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Gottesnamen












Laut Advaita gibt es nichts, was nicht Gott ist, also auch nicht der Gottesnamen. Aber ich verstehe, was Du meinst, Tobias. Den Gottesnamen kannst Du im Hinduismus so sehen wie ein Fahrticket zu Gott. Er wird als Mantra ständig im Geiste rezitiert. Wenn wir unseren Geist zu sehr beanspruchen, so tun wir die Arbeit und denken dabei, dass Gott durch uns handelt. Zusätzlich zum Gottesnamen gehört noch die Gottesform, die die Kontemplation vervollkommnet. Ziel ist das „Gottwerden“, das andern Religionen vielleicht als Blasphemisch erscheint, das tut es aber nur so lange, solange man die Essenz des Hinduismus (Vedanta oder Advaita) noch nicht verstanden hat.

Es kommt zu einer Gotttrunkenheit, die uns über Leid und letztlich auch Freude (genauer: Sinnesfreuden) erhebt. Das Göttliche ist einfach Glückseeligkeit, die noch weit oberhalb der Sinnesfreude liegt.

Am Ende ist da nur noch Gott in der Wahrnehmung: Gott in allen und allem! Dies ist der Zustand des Samadhi, die meisten sind allerdings in diesem Zustand nicht handlungsfähig. z.B. Ramakrishna, dessen Schüler oft Stundenlang warten mussten, biss der Meister wieder aus dem Samadhi auftaucht. Wenige nur beherrschen das Nirvikalpasamadhi und nehmen diesen Zustand mit in das Alltagsleben. Übrigens: Ramakrishna war es egal, ob er isst, oder nicht. Wäre er von seinen Schülern nicht gefüttert worden, so wäre er in wenigen Wochen glückselig verhungert!

Die Gopis hatten nur einen Wunsch, immer bei Krishna zu sein. So wünschten sie sich z.B: als Grashalm wieder geboren zu werden, über den Krishna lief.

„Im Anfang war das Wort...“ Genesis

Der Urlaut was das OM (AUM), das Wort Gottes, das die Schöpfung auslöste. Die Schöpfung wiederum ist Gottes Körper. Gottes Körper ging aus Gottes Wort hervor.
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