Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Zahn um Zahn












Zitat:
Was von beidem meinst du?

Es ging um den Ausspruch "Auge um Auge, Zahn um Zahn".
Zitat:
Doch. Aber bedenken auch Ex 21,22-27 und Lev 24,17-22

Zitat:
Auge um Auge dient nicht nur der Rache sondern auch dem Ausgleich. Unser heutiges Zivilrecht basiert auf dieser Logik. Du hast jedoch Recht das mit dem Propheten Jesus ein zusätzliches Element hinzu kam, nämlich das Strafe eben nicht (nur?) der Rache dienen soll.

Dieser Ausgleich ist Rache.
Was bringt es mir persönlich, wenn ich jemanden anderes das selbe zufüge, was er mir angetan hat und ich es nicht wollte?
Damit stelle ich mich immernoch auf die selbe Stufe, wie dieser Kerl und sündige selber. Es gibt mir in erstem Moment Befriedidgung, aber danach?
Danach stellt sich doch die Frage, was es mir gebracht hat, diesen Typen genauso leiden zu sehn, wie er es mit mir getan hat. Genau das hat Jesus damit gemeint.
Das was im AT steht ist lange nicht so wichtig, wie das was im NT steht. Jesus erfüllte das Gesetz und diese Erfüllung ist wichtiger als das, was im AT steht. Das AT ist für mich kein Gesetzbuch, es ist vielmehr der alte Bund mit dem Volk Israel und Gott. Das was Jesus predigte ist der Neue Bund mit der ganzen Menschheit.

Zitat:
Nur weil wir es nicht gut finden heißt das nicht das es keine Befriedigung für die Hinterbliebenden oder Opfer wäre.

Das Rache Gefühl ist immer mit Hass verbunden. Hassen ist etwas, was ein Christ nicht darf. Jesus lehrte uns die Nächsten- und Feindesliebe, nicht die Rache und den Hass.

Zitat:
Nein, das schließt sich schon durch die Gebote für das Volk Israel aus, durch die Gesetze welche der Prophet Mohammed brauchte und das Kitab-i-Aqdas welches Bahá'u'lláh brachte. Jedoch muss eine Untersuchung stattgefunden haben und ein unabhängiges Urteil gesprochen worden sein.

Ebend und Jesus änderte dies. Ab Mohammed ist das in deiner Evolution ein großer Bruch, mal davon abgesehen, dass Jesus nie sagte, dass einer nach ihm kommen wird, außer dem heiligen Geist. Er ist bereits die Erfüllung, nach ihm kommt nur das Ende der Welt, leider sagte er nicht wann, aber lange kann das sicherlich nicht mehr dauern, wenn ich so einige Zeichen sehe die in der Offenbarung stehen.

Aber deinen Glauben respektiere ich, jedoch sehe ich ihn persönlich als nicht wahr an.

Zitat:
Das ist aber dann kein echter Staat Gottes sondern ein Staat von gierigen Politikern welche sich in das Gewand der Religion hüllen um sich an der Macht zu halten.

Zur Erziehung der Menschen, bzw, ihrer Seelen.

Das Partherreich und das muslimische Indien, beide Staaten hatten Staatsreligionen und verstanden sich als Staaten Gottes, trotzdem gab es andere Religionen welche sich freit entwickeln durften. Die Bahá'í Religion versteht sich selbst als in diesem Moment letzte Religion und alle Religionen vor ihr führten evolutionär zu ihr, daher ist die Diskriminierung jener Religionen an sich verboten.

Dann ist es kein Staat Gottes mehr, sondern ein Staat von Klerikern geleitet welche nach Macht gieren.

Ein Staat Gottes heißt das er nach den Prinzipien welche er durch die Propheten zu sandte geleitet wurde, nicht das ein Klerus ihn leitet.

Vielleicht liegt das Problem in unseren unterschiedlichen Vorstellungen des Menschenbildes. Ich bin da eher Machiavellist. Der Mensch ist von Natur aus schlecht. Er strebt nach Macht oder versucht diese zu erhalten. Nur Religion kann einen Menschen im Gewissen Maße ändern, jedoch sind die wenigsten stark genug, den Versuchungen der Macht zu entgehen, selbst im Glauben. Jesus schaffte das, er widerstand der Versuchung des Teufels, der ihm die Weltherrschaft anbot, was übrigens schon ein zeichen ist, dass Macht etwas ist, nachdem kein Christ streben sollte.

Um den Machterhalt zu sichern wird jeder Gottesstaat schnell zum gottlosen Staat. Da kann der Glaube noch so stark sein. Vor allem ist in soeinem Staat der Missbrauch der Religion leicht möglich, da die Leute sich danach richten.

Die Parther und die Inder waren wohl kaum Demokratien.
Auch dort wurden andersgläubige ausgegrenzt, allein schon wegen der Dihimmisteuer und der Ausschluss dieser Leute aus wichtigen gesellschaftlichen Prozessen, wie Armee usw. Vor allem fehlt hier ein wichtiger Faktor, und zwar die Gefahr, dass der Glaube sich ändert. Und die Religion, die an der Macht ist, ihre Macht durch Gewalt erhalten musste. Aber gar nicht zu denken, wieviele Menschen im Namen dieses Staates aufgrund Machterweiterungen getötet wurden. Das Streben nach weltlicher Macht ist kein Wunsch Gottes. Man sollte vielmehr schauen, dass man sich Reichtum im Himmel anhäuft, anstatt auf der Erde, denn die Erde verlässt man bereits nach kurzer Zeit wieder, aber den Himmel nicht, wenn man ihn erreicht.

Zitat:
Welchen Einfluss hatten die Religionen bitte auf diesen Krieg? Keinen!

Natürlich.
Allein aufgrund der Kirche hatten diese Monarchen einen Machtanspruch, wegen des Gottesgnadentum. Diese Monarche spielten mit den Leben der unzähligen Menschen, die sie aufgrund ihrer Machtspielchen und dem Traum von "Ein Platz an der Sonne", auf dem Gewissen haben. Natürlich ist das Volk nicht unschuldig, aber die Legitimität der Monarchenn kam auch von der Religion.

Zitat:
Jede Religion hat nur einen Wahrheitsanspruch in jener Zeit für welche sie geschaffen wurde. Desweiteren haben Glaube und Wissenschaft einen Austausch. Die Religion erklärt die Wissenschaft und die Wissenschaft die Religion.

Die Lehre Jesu ist zeitlos.
Die funktioniert immer in jeder Zeit.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


Ähnliche Themen
Fauler Zahn
Auge um Auge, Zahn um Zahn?
zahn mitsamt wurzel verloren