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Bergpredigt












Zitat:
Hallo Tobias


Hallo

Zitat:
Um Gottes Willen, wer hat dir denn das erzählt?


Was von beidem meinst du?

Zitat:
Hast du noch nie die Bergpredigt gelesen?
,

Doch. Aber bedenken auch Ex 21,22-27 und Lev 24,17-22

Zitat:
Gerade dies hat Jesus ja verändert, da Rache rein gar nichts bringt. Wenn man sich an jemanden rächt ist man selber nicht besser als derjenige, der die Straftat durchgeführt hat. Er hat sich durch seine Tat schon selbst bestraft, da Gott alles weiss, da muss der Mensch nicht noch das selbe tuen, da er sich dann selbst vor Gott strafbar macht.


Auge um Auge dient nicht nur der Rache sondern auch dem Ausgleich. Unser heutiges Zivilrecht basiert auf dieser Logik. Du hast jedoch Recht das mit dem Propheten Jesus ein zusätzliches Element hinzu kam, nämlich das Strafe eben nicht (nur?) der Rache dienen soll.

Zitat:
Und bitte die Todesstrafe als Rache?


Nur weil wir es nicht gut finden heißt das nicht das es keine Befriedigung für die Hinterbliebenden oder Opfer wäre.

Zitat:
Damit wird selbst zum Mörder und verstößt gegen die 10 Gebote.


Nein, das schließt sich schon durch die Gebote für das Volk Israel aus, durch die Gesetze welche der Prophet Mohammed brauchte und das Kitab-i-Aqdas welches Bahá'u'lláh brachte. Jedoch muss eine Untersuchung stattgefunden haben und ein unabhängiges Urteil gesprochen worden sein.

Zitat:
Dagegen sagt doch keiner etwas, nur hat die Strafe wenig Effekt, wenn er seinen Fehler nicht einsieht.


Mehr als es einem Menschen sagen und ihm (negative) Folgen seiner Untaten für ihn und seine Opfer aufzuzeigen kann man nicht. Jeder Mensch muss die Wahrheit selbst erkennen.

Zitat:
Zu welcher Erziehung?
Natürlich gibt es Regeln, wie die Menschenrechte und so weiter, die geschützt und bei Verstoß bestraft werden müssen, aber in einem Gottesstaat läuft die Erziehung wohl eher dahin, dass man lediglich dieser Religion folgt. Religionsfreiheit gleich null.
Wir waren doch noch beim Gottesstaat oder nicht?


Das ist aber dann kein echter Staat Gottes sondern ein Staat von gierigen Politikern welche sich in das Gewand der Religion hüllen um sich an der Macht zu halten.

Zur Erziehung der Menschen, bzw, ihrer Seelen.

Zitat:
Natürlich ist sie ausgeschlossen, siehe oben mein Bibelzitat.
Kein Mensch darf über Leben und Tod bestimmen, nur Gott. Wenn Gott wollte, dass der Sünder tot ist, dann tut er das einfach, dazu braucht er keine menschlichen Handlanger, das wäre die Verneinung der Allmächtigkeit Gottes.
Und warum er den Mörder nicht mit dem tot bestraft, habe ich vorher erklärt.


Menschen bestimmen täglich über Leben und Tod von Geschöpfen Gottes, auch du heute schon, wenn auch nur indirekt. Denke einmal darüber nach. Das Zitat ist ein geistiges Prinzip, welches angewendet werden muss und nicht blind befolgt werden muss. Eh wir jedoch in diesem Thema versinken, ich stimme dir zu das die Todesstrafe nur in den allergrößten Notfällen angewendet werden sollte und dann auch sollte der Tod die eigentliche Strafe sein und nicht die Schmerzen beim Sterben oder Jahre langes warten lassen.

Zitat:
Gott greift nicht in die Welt ein?
Wer hat dir denn das erzählt?
Gott hilft und kümmert sich um seine Schafe, aber sicherlich nicht mehr in dem Maße, wie damals, wo er ganze Heere hat erschrecken lassen. Im Kleinen und auch im Großen greift er jedoch immernoch ein. Er hat mir jedenfalls schon geholfen, ich weiss nicht, wie das bei dir ist.
Gott ist kein Wesen, was nun irgendwo unnahbar im Himmel ist und zusieht, wie wir unser Leben hier meistern. Er ist näher als du denkst, aber natürlich muss man an ihn glauben, vielleicht muss man sogar die richtige Vorstellung haben, ich weiss es nicht, aber hören tut er jeden.


