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Bhagavad gîtâ
wörtlich.: „Der Gesang des Erhabenen“, „das Lied Gottes“
Name eines Ausschnitts aus dem 13. Buch des Mahâbhârata.
Die Gîtâ ist ein philosophisches Lehrgedicht, das von vielen Menschen als heilige Schrift betrachtet wird und ihrem Leben als Richtschnur dient.
In 18 Kapiteln (700 Versen) empfängt der Kriegsheld Arjuna von seinem göttlichen Wagenlenker Krishna angesichts der bevorstehenden Schlacht von Kurukshetra eine grundlegende Unterweisung über die Kunst des richtigen Lebens und Han-delns, über den spirituellen Weg zu Gott.
Es scheint verwunderlich, dass der Schauplatz der Belehrung ein Schlachtfeld ist. Doch unabhängig von Arjunas Karma, welches ihn in die Schlacht getrieben hat, ist das Schlachtfeld ein Symbol für die unentwegten Kämpfe, die im Menschen zwischen den guten und bösen Kräften, zwischen dem Ego und seiner höheren Natur stattfinden.
Krishna belehrt seinen Freund und Schüler in diesem Dialog über den Pfad, der zur höchsten Wirklichkeit führt. Er zeigt ihm die Wege von Erkenntnis (Jnânayoga), Gottesliebe (Bhaktiyoga), selbstlosem Tun (Karmayoga) und Meditation (Râjayoga).
Dies sind die klassischen Hauptwege des Yoga. Das Werk vereinigt in sinnvoller Weise die Lehren der Philosophiesysteme des Sânkhya, Yoga und Vedânta und ist in seiner Kombination von künstlerischem Ausdruck und philosophischer Tiefe eines der bedeutendsten Werke der religiösen Weltliteratur.
Sehr schönes Buch, das man aber verstehen muss!
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