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Gebet im Islam












@keys

danke für Deine aufschlussreiche Antwort. Nun habe ich es verstanden.

Ja, es ist wesentlich, dass wir so oft (und hoffentlich immer öfter) wie möglich in Verbindung mit Gott sind.

Bisher erschien es mir so, dass Muslime sich eher an z.B. die fünf Gebetszeiten halten, als dass es wichtig für sie wäre, ständige "Verbindung" zu Gott aufrecht zu erhalten. Dass dem nicht so sein sollte, hast Du gut erklärt.

Liebe Grüße
Salam Gabriele!

Zitat:
Weshalb beten wir ? Weiß Gott nicht alles, was wir uns wünschen ? Weiß er nicht, was wir brauchen ?


Ja genau und deshalb schenkt er uns das Gebet, das Gedenken und Meditation.
Gott weiß um uns, aber was wissen wir um IHN?

Zitat:
(…)zwei Armeen stoßen aufeinander, um sich gegenseitig abzuschlachten und zu
vernichten. Jede Seite sendet Bitten an den allmächtigen Gott für den
Sieg der eigenen Armee. Schreckliche Gotteslästerung liegt darin und
äußerster Mangel an Verständnis über den göttlichen Charakter der
Regierung des Universums

(…)Unsere Gebete entspringen unserer Unwissenheit und Schwäche: Unwissenheit über
unsere dringendsten Bedürfnisse und Schwäche, weil wir wünschen, daß
andere Dinge für uns tun sollen, weil uns der Mut oder der Wille fehlt,
damit zu beginnen, es selbst zu tun.(…)


Wenn Du dies als Zitate und Erkenntnisantwort auf meine Beiträge anführst, dann hast Du nichts von meinen Beiträgen über das Beten u. Gedenken an/in Gott verstanden.

Zitat:
„Sie beten aus folgendem Grund: weil es Frieden
bringt, weil es das Gefühl vermittelt, daß sie ihre Last einem anderen
aufbürden und auch, weil es das unauslöschliche Gefühl des menschlichen
Herzens stärkt, daß es geistige Kräfte von gewaltiger – wie soll ich
sagen – gleichbleibend gewaltiger Aktivität in der Welt gibt, und daß wir,
indem wir an diese Wesen denken, mit ihnen in Berührung kommen.
Ja, so ist es!“


Nichts will ich einem anderen aufbürden!Noch nicht einmal Gott! Wozu auch? Jemanden etwas aufbürden widerspricht für mich dem kategorische Imperativ ja dem Glauben an Gott!!!
Dieses aufbürden stärkt nicht das Herz, es schwächt es!
Wie z.B. die Sühne des Katholizismus. Menschliche Fehler als Opfergabe ohne daraus lernen zu müssen? Um mich ins Paradies einkaufen zu können?
Wenn ich mich nicht selbst und die Welt annehmen kann, wie will ich dann Gott annehmen, geschweige denn IHN Beten/Gedenken???

Zitat:
(…)daß wir, indem wir an diese Wesen denken, mit ihnen in Berührung kommen.


Ich gedenke nicht diese Wesen (mehrzahl)sondern des EINEN Wesens!

