Kyros II. - Zoroastrier - Verkünder d. ersten Menschenrechte


539 v. Chr. - Als die erste Charta der Menschenrechte wurde seitens der Vereinten Nationen 1971 die Erklärung des persischen Reichsgründers Kyros II. in Babylon aus dem Jahr 539 v. Chr. gefeiert.

Die Menschenrechts Charta von Kurosh, dem Großen
(auf Deutsch übersetzt aus dem Jahr 539 v.Chr, vor über 2500 Jahren)




Nun dass ich mit dem Segen von Ahura Masda (Gott) die Königskrone von Iran, Babylon und den Ländern aus allen vier Himmelsrichtungen aufgesetzt habe, verkünde ich, dass solange ich am Leben bin, und Masda mir die Macht gewährt, ich die Religion, Bräuche und Kultur der Länder, von denen ich der König bin, ehre und achte und nicht zulasse, dass meine Staatsführer und Menschen unter meiner Macht die Religion, Bräuche und Kultur meines Königreiches oder anderer Staaten verachten oder beleidigen.

Ich setze heute die Krone auf und schwöre bei Masda, dass ich niemals meine Führung einem Land aufzwingen werde. Jedes Land ist frei zu entscheiden, ob es meine Führung möchte oder nicht, und wenn nicht, versichere ich, dass ich niemals dies mit Krieg aufzwingen werde.

Solange ich der König von Iran, Babylon und den Ländern aus allen vier Himmelsrichtungen bin, werde ich nicht zulassen, dass jemand einem anderen unrecht tut, und wenn jemandem unrecht geschieht, dann werde ich ihm sein Recht zurückgeben und den Ungerechten bestrafen.

Solange ich der König bin, werde ich nicht zulassen, dass sich jemand ohne einen Gegenwert oder ohne Zufriedenheit oder Zustimmung des Besitzers sich sein Eigentum aneignet. Solange ich am Leben bin, werde ich nicht zulassen, dass jemand einen Menschen zu einer Arbeit zwingt oder die Arbeit nicht gerecht vergütet.

Ich verkünde heute, dass jeder Mensch frei ist, jede Religion auszuüben, die er möchte, und dort zu leben, wo er möchte, unter der Bedingung, dass er das Besitztum anderer nicht verletzt. Jeder hat das Recht, den Beruf auszuüben, den er möchte, und sein Geld so auszugeben, wie er möchte, unter der Bedingung, dass er dabei kein Unrecht begeht.

Ich verkünde, dass jeder Mensch verantwortlich für seine eigene Taten ist, und niemals seine Verwandten für seine Vergehen büßen müssen und niemand aus einer Sippe für das Vergehen eines Verwandten bestraft werden darf. Bis zu dem Tage, an dem ich mit dem Segen von Mazda herrsche, werde ich nicht zulassen, dass Männer und Frauen als Sklaven gehandelt werden, und ich verpflichte meine Staatsführer, den Handel von Männern und Frauen als Sklaven mit aller Macht zu verhindern. Sklaverei muss auf der ganzen Welt abgeschafft werden! Ich verlange von Mazda, dass er mir bei meinem Vorhaben und Aufgaben gegenüber den Völkern von Iran, Babylon und den Ländern aus vier Himmelsrichtungen zum Erfolg verhilft.
Pasargad – Zur Bedeutung des historischen Iran
von Dr. rer. publ. W. Wüthrich

Der 10. Dezember ist der Gedenktag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Sie wurde 1948 von der Generalversammlung der UN beschlossen. Die Idee der Menschenrechte war damals nicht neu. Die ersten Ansätze hat es in Europa bereits im Mittelalter gegeben. Ein Vorläufer der heutigen «Erklärung» ist die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte der französischen Nationalversammlung aus dem Jahr 1789. Kaum bekannt ist jedoch, dass bereits vor mehr als 2500 Jahren der iranische König Kyros in Babylon, im heutigen Irak, etwas Ähnliches verkündet hatte. Seine Erklärung war für die damalige Zeit sensationell. Sie geht weit über die Menschenrechte hinaus, die wir in Ansätzen bei den alten Griechen oder im mittelalterlichen Europa finden. Insbesondere fällt die Ächtung der Sklaverei auf, die vielerorts bis in das 19. Jahrhundert praktiziert wurde. In diesen Tagen wird zum Beispiel daran erinnert, dass das englische Parlament im Jahr 1807 die Sklaverei abgeschafft hat.
Die Erklärung des Kyros ist heute von besonderer Aktualität, weil gerade in der Region des Nahen Ostens die von Kriegen geplagten Völker die Menschenrechte missen. Neue Kriege drohen. Das Schicksal dieser Völker zeigt schmerzlich, dass eine «Erklärung» allein Menschenrechte nicht garantieren kann. Es bleibt Aufgabe jeder Generation, sie zu bewahren, zu pflegen, im Gefühl der Menschen zu verankern und sie über die Rechtsordnung zu sichern.

