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Hallo Clone01,
Meine Aussage scheint zwar auf den ersten Blick für einige Leute meschenverachtend zu sein, ist aber beim genaueren Hinsehen und in anbetracht vieler Umstände und Einflüsse überhaupt nicht zynisch gemeint.
Ich respektiere jeden Menschen, als ein edles von Gott erschaffenes Wesen und glaube, dass sich in jedem von uns ein Bergwerk reich an Edelsteinen befindet. Nur kommt dieses Potenzial, diese Edelsteine, nicht von selbst ans Tageslicht, sondern ausschliesslich aus einer liebenvollen und wahrhaften Erziehung kann aus diesem Potenzial vollends geschöpft werden.
Sprechen wir von einer Erziehung, so kommt uns augenblicklich zu aller erst das Verhältnis Vater-Sohn od. Vater-Tochter in den Sinn. Was für eine Erziehung habe ich genossen, wird man sich im Nachhinein fragen.
War sie gut oder schlecht, war sie zu wenig liebevoll, zu traurig oder war sie Freude bereitend und glücklich.
Wenn wir aber etwas gefunden haben, eine schlechte Eigenschaft wie Wutausbruch, Ungeduld, Gehässigkeit, Ängstlichkeit oder ähnlichem, die zu einem Leiden führte, dann werden wir feststellen, dass wir es in unserer eigenen Umgebung wiederfinden. Wenn dieser grosse Gedankenschritt getan wurde, wir man versuchen den Ursprung dieses Fehlverhaltens zu analysieren und sich Gedanken darüber zu machen, wie sich das Problem am besten lösen lässt. Einige werden ihre Problematik auch noch bei ihren weit züruck liegenden, älteren Generationen wiederfinden, was schlussendlich zu einer undurchschaubaren Verästelung führt.
Ich will damit einfach sagen, dass der Mensch nicht von sich aus seine Unzulänglichkeiten erkennt und weiss zu beheben. Unsere Welt ist ein scheinbar abgeschlossenes System, auf der materiellen Ebene scheint nicht plötzlich etwas aus dem "Nichts" hinzuzukommen, auf der geistigen Ebene hingegen schon. Es sind die fortschreitenden Gottesoffenbarer, wie Muhammed, Jesus, Moses, Buddha, Krishna, Bab, Baha'u'llah usw., die das Menschengeschlecht auf einer höheren Instanz auf liebevollster, geduldigster und gerechtester Weise erziehen. Durch Ihnen haben wir gelernt was reine Tugendhaftigkeit ist und es liegt an uns, ob wir es empfangen und weitergeben wollen oder nicht. Der Mensch ist halt so veranlagt, dass wenn es ihm zu gut geht, er die Neigung besitzt diese göttliche Wahrheiten zu vergessen und deshalb braucht es kontinuierlich kommende Gottesoffenbarer, die uns wieder auf Ihn aufmerksam machen, damit wir die Gebote einhalten können. Die Seele der Welt lässt sich nicht von selbst neu beleben, was ein Perpetuum Mobile in der geistigen Welt auch ausschliesst.
Es ist daher unmöglich, jedem Menschen mit der gleichen Toleranz und dem gleichen Respekt gegenüberzutreten, wenn wir nicht glauben, dass wir alle im Innersten gleich vor Gott erschaffen wurden und von Ihm "abstammen".
Ghandi, ein sehr gutes Beispiel, hat ohne jeglicher Gewalt, obwohl der äusserst brutalen Vorgehensweise der damaligen Kolonialmacht England, gegen sie "gekämpft" mit wahrhafter Tugendhaftigkeit und mit dem Glauben an Gott, weil er wusste, dass er nur so die göttliche Liebe weitergeben und nur so einen wahrhaften Sieg in den Herzen der Menschen erringen kann. Ein wahrhaftiges Vorbild, von dem wir viel lernen könnten...
Der Glaube an Gott hilft uns mehr gutgemeinte Kritik an uns selbst auszuüben, was uns wiederum auf unserem endlosen Pfad der Vergeistigung weiterbringt.
Liebe Grüsse
Edwin
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