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| Mir ist mal vor einpaar Jahre mein Kater weg gelaufen und ich war richtig traurig aber wie man so sagt die Zeit heilt alle Wunden! Jeder Mensch verliert mal ein geliebten Menschen und ihr müsst mit eure Trauer klar werden das leben geht schließlich weiter!
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Sicher, aber am Anfang weiss man nicht so richtig, wie das alles gehen soll.
und ob es wirklich geht.
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Lieber lonly,
Du schreibst, das es Dir schlecht geht, weil Du nicht bemerkt hast, das es Deiner Mutter schlechter geht. Man kann nicht sehen, was wann und wie geschieht. Und, ich finde das auch gut, weil wir so nicht so grosse Angst vor dem Leben haben, als wenn wir alles im Voraus wissen würden.
Nun, sicher hast Du Deine Mutter angeschrieen, kurz bevor sie starb, aber, sie versteht das sicher. Deine Mutter hat nun unsere begrenzte Vorstellung mit Gut/Böse, Hell/Dunkel usw. verlassen und versteht um so vieles mehr, als wir uns jemals vorstellen können. Wäre sie sonst so besorgt um Dich und würde sie sonst bei Dir bleiben wollen?
Ausserdem wäre eine Welt in der nur noch Friede Freude Eierkuchen herrschen würde doch furchtbar (in jeder Hinsicht). Man muss auch mal schreien dürfen und böse sein dürfen, man weiss ja nicht, ob der, den man anschreit, im nächsten Augenblick nicht vielleicht sterben könnte.
Das Deine Freunde Dich nur schweigend angesehen haben ist normal, denn: Was sagt man als junger Mensch, wenn man auf einmal bemerkt wie kurz und begrenzt unser Leben ist? Mit dem Tod und dem Leben umzugehen ist sehr schwer und, gerade wenn man meint es begriffen zu haben ist es schon an der Zeit zu gehen.
Selbst mir fällt es oft schwer Worte zu finden, und ich arbeite schon lange Zeit in Sterbebegleitung. Wenn ich sehr an einem Patienten gehangen habe weine auch ich und dann ist es mir fast unmöglich Worte des Trostes für die Familie zu finden, weil ich selber so traurig bin. Nach langer Zeit habe ich aber dann gelernt mit der Familie zu weinen, weil das besser als schweigen ist. Nur: Wie wollen das so junge Menschen wie Du wissen, wo sollt ihr das gelernt haben?
Lass Dir noch ein bisschen Zeit zum Trauern und gehe langsam und in kleinen Schritten wieder zurück ins Leben. Lass Deine Mutter gehen. Irgendwann seht ihr euch wieder. Mal sehen wann und wo das ist.
Ganz liebe Grüsse
Bobo
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Meine Mutter ist auch am Samstag gestorben. Ich bin auch noch vollkommen am Ende, aber versuche mir ein paar Dinge zu sagen:
1. Sie lebt in mir weiter (Ihre Gene und ihr Geist)
2. Sie wird nun wieder ein Teil der ewigen Natur und des Lebens. Aus ihr wächst neues Leben.
3. Ihre Taten leben in sehr vielen Menschen weiter
4. Ihre Seele, die jeder von uns hoffentlich hat,
ist nun wieder frei
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Liebe oder lieber lonely,
bei mir war und ist das ähnlich, das mit dem schlechten Gewissen wenn man lacht oder sich amysiert. Mein Vater ist im Januar 2006 gestorben und ich hatte die ersten Tage so eine richtige Panik, nicht zu wissen, wo er jetzt ist. Ich habe immer schon daran geglaubt, dass es nach dem Tod "drüben" weitergeht, aber zu diesem Zeitpunkt, war ich innerlich richtig panisch. Was, wenn da doch nichts ist? Was dann? Aber so nach und nach habe ich meinen Glauben und mein Gottvertrauen wieder erlangt. Ich habe in der Zeit auch einige Bücher, die ich schon mehrfach gelesen hatte, zu dem Thema gelesen und so mein Vertrauen wieder erlangt.
Ich war auch bei ihm, als er gestorben ist. Zusammen mit meiner Familie. Wir waren alle bei ihm und haben ihm die Hand gehalten, ihn gestreichelt. Er hatte ziemlich schwere und davon auch mehrere Schlaganfälle und Hirnblutungen, er bekam ziemlich viel Morphium in den letzten Stunden. Aber ich denke, er hat es gespürt, das wir da waren. Da bin ich mir ganz sicher.
Aber ein "Problem", oder besser gesagt, ein Gefühl habe ich seither immer noch: das Gefühl, das mein Vater ein Stück meines Herzens mitgenommen hat. Es ist ganz genau da. Ich spüre es ganz deutlich. Eine Ecke meines Herzens fehlt seit seinem Tod. Er hat es mitgenommen. Da bin ich mir sicher.Ich weiß, das hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber so empfinde ich es. Das mit dem Lachen ist auch schon etwas besser geworden. Ich weiß genau, dass mein Vater gewollt hätte, dass ich lache, und nicht, dass ich weine. Das ist bei dir doch bestimmt genau so.
Heute hätte mein Vater Geburtstag gehabt. Ich habe ihm zwei Kerzen angezündet. Er fehlt mir sehr.
Liebe, mitfühlende Grüße, Karinchen
p.s.: denke immer daran, was deine Mutter gewollt hätte oder was sie jetzt zu dir sagen würde. Das hilft auch mir über so manchen schlechten Tag hinweg.
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