«300»
Welche Bedeutung hat der «historische Iran» für unsere Zeit? Ein fragwürdiges Bild zeichnet Hollywood im umstrittenen Film «300», der in den USA schon einige Wochen heftig diskutiert wird und der nun in diesen Tagen auch in Europa in die Kinos kommt. Auch in den Schweizer Medien findet er grosse Aufmerksamkeit. Der Film schildert den Feldzug des Xerxes gegen die Griechen im Jahr 480 vor Christus. Mit den «300» sind die dreihundert Spartaner gemeint, die mit ihrem König Leonidas den Persern bei den Thermophylen – einem Engpass – Widerstand leisteten. Der Film verzerrt die Geschichte und zeigt die Iraner als Volk von aggressiven und kulturlosen Barbaren, die es zu bekämpfen gilt – so wie es die Spartaner damals getan hatten. Heftige Proteste und Boykottaufrufe gegen den Film sind überall auf der Welt zu vernehmen – auch von seiten der iranischen Regierung. Nicht wenige Kommentatoren sehen in diesem Film eine aggressive Stimmungsmache, die den Weg für einen Krieg gegen Iran ebnen soll. Ist das Abendland wirklich in Gefahr, wie in diesem Film mit «historischen» Bildern suggeriert wird? – Einmal mehr wird mit Geschichte politische Propaganda gemacht. Dazu eine Parallele: Am Wendepunkt des Zweiten Weltkrieges, im Januar 1943, hatte Reichsmarschall Hermann Göring in einer Rundfunkrede das Opfer und Sterben der 6. Armee in Stalingrad mit dem heldenhaften Kampf der Spartaner an den Thermophylen verglichen und dies als Akt zur Rettung des Abendlandes bezeichnet.

Gespräch mit einem Iraner
Was wissen wir überhaupt über Iran? Können wir angesichts des schrillen Getues und der angeheizten Stimmung überhaupt noch wahrnehmen, was in diesem Land wirklich geschieht? In Europa ist kaum bekannt, welche eindrückliche Geschichte Iran über Jahrtausende aufzuweisen und welchen Einfluss er lange Zeit auf die europäische Kultur ausgeübt hat. – Vor einiger Zeit habe ich einen Iraner kennengelernt. Aus den anregenden Gesprächen, die aus Anlass des Internationalen Tages der Menschenrechte vom 12. Dezember stattgefunden haben, entstand folgende Geschichte.

Wer kennt Pasargad?
Mein Gesprächspartner erzählt: Pasargad war die Hauptstadt Irans im 6. Jahrhundert vor Christus. Kyros der Grosse hat sie erbaut. In den letzten Jahren wurde in diesem Gebiet der Sivand-Staudamm gebaut, der die Ebene von Pasargad unter Wasser setzen soll. Bedeutende historische Bauten wären dem Untergang geweiht – zum Beispiel das Mausoleum des Kyros. Grosse Teile der alten Hauptstadt liegen noch weitgehend unter der Erde. Verloren wären auch viele Zeugnisse der noch älteren Kulturgeschichte. Sie sind in diesem Gebiet besonders konzentriert und noch nicht ausgegraben. – «Ist ‹Pasargad› vergleichbar mit Abu Simbel in Ägypten?», frage ich. Das Denkmal der altägyptischen Kultur drohte im Assuan-Stausee zu versinken und wurde schliesslich mit Hilfe der Uno und vieler westlicher Länder gerettet. Pasargad hat einen kulturellen Hintergrund, der heute von seinem Symbolgehalt her von weit grösserer Bedeutung ist als Abu Simbel, antwortet mein Gesprächspartner. – Ich werde neugierig.

