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Todesstrafe












Hallo Tobias

Zitat:
Die Todesstrafe kann nicht nur der Abschreckung dienen, die Schmerzen dabei können der Bestrafung dienen und es kann auch eine Rache für das Opfer bzw. die Angehörigen sein. Vergessen hatte ich den Schutz der Öffentlichkeit. Ist Auge um Auge - Zahn um Zahn nicht auch biblisch?

Um Gottes Willen, wer hat dir denn das erzählt?
Hast du noch nie die Bergpredigt gelesen?
Zitat:
Matthäus 5, 38-42
38 Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. 39 Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. 40 Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laß auch den Mantel. 41 Und so dich jemand nötigt eine Meile, so gehe mit ihm zwei. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will.

Gerade dies hat Jesus ja verändert, da Rache rein gar nichts bringt. Wenn man sich an jemanden rächt ist man selber nicht besser als derjenige, der die Straftat durchgeführt hat. Er hat sich durch seine Tat schon selbst bestraft, da Gott alles weiss, da muss der Mensch nicht noch das selbe tuen, da er sich dann selbst vor Gott strafbar macht.

Und bitte die Todesstrafe als Rache?
Damit wird selbst zum Mörder und verstößt gegen die 10 Gebote.

Zitat:
Zum Nachdenken kann man niemanden zwingen, jedoch muss man auch die Gesellschaft schützen, so bleiben Haftstrafen, Strafarbeiten, Strafgelder und Strafandrohungen bis heute die effektivsten Strafmittel.

Dagegen sagt doch keiner etwas, nur hat die Strafe wenig Effekt, wenn er seinen Fehler nicht einsieht.

Zitat:
Meiner Meinung nach liegt der Hauptsinn der Strafen welche im Bahá'í Glauben vorgesehen sind in der Erziehung, wie ich es auch bevorzuge.

Zu welcher Erziehung?
Natürlich gibt es Regeln, wie die Menschenrechte und so weiter, die geschützt und bei Verstoß bestraft werden müssen, aber in einem Gottesstaat läuft die Erziehung wohl eher dahin, dass man lediglich dieser Religion folgt. Religionsfreiheit gleich null.
Wir waren doch noch beim Gottesstaat oder nicht?

Zitat:
Gegeben wurde es natürlich vom Propheten Mose und der Prophet Jesus erfüllte es. Gott hat in mehreren Religionen die Todesstrafe vorgesehen und das Christentum gehört zu denen Religionen in denen die Todesstrafe meiner Meinung nach auch nicht ausgeschlossen ist.

Das man den Namen Gottes nicht missbrauchen soll stimmt.

Wenn der Mensch dann aus dieser Welt tritt, so tritt er vor Gott.

Natürlich ist sie ausgeschlossen, siehe oben mein Bibelzitat.
Kein Mensch darf über Leben und Tod bestimmen, nur Gott. Wenn Gott wollte, dass der Sünder tot ist, dann tut er das einfach, dazu braucht er keine menschlichen Handlanger, das wäre die Verneinung der Allmächtigkeit Gottes.
Und warum er den Mörder nicht mit dem tot bestraft, habe ich vorher erklärt.

Zitat:
Soweit ich weiß griff Gott das letzte Mal aktiv in unsere Welt ein als er half das Volk Israel aus Ägypten zu führen.

Behauptest du Gottes Gedanken zu kennen?

Gott greift nicht in die Welt ein?
Wer hat dir denn das erzählt?
Gott hilft und kümmert sich um seine Schafe, aber sicherlich nicht mehr in dem Maße, wie damals, wo er ganze Heere hat erschrecken lassen. Im Kleinen und auch im Großen greift er jedoch immernoch ein. Er hat mir jedenfalls schon geholfen, ich weiss nicht, wie das bei dir ist.
Gott ist kein Wesen, was nun irgendwo unnahbar im Himmel ist und zusieht, wie wir unser Leben hier meistern. Er ist näher als du denkst, aber natürlich muss man an ihn glauben, vielleicht muss man sogar die richtige Vorstellung haben, ich weiss es nicht, aber hören tut er jeden.

Seine Gedanken kenne ich nicht, jedoch kann ich das aus den Lehren Jesu ableiten. Gott liebt seine Kinder, wie Jesus sagte, er liebt sogar den Sünder, steht alles im NT. Wie soll dieser Gott bitte sehr die Todesstrafe gutheißen, wenn er ein liebender, vergebender Gott ist?
Das Bild Gottes hat sich verändert vom AT zum NT und Jesus ist der Schlüssel dazu.

Zitat:
Vor Gott "stehen" ist etwas ganz anderes als vor einem weltlichen Gericht.

Die Hölle in der Form wie der Christliche Dogmatismus ihn kennt existiert meiner Meinung nach nicht.

