Entführung, Flucht und Mord


Hi alle zusammen !

Ja heute Nacht war mal wieder die Nacht der Träume ! ..einen möchte ich erzählen...

Eine Frau und ich, wurden entführt. Wie standen in einer Wohnung. Konnten uns aber frei bewegen, es gab Fernseher, Radio und sogar : Internet !
Unsere Entführer kamen irgendwann einmal herein und rissen alle Kable aus der Wand. Wir konnten also keine Hilfe mehr holen.
Irgendwie gelang uns die Flucht.
Wir kletterten an einer sehr hohen , ja eine Art Mauer, hoch, dort hielten wir uns an Gitterstäben fest, es war ein vergittertes Fenster. Ein Mann war noch bei uns, wo der her kam und wie er da mit hineinspielt - keine Ahnung.
Die Frau konnte sich nicht mehr halten und stürzte in die Tiefe, ich war entsetzt, schaute rüber zu dem Mann, auch in seinem Gesicht blankes Entsetzen.
Sie stürzte sehr, sehr tief, ich wußte, das kann sie nicht überlebt haben, unmöglich. Als sie aufprallte, was ich nicht sah, weil sich in diesem Moment der Boden auftat, ähnlich wie ein sehr großer Riss in der Erde. Es kam eine Stadt zum Vorschein, ich konnte die Spitzdächer sehen, die Schornsteine, aber nicht tiefer sehen, da alles voller Staub war.
Und dann ließ sich dieser Mann neben mir fallen, rief mir zu, er müsse sie retten. Ich dachte mir, ist der verrückt, das überlebt er doch nie ! Er sprang und er landete auf einem Flachdach, stand auf, schaute zu mir hoch, machte mir ein Zeichen wie: alles okay, nix passieert ich gehe sie suchen und sprang vom Dach in den Staub.
...und ich hing noch immer da oben an diesen Gittern, wollte nicht springen, konnte aber auch nicht rauf, für was auch, da waren ja diese Gitter, ich hätte gar nicht fliehen können.

Dann träumte ich noch etwas, das schreibe ich aber nicht, weil es nur mich betrifft, ich es auch deuten kannn...als ich aus der Wohnung ging, klingelte ein Telefon. Ich nahm den Hörer ab und hörte einen Mann mit einer Frau sprechen, dann hörte ich einen Schuß und wußte, dieser Mann hat gerade eine Frau getötet. Ich konnte nur fassungslos diesen Hörer anstarren, es war eine Art Band, ich hörte es wieder und wieder , ich konnte einfach nichts tun, konnte nicht helfen, wurde am Telefon Zeuge eines Mordes und ich wußte, dass ich die Nächste sein werde, die erschossen wird.

Puh... das war echt unheimlich, mal abgesehen von dem kleinen Teil den ich weggelassen habe, der allerdings sehr schön war, auch etwas mit Abschied nehmen zu hatte, ich aber die Tür offen ließ.... und dann eben dieser Anruf. hm.... was soll ich mit diesem Traum anfangen...?

LG
Luna
Hallo Luna,

sicherlich sind es verschiedene Sichtweisen auf "ein und dasselbe Thema", die "richtige" Sichtweise sicherlich in dem schönen Teil den du nicht schreibst. Vergiß die anderen.

Alles Liebe von Yojo
Oh Yojo !

Du kannst Dir nicht vorstellen, wie ich auf Deine Antwort gewartet habe ! ...der andere Teil, auwaia..... der war wie gesagt auch mit Abschied verbunden....und die Tür ließ ich offen, weil ich so schlecht loslassen kann..... und es gibt Dinge im Leben, die kann man nicht überbrücken, weil es unmöglich ist.... die Zeit, die kann man nicht überbrücken.... *seufz*, na denn wollen wir das Deckmäntelchen der Diskretion darüber fallen lassen.

LG
Luna
Liebe Luna,

siehst du, so schlecht "loslassen", "den Absprung schaffen", alles verschieden Sichtweisen. Du suchst den gangbaren Weg, für dich. Es wird alles werden. Du siehst nachts im Traum mit den Augen der Seele, und du suchst genauso wie am Tag mit dem Verstand nach einer Lösung. Du bist auf dem richtigen Weg. Mit Sicherheit. Vertraue auf Gott!