Wer ist Kyros der Grosse?
Vor 2500 Jahren hat der iranische König Kyros ein gewaltiges Reich errichtet. Es war das erste Weltreich der Geschichte. Griechische Historiker bezeichneten es als «Persien». Iran bestand damals aus 20 Provinzen und erstreckte sich von Karthago (Tunesien), Ägypten, Äthiopien, dem gesamten Vorderen Orient mit Israel, Babylon (Irak), etliche Länder im Kaukasus und in Zentralasien bis nach Afghanistan und Indien. Auffallend war jedoch nicht die Grösse. Riesige Reiche hat es immer wieder gegeben. Es war auch nicht die militärische Stärke. Es war die freiheitliche Staatsphilosophie und eine Ethik, die den Vielvölkerstaat zusammenhielt. Es war eine «Spitzenleistung der politischen Organisation», urteilt Will Durant in seiner «Kulturgeschichte der Menschheit» zusammenfassend. Alle Provinzen unterstanden zwar einer zentralen Herrschaft, waren aber selbständig genug, so dass sie keinerlei Grund sahen, sich vom Reich zu lösen. Die einzelnen Länder waren mit einem Strassennetz von vielen tausend Kilometern verbunden. Ordnung und Friede, eine gemeinsame Währung mit einheitlichen Masseinheiten erleichterten den wirtschaftlichen Austausch und förderten den Wohlstand.

Erklärung des Kyros
Kyros hatte seinem Reich 539 vor Christus eine Art Verfassung gegeben, die in Stein gemeisselt der Nachwelt erhalten ist. Sie ist eine der frühesten Quellen des Völkerrechts und gilt als die älteste Menschenrechtserklärung der Geschichte. Dieses Dokument befindet sich heute im British Museum in London. 1971 wurde sie von der Uno als «1. Charta der Menschenrechte» gewürdigt und in alle Sprachen übersetzt. (Deutscher Text vergleiche Kasten.)

Wurde diese Erklärung auch umgesetzt? Wir finden Hinweise im Alten Testament der Bibel. Kyros befreite die Juden 530 vor Christus aus der babylonischen Gefangenschaft. Er gab ihnen ihr geraubtes Eigentum zurück und half ihnen, ihr zerstörtes Land und ihren Tempel wieder aufzubauen. Mehrere Stellen im Alten Testament würdigen das segensreiche Wirken von Kyros für Israel. Vielleicht würde es Israel ohne Kyros heute gar nicht geben. Mehr noch: Bibelkundige finden manche auffallende Ähnlichkeit und Übereinstimmung zwischen der alten iranischen, zoroastischen Religion und dem Judentum. Auch im Christentum finden wir manche Einflüsse. Das Weihnachtsfest zum Beispiel hat eine Parallele im Mithras-Kult Irans.

Was sagt uns die Erklärung des Kyros heute? Wir müssen das friedliche Zusammenleben nicht neu erfinden. Das Dokument aus dem Altertum ist ähnlich wie heute die Menschenrechtserklärung der Uno eine Grundlage für ein friedliches und vielfältiges Neben- und Miteinander der verschiedenen Kulturen und Glaubensgemeinschaften. Die Natur des Menschen hat sich seit damals nicht verändert.

Entwicklung nach Kyros
In Europa besser bekannt als Kyros sind die späteren kriegerischen Könige Dareios und Xerxes. Sie haben im 5. Jahrhundert vor Christus Griechenland militärisch bedroht. Ihre Niederlagen bei Marathon und Salamis haben die Vormacht Irans gebrochen. 323 besiegte und eroberte Alexander der Grosse Iran. Er zerstörte die Hauptstadt Persepolis und gab sie zur Plünderung frei. Die Griechen haben sich in den Stammlanden Irans jedoch nicht festsetzen können. Neue iranische Dynastien wie die Sassaniden haben das Land wieder aufgebaut und das Gedankengut des Reichsgründers Kyros hochgehalten.

