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Hallo,
Glaubenswahrheiten ist ein Wort, das irgendwie etwas seltsam in meinen Ohren klingt. Irgendwas ist da für mich etwas übereinandergestapelt.
Was man glaubt, das hält man doch für wahr.
Ich denke, dass es doch einigen Menschen klar ist, dass ihr Glaube ihre Wahrheit ist und der andere einen anderen Glauben für wahr hält. Was für manchen Verfechter einer Glaubensrichtig schwer zu ertragen ist ist die Tatsache, dass es nicht nur einen richtigen Glauben geben kann (nämlich seinen). Das würde alles so einfach machen, vor allem so übersichtlich! Aber ich denke nicht, dass das geht.
Es gibt m.E. keine Instanz, die uns Menschen die absolute Wahrheit mitteilt, aber es gibt sicherlich eine Instanz - Gott - die mit jedem Menschen kommuniziert und in jedem Menschen menschliche Wahrheit weckt.
Die einen brauchen einen harten Gott, weil sie nichts anderes als Härte kennengelernt haben, die andere brauchen einen liebevollen Gott, weil für sie Liebe wichtig ist, wieder andere klammern sich an einen zornigen Gott, der ihnen genügend Angst macht, damit sie auf ihrem Weg bleiben, auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, heisst es im Volksmund.
Aber: Warum sollte man nicht Mut zu seiner eigenen Wahrheit haben? Nur weil kein Mensch die absolute Wahrheit hat, darf man doch seine Wahrheit glauben und vertreten. Als seine Wahrheit.
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