ISA!
Hi, @ISA

1. Du hast den Satz aus dem Kontext genommen. Siehe Link, in dem der gesamte Textinhalt die Aussagen verdeutlicht.
2. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand 5 x oder mehr betet. Warum sollte ich auch ?
3. Gott ist nicht allein im Universum. Gott ist das gesamte Universum.
Gott hat seine Helfer. Sie stehen ihm in allem zur Seite.
Wie unten so oben, wie oben so unten. Hermes Trismegistos.
4. Gott ist für mich alles, was lebt, auch scheinbar unbeseelte Materie. Weil Gott in allem ist. In jedem Wesen und in allem, woraus die Welt besteht.
5. Als Freidenker lasse ich mir Spielraum. Es gibt keine Form, der ich anhänge. Wann Gott alles ist, dann ist er in mir, in jedem Teil in mir und genauso in allen Menschen dieser Welt. Meine Seele hat sich hier inkarniert, denn mit meinem Denken und Fühlen wäre ich in einer anderen Kultur sicherlich verloren. Deine Seele hat sich in diesem Leben im islamischen Kulturraum inkarniert und in diesem gibt es einen anderen Spielraum. Was sicherlich seine Berechtigung hat. Die äußeren Umstände sind andere. Das möchte ich nicht werten, ich stelle nur fest.
6. Aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen, die sich sicherlich nicht vereinbaren lassen, zolle ich dir als Mensch Respekt und Achtung. Nichtsdestotrotz habe ich meine eigenen Erkenntnisse, Wünsche und Ansichten. In diesem Land und in dieser Gesellschaft habe ich das Recht, mich dem zuzuwenden, das mich innerlich anspricht und dem ich vom Gefühl her Zustimmung zollen kann.
7. Weisheiten erlangt jeder Mensch auf seine Weise. Was der eine braucht, ist für den anderen nicht notwendig. Wonach es den einen verlangt, ist für den anderen nicht annehmbar.
8. Wichtig ist, den anderen als von Gott gewünscht anzunehmen. Ihn zu respektieren und auch mal Dinge so stehen lassen zu können, wie sie sind.
Denn Gott liebt die Vielfalt, die er geschaffen hat. Für mich ist alles, was ist, in Gott und ist Gott. Gottes Schöpferkraft durchstrahlt alles Existierende.

freundliche Grüße
Salam Gabriele!

Wohl war, dass ich Deine Zitate aus dem Zusammenhang gerissen habe. Ich habe mehrfach versucht den Link zu aktivieren um evtl. etwas besonnener zu reagieren. Da dies aber nicht funktionierte habe ich das nicht stehen gelassen, was ich für mich nicht stehen lassen konnte.

Nimm es mir nicht übel!

Zitat:
2. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand 5 x oder mehr betet. Warum sollte ich auch ?

Ich habe ganz sicher was da gegen, wenn es lehre Worthülsen sind um sich ins Paradies einkaufen zu können.

Zitat:
3. Gott ist nicht allein im Universum. Gott ist das gesamte Universum. Gott hat seine Helfer. Sie stehen ihm in allem zur Seite. Wie unten so oben, wie oben so unten.

Genau, weil ER der Schöpfer von allem ist.

Zitat:
4. Gott ist für mich alles, was lebt, auch scheinbar unbeseelte Materie. Weil Gott in allem ist. In jedem Wesen und in allem, woraus die Welt besteht.
Sehe ich nicht anders als Du!

Zitat:
5. Als Freidenker lasse ich mir Spielraum. Es gibt keine Form, der ich anhänge. Wann Gott alles ist, dann ist er in mir, in jedem Teil in mir und genauso in allen Menschen dieser Welt. Meine Seele hat sich hier inkarniert, denn mit meinem Denken und Fühlen wäre ich in einer anderen Kultur sicherlich verloren. Deine Seele hat sich in diesem Leben im islamischen Kulturraum inkarniert und in diesem gibt es einen anderen Spielraum. Was sicherlich seine Berechtigung hat. Die äußeren Umstände sind andere. Das möchte ich nicht werten, ich stelle nur fest.

Wie wenig Du mich doch kennst und wie bekannt mir Deine Worte doch sind.
Aber meine Seele hat sich nicht im islamischen Kulturaum inkaniert, sondern in das hier und jetzt in dem wir beide reden können. Und für den Islam habe ich mich aus meinem freihen Willen, so sieben Jahre nach meiner Geistigen Geburt entschieden. Somit ist der Spielraum der selbe und es gibt keine anderen äußeren Umstände, denn wir beide sind Menschen in SEINEM Leben.
Und in dem Du feststellst, hast Du für Dich eine Wertung getroffen. Denn in Deiner Einschätzung was ich bin oder nicht und wohin ich zu zuordnen bin liegst Du falsch.