623 haben die Araber Iran und danach auch viele andere Länder der frühmittelalterlichen Welt erobert und dauerhaft besetzt. In ­Europa zum Beispiel haben sie grosse Teile der iberischen Halbinsel besetzt. Zu einer Reconquista (Rückeroberung) wie in Spanien ist es in Iran nicht gekommen. Der Islam war eine fremde Kultur und konnte nicht ohne Gewalt eingeführt werden. Die Araber haben jedoch vieles aus der iranischen Hochkultur übernommen – zum Beispiel die ganze politische Organisation, die medizinischen Kenntnisse und die Baukultur. Wir finden die iranische Baukunst in vielen Ländern wieder – so in der Alhambra in Granada in Südspanien. Ein iranischer Baumeister hat den Tadsch Mahal in Indien gebaut. Wir finden die iranische Philosophie und Denkart in den arabischen Universitäten, die wiederum die europäische Kultur befruchtet haben.

Die neuere Geschichte Irans ist mit viel Gewalt durchsetzt worden. Tartaren, Mongolen, Osmanen und Afghanen haben das Land besetzt und immer wieder zerstört. So wurde im Verlauf der Jahrhunderte die traditionelle iranische Kultur und Denkart zurückgedrängt und die nationale Identität gebrochen. Ist Iran heute ein islamisches Land? Die Iraner haben die islamische Kultur nie ganz übernommen, erzählt mein Gesprächspartner. Der Islam hat die ältere Kultur lediglich überdeckt. So hat der Iraner heute zwei Seelen in seiner Brust. Einerseits lebt er als Moslem. Andererseits trägt er als Iraner die Tradition der eigenen Geschichte in sich.
Kulturelles Erbe als Grundlage für ein friedliches Zusammenleben

Der Sivand-Staudamm ist heute fertig gebaut. Das Wasser würde das Gebiet der alten Hauptstadt Pasargad mit dem Mausoleum des Kyros überfluten. «Ein Verbrechen an der Weltkultur», klagt mein Gesprächspartner. Ein internationales Komitee wehrt sich seit langem dagegen. Im Oktober 2006 hat in Berlin ein archäologischer Kongress stattgefunden. Zu einer Rettungsaktion der Kulturgüter wie in Abu Simbel ist es jedoch nicht gekommen.
Ich bedanke mich für das Gespräch.

Nachwort
Die iranische Regierung hat vor kurzem das Staudammprojekt in der Pasargad-Ebene gestoppt. Das Wasser wird die Region vorerst nicht überfluten. Das Mausoleum des Kyros und auch andere Kulturgüter sollen erhalten bleiben und ähnlich wie Abu Simbel abgebaut und an einem höheren Ort wieder aufgebaut werden.

Zitat:
«Nun da ich mit dem Segen von Ahura Masda (Gott) die Königskrone von Iran, Babylon und den Ländern aus allen vier Himmelsrichtungen aufgesetzt habe, verkünde ich, dass solange ich am Leben bin, und Masda (Gott) mir die Macht gewährt, ich die Religion, Bräuche und Kultur der Länder, deren König ich bin, ehre und achte und nicht zulasse, dass meine Staatsführer und Menschen unter meiner Macht die Religion, Bräuche und Kultur meines Königreiches oder anderer Staaten verachten oder beleidigen.
Ich setze heute die Krone auf und schwöre bei Masda (Gott), dass ich niemals meine Führung einem Land aufzwingen werde. Jedes Land ist frei zu entscheiden, ob es meine Führung möchte oder nicht, und wenn nicht, versichere ich, dass ich niemals dies mit Krieg aufzwingen werde.
Solange ich der König von Iran, Babylon und den Ländern aus allen vier Himmelsrichtungen bin, werde ich nicht zulassen, dass jemand einem anderen Unrecht tut, und wenn jemandem Unrecht geschieht, dann werde ich ihm sein Recht zurückgeben und den Ungerechten bestrafen.
Solange ich der König bin, werde ich nicht zulassen, dass sich jemand ohne einen Gegenwert oder Zustimmung des Besitzers sein Eigentum aneignet. Solange ich am Leben bin, werde ich nicht zulassen, dass jemand einen Menschen zu einer Arbeit zwingt oder die Arbeit nicht gerecht vergütet.
Ich verkünde heute, dass jeder Mensch frei ist, jede Religion auszuüben, die er möchte, und dort zu leben, wo er möchte, unter der Bedingung, dass er das Besitztum anderer nicht verletzt. Jeder hat das Recht, den Beruf auszuüben, den er möchte, und sein Geld so auszugeben, wie er möchte, unter der Bedingung, dass er dabei kein Unrecht begeht.
Ich verkünde, dass jeder Mensch verantwortlich für seine eigenen Taten ist und niemals seine Verwandten für seine Vergehen büssen müssen und niemand aus einer Sippe für das Vergehen eines Verwandten bestraft werden darf. Bis zu dem Tage, an dem ich mit dem Segen von Mazda (Gott) herrsche, werde ich nicht zulassen, dass Männer und Frauen als Sklaven gehandelt werden, und ich verpflichte meine Staatsführer, den Handel von Männern und Frauen als Sklaven mit aller Macht zu verhindern. Sklaverei muss auf der ganzen Welt abgeschafft werden! Ich verlange von Mazda (Gott), dass er mir bei meinem Vorhaben und meinen Aufgaben gegenüber den Völkern von Iran, Babylon und den Ländern aus vier Himmelsrichtungen zum Erfolg verhilft.»

