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Das Leben in der geistigen Welt












" Aus "Das Leben in der geistigen Welt"

"Ob man sich der Toten erinnert oder nicht, sie leben ihr Leben dicht bei uns, und der einzige Unterschied ist der, daß sie die Fleischeshülle, die wir Körper nennen, abgelegt haben. Das verändert sie aber nicht, ebenso wenig wie unsere Persönlichkeit verändert wird, wenn wir den Mantel ablegen. Man fühlt sich tatsächlich etwas freier, weil man weniger Gewicht zu tragen hat, und genau dasselbe ist bei den Toten der Fall. Die Leidenschaft des Menschen, seine Zuneigungen, seine Gemüstbewegungen und sein Intellekt werden nicht im geringsten beeinflußt, wenn er stirbt: denn es gehört nichts davon dem physischen Körper an, den er abgelegt hat. Er hat diese Hülle abgestreift und lebt in einer anderen; aber er ist immer noch befähigt, wie früher zu denken und zu fühlen.

Leadbeater: Ich weiß, wie schwierig es für den Durchschnittsdenker ist, die Wirklichkeit dessen zu erfassen, was wir mit unserem physischen Augen nicht sehen können. es ist schwer für uns , zu erkennen, wie unvollständig unser Sehevermögen ist , zu verstehen, daß wir in einer ungeheuren Welt leben, von der wir nur einen winzigen Teil sehen. Doch sagt uns die Wissenschaft mit Bestimmtheit, daß dies so ist; denn sie beschreibt uns ganz Welten kleinerer Lebewesen , von deren Vorhandensein wir keine Ahnung hätten, wenn nur unsere Sinne zu ihrer Wahrnehmung in Betracht kämen.

Auch sind die Geschöpfe dieser Welten nicht unwichtig, weil sie so winzig sind; denn von der Kenntnis des Zustandes und der Lebensweise verschiedener Mikroben hängt unsere Fähigkeit ab, unsere Gesundheit und in manchen Fällen sogar unser Leben zu bewahren.
Aber unsere Sinne sind noch in anderer Hinsicht begrenzt. Wir können nicht einmal die Luft sehen, die uns umgibt, unsere Sinne geben uns keine Hinweis auf ihr Vorhandensein, außer daß wir sie durch den Gefühlssinn gewahr werden, wenn sie bewegt ist.


Und doch steckt in ihr eine Kraft, welche die gewaltigstens Schiffe zum Scheitern bringen und unsere solidesten Gebäude niederreißen kann. Sie sehen, daß es rings um uns ungeheure Kräfte gibt, die jedoch unseren armseligen und beschränkten Sinnen entgehen; deshalb müssen wir uns hüten, in den allgemein verbreiteten Irrtum zu verfallen, daß das, was wir sehen, alles ist, es es gibt. usw.
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