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O ihr Achtlosen!
Wähnt nicht, die Geheimnisse eures Herzens seien verborgen, nein, wisset vielmehr mit Gewißheit, daß sie in deutlichen Zeichen eingemeißelt und in der heiligen Gegenwart offenbar sind. (pers. 59)
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O Freunde!
Wahrlich, Ich sage: Alles, was ihr in eurem Herzen verbergt, ist Uns unverhüllt und offenbar wie der Tag. Daß es verborgen blieb, ist Unsere Gnade und Gunst, nicht euer Verdienst. (pers. 60)
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O Sohn des Menschen!
Einen Tautropfen aus dem unerschöpflichen Meer Meines Erbarmens ließ Ich auf die Erdenvölker fallen, fand indes keinen, der ihn beachtet hätte, weil ein jeder, den himmlischen Wein der Einheit fliehend, faulem Schmutz und Abschaum zugewandt ist und, mit dem sterblichen Becher zufrieden, den Kelch unsterblicher Schönheit verschmäht. Erbärmlich ist, womit man sich zufrieden gibt. (pers. 61)
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O Sohn des Staubes!
Wende deine Augen nicht ab von dem unvergleichlichen Wein des unsterblichen Geliebten und öffne sie nicht dem faulen, sterblichen Bodensatz. Nimm aus den Händen des göttlichen Mundschenks den Kelch unsterblichen Lebens, damit alle Weisheit dein sei und du die mystische Stimme aus dem Reich des Unsichtbaren rufen hörst. Laßt vernehmen, die ihr niedrigen Zielen zustrebt! Warum zieht ihr vergängliches Wasser Meinem heiligen, unvergänglichen Weine vor? (pers. 62)
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O ihr Völker der Welt!
Wisset wahrlich, daß unerwartetes Unheil euch verfolgt und schmerzliche Vergeltung eurer harrt. Wähnt nicht, vor Meinem Angesicht sei getilgt, was ihr begangen. Bei Meiner Schönheit! Alle eure Taten hat Meine Feder mit klaren Lettern auf Tafeln von Chrysolith gemeißelt.
(pers. 63)
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