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Die Verborgenen Worte












O Sohn der Großmut!
Aus den Wüsten des Nichtseins formte Ich dich durch den Lehm Meines Befehls. Ich befahl allen Atomen des Seins und dem Wesen alles Erschaffenen, dich zu erziehen. Noch ehe du aus deiner Mutter Schoß entbunden warst, bestimmte Ich dir zwei Quellen heller Milch, Augen, über dich zu wachen, und Herzen, dich zu lieben. Voll Güte nährte Ich dich im Schatten Meines Erbarmens und wachte über dir durch das Wesen Meiner Gnade und Gunst. Dies alles tat Ich, damit du in Mein immerwährendes Reich gelangest und Meiner unsichtbaren Gaben würdig werdest. Du aber bliebst achtlos. Herangereift mißachtetest du all Meine Gaben, befangen in deinem eitlen Wahn, so daß du alles vergaßest, dich vom Tore des Freundes abwandtest und am Hofe Meines Feindes Wohnung nahmst. (pers. 29)
O Sklave dieser Welt!
Zu mancher Morgenstunde wehte der Hauch Meiner Güte über dich hin und fand dich tief schlafend auf dem Lager der Achtlosigkeit. Weinend über deine Lage, kehrte er zurück, woher er gekommen. (pers. 30)
O Sohn der Erde!
Wenn du Mich begehrst, suche niemanden außer Mir. Willst du Meine Schönheit schauen, so schließe deine Augen vor der Welt und allem, was darinnen ist. Denn Mein Wille und der Wille eines anderen sind wie Feuer und Wasser; sie können nicht im selben Herzen wohnen. (pers. 31)
O Fremdling, dem Freundschaft erwiesen wird!
Die Kerze deines Herzens ist durch die Hand Meiner Macht entzündet. Lösche sie nicht durch die widrigen Winde der Selbstsucht und der Leidenschaft. Meiner zu gedenken, ist dein Heil in allen Gebrechen; vergiß dies nicht. Mache Meine Liebe zu deinem Schatz und hege sie wie dein Augenlicht und dein Leben. (pers. 32)
O Mein Bruder!
Horch auf die lieblichen Worte Meines Zuckermundes und trinke den Strom mystischer Heiligkeit in großen Zügen von Meinen Honiglippen. Säe den Samen Meiner göttlichen Weisheit in deines Herzens reinen Grund und begieß ihn mit dem Wasser der Gewißheit, damit in der geheiligten Stadt deines Herzens die Hyazinthen Meiner Erkenntnis und Weisheit frisch und grün emporsprießen. (pers. 33)
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