten einem Atheisten oder Polytheisten unmoeglich ist?
Solche eine Hypothese halte ich fuer nicht ueberzeugend.

Zitat:
Der Glaube an Gott hilft uns mehr gutgemeinte Kritik an uns selbst auszuüben, was uns wiederum auf unserem endlosen Pfad der Vergeistigung weiterbringt.

Schliesslich ist auch dieses falsch, denn eine solche Kritik ist nur seltenst in Religionen vorzufinden, da jede glaubt die absolute, letzte Wahrheit zu kennen. Dieses und viele andere Dogmen verhindern ja gerade rationale Selbstkritik.

LG
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