Man kann alles überbrücken. Auch die Zeit. Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die unvorstellbar sind, und dennoch gehen. Diese Wege gehen allerdings durch Landschaften, die wenig "bevölkert" sind

Alles Liebe von Yojo.
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)
Lieber Yojo,

ja, dieser Weg ist wenig bevölkert, und das ich nach dem gehbaren Weg suche, ist auch richtig.
Man sagt, man solle mehr auf sein Bauchgefühl "hören", aber wie soll das gehen, wenn der Bauch das richtige rät, das Bauchgefühl die Schwierigkeiten des "Stofflichen" aber nicht mit einbezieht....

In den letzten Nächten träume ich sehr extrem.
Heute Nacht ist z.B. meine Mutter gestorben. Ich sprach noch mit ihr, dann sah ich einen Motorradfahrer und wußte, dass er eine Bombe hat und sie zünden wird.
Dann lief ich auf einer dunklen Straße, es ging leicht abwärts, diese Straße kenne ich (ich träumte schon einmal etwas ähnliches, stand aber an der Kreuzung und wußte wohin ich abbiegen muß), sie führt von der Stadt in welcher ich wohne in die nächste. Dort gehe ich mit meiner Freundin und Freund ( es handelt sich um eine platonische Freundschaft, wir drei sind zusammen groß geworden) und ich bleibe stehen, weine und sage zu ihnen: ich bin ganz alleine, sie ist tot.

Ja es ist ein wenig bevölkerter Weg. Ich hoffe das diese Träume bald aufhören und das ich endlich den "Absprung" schaffe.
Auf Gott vertrauen...

Wenn du an einem Kreuzweg stehst, und schwankst, wohin du weitergehst, vertrau' auf Gott, er macht dir Mut, er rät dir gut.

LG
Luna
Liebe Luna,

wenn deine Mama im Traum stirbt, dann ändert sich etwas im Land deines Herzens; das wechseln von einer Stadt in die andere symbolisiert es gut. "Deine jetzige" Stadt ist das "vertraute Umfeld", welches deine Mama kennt und gutheißt. Damit ist ihre Prägung in dir, ihre Stimme in deinem Herzen gemeint, nicht deine Mama selbst.

Die Stadt ist Symbol für das gesamte Lebensumfeld. Zum Beispiel symbolisiert sie für den Gläubigen sein Heiliges Buch, "sein Buch Gottes".

Für den Juden ist es das alte Testament, für den Christen die Bibel, für den Moslem der Quran, für den Bahá'i die Tablets und Schriften von Bahá'u'lláh. Diese Schriften bilden im weitesten Sinne den Lebensraum eines Menschen. Bahá'u'lláh nennt sie "die Stadt Gottes", die mit den Zeitaltern wechselt.

Auf dem Weg von einer Stadt in die andere ist so manche Prüfung zu überstehen, egal was die Stadt nun symbolisiert. Es ist immer das lösen von etwas vertrautem, ein Gang voller Hoffnung in ein neues Land, immer ein "zurücklassen von altem, vertrautem", was man jedoch, was die Stadt Gottes anbelangt, in der neuen Stadt wiederfindet. Aber man weiß es erst, wenn man da ist....

Genauso ist der Motorradfahrer dasselbe Symbol mit anderer Sichtweise....

Du kannst die Wege meditativ erkunden versuchen. So mache ich das mit Bahi, wenn ich nicht weiß wo es langgeht. Ich gehe den Weg in voller Aufrichtigkeit im Herzen. Dann schickt sie mir einen Traum, eine Einblendung. Und ich sehe, ob es ins Eis, in den Schnee, oder in blühende Lande geht. Und ich kann das Ziel in meinem Herzen so lange anpassen, bis das Bild meines Weges das schönste ist. Meist nach 2, 3 Versuchen. Diesen Weg gehe ich dann. Das ist dann wichtig, dieses gehen.

Alles Liebe von Yojo
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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)