|
|
|
| Zitat: |
Die beiden Autoren sind bekannt dafür, dass sie so ziemlich jedes Rätsel lösen: Qumran und ein angeblich erfundenes Christentum, der heilige Gral, die Templer usw. In der Tat liest sich das Buch spannend, für diejenigen, die aber nur dieses Buch lesen, ohne das Umfeld (historisch, religiös u. wissenschaftlich) zu betrachten, scheint es mitunter sehr glaubhaft. Näher betrachtet strotzt es vor Fehlinformationen, zusammengesponnenen Hypothesen und falschen Behauptungen. Wer einmal selbst in Qumran war, wird sicherlich nie auf die Idee kommen, die essenische Klosteranlage als Fort zu bezeichnen. Und dass es eine Schmiede gab, ist lange noch kein Indiz- in jedem mittelalterl. Kloster gab es das auch!
Übrigens sind inzwischen ALLE Schriften veröffentlicht.
Merkwürdig, dass das Antwortbuch "Jesus, Qumran und der Vatikan" mit all den Richtigstellungen nicht in den Bestsellerlisten auftaucht- riecht ja auch zu wenig nach "Aha-jetzt haben wir`s ja"- Sensation. Die Autoren scheffeln Geld mit angeblichen Enthüllungen, die halt keine sind. Halbwahrheiten und pure Erfindungen werden hier gepaart und in thrillerhafter manier als Fakten angepriesen.Und auf den Fund von einer Münze werden abstruse Gedankenkonstruktionen errichtet, die so himmelschreiend hanebüchen sind... Ganz in Erich-von-Däniken-manier. Hauptsache man hat etwas unglaubliches herausgefunden und offenbart. Jemand aufgefallen, dass selbst auf dem Umschlag der hebräische Text auf dem Kopf steht? Ein trauriger Beitrag zur gegenwärtigen Strömung, das Christentum an den Pranger zu stellen! fakt ist: Qumranrollen und Christentum haben gewissen Ähnlichkeiten- aber das muss ja so sein, da sie beide aus der gleichen Quelle schöpfen. Ansonsten sind aber keine direkten Berührungspunkte beleg- oder beweisbar. Die Rollen von Qumran sind ein interessantes, inspirierendes Zeugnis der jüdisch-essenischen Geisteswelt im 1. Jahrhundert, aber eben keine christlichen Schriften.Am besten gleich Übersetzungen der Rollen lesen und sich selbst ein Bild machen... |
|
|
|