Zitat:
6. Aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen, die sich sicherlich nicht vereinbaren lassen, zolle ich dir als Mensch Respekt und Achtung. Nichtsdestotrotz habe ich meine eigenen Erkenntnisse, Wünsche und Ansichten. In diesem Land und in dieser Gesellschaft habe ich das Recht, mich dem zuzuwenden, das mich innerlich anspricht und dem ich vom Gefühl her Zustimmung zollen kann.

Danke für Deinen Respekt und Deine Achtung, das beruht sich selbstverständlich auf Gegenseitigkeit! Und schön, dass Du Dich in einer Sicherheit wiegst, dass sich unsere Sichtweisen, nicht vereinbaren lassen. Wir beide treffen in diesem Forum das erste mal aufeinander und schon hast Du mich in eine Schublade gesteckt. Ist das Deine Praxis des Glaubens an Gott?

Ich habe auch in meinem Leben und durch mein Leben Erkenntnisse, Wünsche und Ansichten, die sehr wohl mit dieser Gesellschaft in Recht und Freiheit konform sind. Ich füge der Sache nur mein Glauben an Gott hinzu, welches diese Gesellschaft durch mein Leben in einem winzig kleinen Teil der Praxis, mit Gerechtigkeit, Liebe, Mitgefühl und Soziales Engagement erfüllt. So wie es doch jeder Aufrichtige Glaube verlangt.

Zitat:
7. Weisheiten erlangt jeder Mensch auf seine Weise. Was der eine braucht, ist für den anderen nicht notwendig. Wonach es den einen verlangt, ist für den anderen nicht annehmbar.

Weisheit ist eine Gabe. Man kann unendlich viel wissen und Erkenntnis erlangen, aber das macht einen Menschen noch lange nicht Weise. Auch kann man die Weisheit nicht festhalten. Weisheit ist eine Erkenntnis der höheren Dimension. Nicht jeder Mensch wird dieser Gnade zuteil!

Zitat:
8. Wichtig ist, den anderen als von Gott gewünscht anzunehmen. Ihn zu respektieren und auch mal Dinge so stehen lassen zu können, wie sie sind.
Denn Gott liebt die Vielfalt, die er geschaffen hat. Für mich ist alles, was ist, in Gott und ist Gott. Gottes Schöpferkraft durchstrahlt alles Existierende.

Dem stimme ich Dir zu, bis auf den Punkt, das man einfach mal par Dinge so stehen lassen sollte, weil sie so sind.

(Ungerechtigkeit sollte ich aus Respekt der Vielfalt und Annahme Gottes auch so stehen lassen?)

Ich verstehe aber was Du mir sagen willst!

Aber:

Was ich nicht verstehe hinterfrage ich, auch wenn ich es auf eine subtile art mache. Wenn ich etwas absolut unkonform finde mit meinen Ansichten, widerspreche ich. Und dies mache ich auch mit Gott. Deshalb kann ich lernen weil ich nicht einfach Dinge stehen lasse.
Und wenn aus zwei scheinbar unterschidlichen Meinungen im Dialog ein Konsens gefunden wird, so entsteht was göttliches. Dies bringt weiter und nicht die Erkenntnisse, die nicht angewendet werden.

Stehen lassen verändert nichts und das Leben/Gott ist Bewegung !

LG ISA!
Zitat:
Wir beide treffen in diesem Forum das erste mal aufeinander und schon hast Du mich in eine Schublade gesteckt. Ist das Deine Praxis des Glaubens an Gott?