Kommt drauf an, was du als christliches Dogma kennst.
Wenn du diesen ziegenartigen roten Typen meinst, der mit ner Mistgabel Sünder bruzelt, dann muss ich dich enttäuschen, das ist sicherlich nicht die christliche Hölle.
Die Hölle ist vielmehr das Leben ohne Gott nach dem Tode, das Leben gegen Gott.
Wenn es dich interessiert, dieser Autor bringt das so ziemlich auf den Punkt, was ich so glaube.
http://www.nikodemus.net/391?page=4

Zitat:
Die Bibel ist heute weitgehend nicht mehr verfälscht, dazu ist das Wissen der Kritiker und die Moral des heutigen Klerus zu groß. Das war allerdings einmal anders. Jedoch bleibt die Bibel nur ein, mit Absicht so ausgewählter , Ausschnitt der Evangelien, dafür fanden Lehrbriefe welche ich zum Teil sehr seltsam finde (wie Hadithe, man erkennt eben den Unterschied zwischen dem Hauch Gottes und den vermeindlich weisen Wörtern von Klerikern).

Die Bibel ist nicht (mehr) falsch, aber eben nur ein kleiner Ausschnitt.

Die Lehrbriefe sind soeine Sache. Einige finde ich da sehr problematisch. Meine Hauptquellen des Glaubens sind vielmehr die Evangelien, also Jesus. Einiges, was Paulus schrieb, widerspricht sich meiner Meinung nach mit den Lehren Jesu. Deswegen versuche ich durch das Lesen der Apokryphen und den Evangelien die Wahrheit zu erkennen. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen und wird er vermutlich nie sein, aber Jesus Christus ist auf jedenfall der richtige Weg für mich.

Zitat:
Ist das so? Nur weil jemand seinen Staat Gottesstaat nennt muss es noch keiner sein. Das Christentum müsste zum Beispiel das Judentum voll akzeptieren und nach meiner Meinung auch alle Propheten nach Jesus. Der Bahá'í Glauben akzeptiert sogar aus wörtlich aus den Schriften Bahá'u'lláhs alle Religionen.

Natürlich sobald ein Staat, also die staatliche Gewalt an eine Religion gebunden ist, ist es früher oder später aus mit der Religionsfreiheit, da gab es bislang noch nie ein positives Beispiel und es wird auch immer so bleiben. Die Welt ist schlecht und Gottes Reich ist nicht von dieser Welt, es widerspricht sich also.
Wenn ein Staat beispielsweise eine Religion hat, die so friedfertig und freiheitlich ist, wie es nur geht. Nach ungefähr hundertjahren kommt eine neue Religion auf, die immer mehr zustimmung findet. Was nun passiert ist klar, die Religionsführer verhindern etweder schon vorher diese Religion, das heisst Verfolgung oder Bestrafung oder wird, spätestens wenn es wirklich um die eigene Macht fürchten muss, zu Gewalt greifen. Macht hat die Menschen schon immer schlecht gemacht, denn wer einmal Macht hatte, der will sie auch nicht verlieren. Solche Machtspielchen beschmutzen aber die Ehre Gottes. Wenn Gott einen Gottesstaat wollte hätter er es doch gemacht. Vor allem bringt ein aufgezwungener Glaube überhaupt nichts, er muss aus dem Herzen kommen.

Zitat:
Der Erste Weltkrieg war kein Religionskrieg.

Das ist richtig, aber ein säkularisierter Staat waren auch nicht alle, das ist der Punkt. Nicht Sekularisierung und ein Religionsstaat ist etwas anderes.

Zitat:
Kennst du die Partei welcher Frau Merkel angehört?

Die "C"DU macht so wenig christliche Politik, wie Stoiber Muslime ist.
Die Lehren Jesu und die Politik vertragen sich kein Deut. Denn die Lehren Jesu sind nicht von dieser Welt, man kann höhstens eine christliche Einstellung, also Werte einbringen, aber nicht das Christentum an sich. Genau das macht die CDU, in letzter Zeit aber viel weniger.

Tortzdem kann es kein Gottesstaat und eine Demokratie geben. Wie gesagt Machtmissbrauch und vor allem müssten alle dieser Religion angehören, was nie der Fall sein wird. Das wäre eine Diktatur einer Religion, denn man dürfte kein Gesetz gegen diese Vorstellungen dieser Religion machen, auch wenn das Volk anders denkt.

Zitat:
Wenn die Politik in die Religion Einfluss nimmt dann stimmt etwas nicht, entweder hat man dann den Propheten nicht verstanden, die Religion ist im Untergang begriffen oder eine seltsame Vermischung geht vor sich. Politische Parteien sind oft genug Extremistisch.

Ja, er hat seine Lehre nicht verstanden, aber es gibt auch Menschen die haben keine Religion und trotzdem ne Gedankenwelt. Politik kann die Gedankenwelt eines Menschen um ein vielfaches beeinflussen. Wie geschrieben der Unterschied zu ner Religion ist, dass die pol. Einstellungen sich verändern können. Die Vorstellung einer Religion haben immer einen absoluten Wahrheitsanspruch, jedenfalls bei den monotheistischen Religionen.


MfG Renascor
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum I


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