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jivatma:
Eine brennende Frage habe ich aber noch an dich:
Was tust du im Himmel, wenn du ihn erreicht hast?
Wolfgang:
Genauso gut könnte ich ja fragen: Was tust Du wenn Du die Erleuchtung oder das Nirvana erlangt hast? Was mich übrigens auch mal interessieren würde. Denn anscheinend weiß niemand mehr als, daß jede einzelne Seele in Gott einmünden wird und ihre Individualität in der Totalität einmündet. (Zitat von Martin) |
Bitteschön, Wolfgang, wenn Du andere Meinungen zuerst hören willst.
Wenn eine Individualseele wieder in Gott einmündet so erübrigt sich es zu fragen, wass die dann tut.
Wenn ein Tropfen in den Ozean fällt, was tut er dann?
Er ist der Ozean!
Die Illusion des getrenntseins von Gott ist überwunden.
Gruß Martin
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Hallo Martin,
aber das weiß ich doch schon alles.
Die Illusion des getrenntseins von Gott ist auch dann überwunden, wenn ich geistig wiedergeboren werde, oder wenn ich bei IHM (in seinem Himmelsreich) und mit allen anderen Himmelsbewohnern eins bin; wir also eins in seiner Liebe sind (-> die Liebe ist das wahre Leben), was Du halt als Ozean bezeichnest.
Dennoch wirst Du niemals vollkommen Gott sein, sondern immer nur ein Ebenbild von IHM bleiben. Wir wurden ja nach seinem Bilde von IHM als eigenständige Geschöpfe (geistige Wesen) und mit einem freien Willen erschaffen.
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Hallo Wolfgang, hier im hinduistischen Forum kann ich auch mal genaueres zu meinen Vorstellungen erklären:
Mein Glauben ist Advaita: Nicht-Zweiheit, Nicht-Dualität.
Advaita ist der Name von Shankaras nondualistischer Philosophie, die auf die Natur der höchsten Realität Gottes hinweist, welche ohne relative Zweiheit ist. Im Konzept von advaita zeigt sich das Prinzip, dass die Seele (âtman) und die göttliche Wirklichkeit wesensmäßig, qualitativ eins sind. Die Erfahrung von advaita ist mit dem Verstand nicht erfaßbar, denn das ichgebundene Denken des Wachzustandes vermag nicht, aus der Dualität der Subjekt-Objekt-Beziehungen herauszutreten.
Haben wir die letzte Wahrheit noch nicht erkannt, so wind wir „Jîvâtman“: individuelles Selbst (Individualseele).
Der âtman, der sich als verkörpertes Selbst manifestiert und der Unwissenheit anheimfällt. Wenn ein höheres Bewußtsein erwacht, erinnert er sich, dass er in Wirklichkeit âtman ist und dass der jîva nur eine Projektion seines Wesens darstellt.
Unsere letzte Realität ist Brahman: das Allumfassende; das Universelle. Das alles durchdringende, göttliche, namenlose, formlose, ewig absolute, allem innewohnende Prinzip. Brahman ist unzerstörbar, größer als alles, was man groß nennen kann. Brahman lässt sich nicht beschreiben und hat keine relativen Eigenschaften, die ihm zugeordnet werden könnten. Brahman ist das Selbst, das wahre Ich eines jeden und die höchste nicht-duale Wirklichkeit, die insbesondere im Vedânta beschrieben wird. Auch wenn Brahman nicht sinnlich erfahren werden kann, so realisiert es sich selbst im absoluten, selbstbezogenen Bewußtsein (samâdhi). Brahman ist der unpersönliche Aspekt Gottes, gewissermaßen das Licht, welches von ihm ausstrahlt. Jeder, der den Weg zurück zu Gott finden will, muss durch die Stufe der brahman-Verwirklichung gehen. Die Wege dort hin können aber verschieden sein!
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| Martin hat folgendes geschrieben: |
| Die Wege dort hin können aber verschieden sein! |
So wie ich die BG aber auch jivatma verstanden habe, gibt es nur diesen einen Weg. Also das man Gott über alles und seinen Nächsten wie sich selbst lieben soll. D.h., man soll seine Begierden entsagen, und seinen Nächsten achten.
| jivatma hat folgendes geschrieben: |
5 Hauptthemen der BG
1. Gott und Seine 3 Aspekte (unpersönlich, alldurchdringend lokalisiert, Höchste Persönlichkeit)
... |
Das enspricht auch wieder der (ursprünglich) christl. Lehre.
unpersönlich= der hl. Geist
alldurchdringend lokalisiert=Jesus Christus
Höchste Persönlichkeit=Gott Vater
Also der einzige, ewige und wahrhaftige Gott mit seinen drei Aspekten!
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Ja, Wolfgang, das stimmt:
Letztlich ist der Weg die Nächstenliebe und die Gottesliebe.
„Der Wer zu Gott führt über den Menschen.“
Franz v. Asissi
Dies ist die Essenz aller Religionen
| Zitat: |
unpersönlich= der hl. Geist
alldurchdringend lokalisiert=Jesus Christus
Höchste Persönlichkeit=Gott Vater |
Stimmt auch, dreht man das um, so erkennt man die Allegorie im Christentum:
der hl. Geist = unpersönlich (oder auch die Gabe)
Jesus Christus = alldurchdringend lokalisiert (oder auch das Empfangende)
Gott Vater = Höchste Persönlichkeit (oder auch das Gebende)
wird eine Religion „entpersonifiziert“, so wird die Essenz der Religion verdeutlicht und es geht nicht mehr um lediglich eine Person, sondern um eine Beliebige Person, die das Göttliche manifestiert, gemäß:
| Zitat: |
Römer, Kap 8, Vers 14: Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.
Matthäus, Kap 5, Vers 9: Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden |
Fast perfekt, wären die Töchter nicht vergessen worden!
Gruß Martin
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