Wie hat er dir denn geholfen? Gott ist für uns Menschen aus eigener Kraft unerreichbar, wie wir Menschen für einen Wurm unerreichbar sind. Gott gab uns jedoch Möglichkeiten ihm auch in dieser Welt nahe zu sein, dazu zählen das man sich an seine Gebote hält welche er durch die Propheten sendete, das man ihn liebt, das man andere Menschen liebt (mehrere Seelen vereint können ihm sicher näher sein als eine alleine) und durch bestimmte Vorgänge (Gebete, Meditation, Nachdenken, Fasten etc.). Natürlich ist Gott mir immer nahe, Gott ist Allmächtig er ist jedem immer nahe, nur bin ich (und auch kein andere Mensch) nicht allmächtig. Gott ist auch den Menschen nah welche nicht an ihn glauben. Mit eingreifen meine ich direktes und für alle sichtbares Eingreifen, das Gott der Kosmokrator ist bezweifle ich nicht.

Zitat:
Seine Gedanken kenne ich nicht, jedoch kann ich das aus den Lehren Jesu ableiten. Gott liebt seine Kinder, wie Jesus sagte, er liebt sogar den Sünder, steht alles im NT. Wie soll dieser Gott bitte sehr die Todesstrafe gutheißen, wenn er ein liebender, vergebender Gott ist?


Nur weil du es nicht verstehst ist es nicht ?

Gegenhalten könnte ich das Gott so die Seele des betroffenen näher zu sich holen möchte. Wissen tue ich es auch nicht, ich kann nur versuchen es zu verstehen.

Zitat:
Das Bild Gottes hat sich verändert vom AT zum NT und Jesus ist der Schlüssel dazu.


Das Bild ist immer das Gleiche, nur unsere Betrachtung verändert sich.

Zitat:
Kommt drauf an, was du als christliches Dogma kennst.


Das es für "böse" Menschen nach dem Tod einen Platz gibt an dem sie ewig Qualen erleiden.

Das ist schon Quatsch weil es in einer transzendenten Welt keine Orte geben kann, dazu ist Gott barmherzig, eine Hölle jedoch wäre grausam.

Zitat:
Wenn du diesen ziegenartigen roten Typen meinst, der mit ner Mistgabel Sünder bruzelt, dann muss ich dich enttäuschen, das ist sicherlich nicht die christliche Hölle.


Sicher ist das Quatsch, aber bis zur Schaffung von Götzen ging dieser Dogmatismus.

Zitat:
Die Hölle ist vielmehr das Leben ohne Gott nach dem Tode, das Leben gegen Gott.


"Hölle" ist der Zustand im Jenseits wenn man fern von Gott ist oder sich von Gott abwendet. Erst der letzte Papst gestand dies zu Teilen ein.

Zitat:
Wenn es dich interessiert, dieser Autor bringt das so ziemlich auf den Punkt, was ich so glaube.


Mit Nikodemus habe ich nicht so gute Erfahrungen als ich ihnen einmal eine Mail sendete weil sie einen historischen Fehler in ihrem (teilweise auf Lügen und Intoleranz basierenden) Artikel hatten. Wurde mir nur geschrieben das "es ja klar ist wie ich das als Ungläubiger sehe".

Zitat:
Die Lehrbriefe sind soeine Sache. Einige finde ich da sehr problematisch. Meine Hauptquellen des Glaubens sind vielmehr die Evangelien, also Jesus. Einiges, was Paulus schrieb, widerspricht sich meiner Meinung nach mit den Lehren Jesu. Deswegen versuche ich durch das Lesen der Apokryphen und den Evangelien die Wahrheit zu erkennen. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen und wird er vermutlich nie sein, aber Jesus Christus ist auf jedenfall der richtige Weg für mich.


Eben das meinte ich, es ist seltsam das Lehrbriefe in der Bibel sind, manch Evangelium jedoch nicht. Die Evangelium sind die Interpretationen der Evangelisten von der Lehre Jesus. Es freut mich das du so offen bist.

Zitat:
Natürlich sobald ein Staat, also die staatliche Gewalt an eine Religion gebunden ist, ist es früher oder später aus mit der Religionsfreiheit, da gab es bislang noch nie ein positives Beispiel und es wird auch immer so bleiben. Die Welt ist schlecht und Gottes Reich ist nicht von dieser Welt, es widerspricht sich also.


Das Partherreich und das muslimische Indien, beide Staaten hatten Staatsreligionen und verstanden sich als Staaten Gottes, trotzdem gab es andere Religionen welche sich freit entwickeln durften. Die Bahá'í Religion versteht sich selbst als in diesem Moment letzte Religion und alle Religionen vor ihr führten evolutionär zu ihr, daher ist die Diskriminierung jener Religionen an sich verboten.

