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Hallo zusammen,
ich habe vor einigen Tagen irgendwo gelesen, dass einfache Muslime nicht zuviel nachdenken sollen, weil es den Glauben gefährde. Die schwierigen Fragen sollen sie den Gelehrten überlassen.
Ich glaube, der Text war von al-Ghazali, aber ich finde ihn nicht wieder sondern nur sowas: http://de.geocities.com/hafis71/Glaube19.htm
| Al-Ghazali hat folgendes geschrieben: |
Es ist ein besonderer Gnadenerweis Allahs gegenüber dem Menschenherzen, dass er es in früher Jugend dem Glauben erschliesst, ohne dass Argumente und Beweise nötig wären.
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Der Weg dazu besteht aber nicht darin, dass ihm die Kunst des Argumentierens und der spekulativen Erörterung (Kalam) beigebracht werde, er soll vielmehr sich beschäftigen mit der Lektüre des Korans und seiner Erklärung,
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Dagegen muss man mit aller Sorgfalt darauf achten, dass er nichts von Argumentation und Kalam zu hören bekomme, das würde ihn mehr verwirren als fördern, mehr Schaden als Nutzen stiften.
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Etwas anderes ist es, dass man von ihnen einen Beweis für den Glauben höre und ohne Prüfung hinnehme wie den Glauben selbst. Wenn man nämlich etwas auf blosse Autorität hin annimmt, so macht es nichts aus ,ob man den Beweis lerne oder das Bewiesene. Also die Angabe eines Beweises und die eigentliche spekulative Beweisführung sind zwei ganz verschiedene Dinge. |
Die Annahme (und Weitergabe) eines "Beweises" von Autoritäten, ohne zu prüfen, ob es wirklich ein Beweis ist, kennen wir hier ja zur Genüge.
Ganz allgemein, ohne Bezug auf al-Ghazali, ist folgendes Fundstück: http://www.geocities.com/Paris/5276/religion.htm
| Zitat: |
| Später begannen islamische Autoritäten, dies eigenständige Denken als Bedrohung für den Koran und die Sunna anzusehen, und stellten strikte Regeln zur Beschränkung seines Gebrauchs auf. |
Hat vielleicht jemand einen Link, wo steht, welcher Gelehrte was genau gesagt hat?
Eine solche Beschränkung des Denkens wurde auch von der Kirche vorgeschrieben, aber dazu finde ich ebenfalls keine Belege im internet.
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