Hi, ISA, ich kenne Dich nur vom Schreiben,nicht persönlich. Also spüre ich Empfindungen und reagiere. Es ist schon seltsam, wenn man sich eine Meinung bildet und Menschen es nicht mögen, dann bringen sie immer diesen Spruch mit der Schublade. Da stutze ich und denke: warum denken sie es. Du siehst sie so und sie wehren sich. Ich kenne das Schubladen-Denken der Menschen. Sie stecken dich immer in eine Schublade. Ob auf der Arbeit, im Bekanntenkreis und im Verwandtschaftsverhältnis. Sie beobachten dich und bilden sich ihre Meinung aus subjektiver Sichtweise. denn sie sehen nicht dein ganzes Ich, deine Person, sondern sie werten dich nach ihren eigenen Richtlinien. Sie glauben dich so zu sehen und doch urteilen sie nur nach ihrem Empfinden. Sie nehmen ein paar Eigenschaften heraus und urteilen, weil sie so nicht handeln würden, weil sie anders handeln und möchten manchmal gern deine Unterwerfung, dein reumütiges: ja, ich bin so, wie du sagst. Als Lernender in diesem Leben ist man nie vollkommen und der andere neben dir auch nicht. Deshalb ist es vielleicht wichtig, zu lernen, sich erst einmal mit all seinen Tugenden und Untugenden anzunehmen, um zu erkennen, daß man selbst nicht perfekt ist, aber von Gott geliebt und daß der andere ebenfalls nicht perfekt ist und auch von Gott geliebt wird. Trotzdem behält man im Leben immer eine gewisse Einschätzung bei und ist froh, wenn man sie ändern kann oder sie eben bestätigt wird. Könnte man noch stundenlang darüber schreiben. Lassen wir es erst mal bleiben Haben ja alle unsere Erfahrungen im Leben gemacht und das ist gut so.

Zitat:
Weisheit ist eine Gabe.


Wohl wahr und der wirklich Weise ist eben erhaben über allem.

http://www.transpersonal.com/frage/ant9811.htm

Naja, darüber könnte man auch wieder einen Dialog führen.

Zitat:
Die innere Weisheit ist in jedem Menschen. Wenn wir es gelernt haben, (manche können das vielleicht von Natur aus) darauf zu hören, ist es wie ein bereits festgelegter Weg der durchs Leben führt. Man hat in Momenten des tiefen Bewußtseins dann die Gewißheit (Innere Weisheit) auf dem richtigen Weg seines Lebens (gilt nur für uns selbst) zu sein.

Die innere Weisheit läßt uns auch die Dinge und Vorgänge in einem anderen Licht erscheinen. Plötzlich erkennen wir, ob eines vermeintlichen Unglücks, daß es doch ein Glück war.


Erstaunlich, wie schnell von man einem zum anderen kommt und wie doch das Leben interessant ist, weil über so vieles gesprochen werden kann.

Ich will jetzt nicht auf alles eingehen, sondern betrachte das Thema weitgehend besprochen.

Zitat:
Dem stimme ich Dir zu, bis auf den Punkt, das man einfach mal par Dinge so stehen lassen sollte, weil sie so sind.


Etwas anzunehmen oder stehen zu lassen, bedeutet auch eine gewisse Art von Demut zu üben. Sich nicht immer zu erheben und gegen alles zu wettern. Mance Geschehnisse tragen dazu bei, auch einmal den Kopf zu senken und zu sagen: es war dann eben auch Gottes Wille.

Zitat:
das Leben/Gott ist Bewegung !


Dem kann ich zustimmen. Habe es selbst wie viele andere Menschen am eigenen Leib erfahren.

Deshalb habe ich gesucht, wo ich fündig wurde und trotzdem gibt es für mich nichts, was ich unbedenklich annehme. Immer gibt es Aussagen, bei denen ich kein gutes Gefühl habe, wenn ich Theorie und Praxis vergleiche.

Aber das liegt auch wieder an der Sichtweise, die in jedem Menschen veranlagt ist durch Erziehung und Erfahrung. Aber das ist wieder ein weiteres Thema.

freundliche Grüße
Forum -> Islam

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