Quelle: http://privat.kalimat.de/2007/01/26/die-ersten-menschenrechte


http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/.....ng-des-historischen-iran/
Hallo

ich fürchte, die Übersetzung der Kyros-Deklaration, die am Anfang dieses Beitrages steht, ist reine Fantasie! Ich beherrsche zwar die Keilschrift nicht, aber immerhin Englisch und Persisch, und wo man auch sonst nach Übersetzungen dieser altpersischen Inschrift sucht, so kommt ein völlig anderer Text heraus! Die Quelle "privat.kalimat.de....", aus der die Übersetzung offenbar stammt, ist nicht mehr aktiv. Weiss irgend jemand, woher der hier abgedruckte Text stammt?
Phu... das war meine Internetpräsenz, ich weiß nicht mehr genau wo ich den Text her hatte. Aber es war eine recht zuverlässige Quelle, ich weiß das nutzt wenig. Welchen anderen Text hast du denn?
Und?

wie wäre es damit?

http://www.parshiraz.com/index.php?.....0-%20Menschenrechtscharta

http://setad.org/farman%20korosh/farman%20korosh%20Du-text.htm

http://www.politikcity.de/forum/showthread.php?t=6906

http://www.mooncity.de/modules.php?.....mp;file=print&sid=663

Gruss
Nasruddin
Hallo
sorry, war eine Woche weg.
Es scheinen im Internet zwei deutsche Varianten zu kursieren, die vier links, die nasruddin anführt, zeigen nämlich zwei verschiedene Texte. Der richtige ist meiner Ansicht nach der von setad.org, der ist kürzer, während die anderen länger sind und auffällig "modernes" Menschenrechtvokabular verwenden. Es wirkt einfach nicht so antik.
Hier ist ein link, in welchem eine neupersische Transkription von dem Zylinder zu sehen ist:

http://www.ghiasabadi.com/manshur.html

Dies entspricht ziemlich genau der kürzeren Version, die es bei setad.org zu sehen gibt.

Auf Englisch sieht es auch nicht besser aus, obwohl man eher die kürzere Version verbreitet findet. Auf

http://www.farsinet.com/cyrus/

herrscht das totale Chaos: Auf Persisch ist der Text der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (UNO 1948) abgedruckt, daneben auf Englisch zuerst eine lange sogenannte Übersetzung des Kyros-Zylinders, dann unten noch die kürzere, m.E. richtige...

Zumindest im Internet scheint also ziemliche Verwirrung zu herrschen. Ich besitze zwar ein Buch, welches ich im Museums-Shop in Persepolis in Iran gekauft habe, und in welchem verschiedene Inschriften der Achämeniden in Keilschrift, persischer Transkription und neupersischer Übersetzung abgedruckt. Dort wäre zweifellos die richtige Übersetzung zu finden, aber leider ist gerade diese Inschrift im Buch nicht enthalten... gibt es irgendwelche ArchäologInnen, die hier weiterhelfen könnten?