Zitat:
(...) Wir haben zuvor erklärt - und Unser Wort ist die Wahrheit: »Verkehret mit den Anhängern aller Religionen im Geiste des Wohlwollens und der Brüderlichkeit.« Was immer die Menschenkinder einander meiden ließ, was Zwietracht und Spaltung unter ihnen hervorrief, ist nun durch die Offenbarung dieser Worte ungültig und abgeschafft. Aus dem Himmel des göttlichen Willens wurde mit dem Ziel, die Welt des Seins zu veredeln und die Menschen an Geist und Seele emporzuheben, das herabgesandt, was das wirksamste Mittel zur Erziehung des ganzen Menschengeschlechts ist.

(Baha'u'llah, Ährenlese 43:6)




Zitat:
Wenn ein Staat beispielsweise eine Religion hat, die so friedfertig und freiheitlich ist, wie es nur geht. Nach ungefähr hundertjahren kommt eine neue Religion auf, die immer mehr zustimmung findet. Was nun passiert ist klar, die Religionsführer verhindern etweder schon vorher diese Religion, das heisst Verfolgung oder Bestrafung oder wird, spätestens wenn es wirklich um die eigene Macht fürchten muss, zu Gewalt greifen. Macht hat die Menschen schon immer schlecht gemacht, denn wer einmal Macht hatte, der will sie auch nicht verlieren. Solche Machtspielchen beschmutzen aber die Ehre Gottes. Wenn Gott einen Gottesstaat wollte hätter er es doch gemacht. Vor allem bringt ein aufgezwungener Glaube überhaupt nichts, er muss aus dem Herzen kommen.


Dann ist es kein Staat Gottes mehr, sondern ein Staat von Klerikern geleitet welche nach Macht gieren.

Ein Staat Gottes heißt das er nach den Prinzipien welche er durch die Propheten zu sandte geleitet wurde, nicht das ein Klerus ihn leitet.

Zitat:
Das ist richtig, aber ein säkularisierter Staat waren auch nicht alle, das ist der Punkt. Nicht Sekularisierung und ein Religionsstaat ist etwas anderes.


Welchen Einfluss hatten die Religionen bitte auf diesen Krieg? Keinen!

Zitat:
Die "C"DU macht so wenig christliche Politik, wie Stoiber Muslime ist.
Die Lehren Jesu und die Politik vertragen sich kein Deut. Denn die Lehren Jesu sind nicht von dieser Welt, man kann höhstens eine christliche Einstellung, also Werte einbringen, aber nicht das Christentum an sich. Genau das macht die CDU, in letzter Zeit aber viel weniger.


Sicher ist die CDU nicht wirklich christlich, aber sie hüllen sich in das Gewand dieser Religion. Religion sollte sich nie in Politik einmischen, umgekehrt auch. Aber beide können sich helfen. Religion und Politik sind Geschwister, wie Glaube und Wissenschaft. Beide müssen ihr eigenes Leben leben, doch können sie sich immer helfen.

Zitat:
Die Religion befaßt sich mit geistigen Fragen, die Politik mit weltlichen Angelegenheiten. Die Religion hat es mit der Gedankenwelt zu tun, während das Gebiet der Politik zum Bereich der äußeren Gegebenheiten gehört.

(Abdu'l-Baha, ANSPRACHEN IN PARIS)


Zitat:
Tortzdem kann es kein Gottesstaat und eine Demokratie geben. Wie gesagt Machtmissbrauch und vor allem müssten alle dieser Religion angehören, was nie der Fall sein wird. Das wäre eine Diktatur einer Religion, denn man dürfte kein Gesetz gegen diese Vorstellungen dieser Religion machen, auch wenn das Volk anders denkt.


Warum nicht? Machtmissbrauch kann es in jedem Staat geben.

Zitat:
Ja, er hat seine Lehre nicht verstanden, aber es gibt auch Menschen die haben keine Religion und trotzdem ne Gedankenwelt.


Ja weil sie sich in ihrem Kern eine eigene Religion basteln.

Zitat:
Politik kann die Gedankenwelt eines Menschen um ein vielfaches beeinflussen.


Soll aber nicht, das führt nur zu negativen Auswirkungen.

Zitat:
Wie geschrieben der Unterschied zu ner Religion ist, dass die pol. Einstellungen sich verändern können. Die Vorstellung einer Religion haben immer einen absoluten Wahrheitsanspruch, jedenfalls bei den monotheistischen Religionen.


Jede Religion hat nur einen Wahrheitsanspruch in jener Zeit für welche sie geschaffen wurde. Desweiteren haben Glaube und Wissenschaft einen Austausch. Die Religion erklärt die Wissenschaft und die Wissenschaft die Religion.

Zitat:
MfG Renascor


Liebe Grüße, Tobias
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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