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Hallo Gabriele,
ich sagte das, weil Du Dich so negativ zu meinen Entsagungen äußerste, Du mich also in einem von mir selbstgemachten Kerker siehst, aber ich mich hingegen frei fühle, freier als zuvor, wo ich mir noch meinen Sinnesfreuden hingegeben habe, also diese mich gefangen hielten. Und wegen diesen negativen Äußerungen glaube ich, daß die Bhagavad Gita und die ursprüngliche Lehre Jesu nicht Dein Weg ist.
| Zitat: |
| Dein Weg ist Dein Weg und mein Weg ein anderer. Keiner ist schlechter oder besser als der andere. |
Jeder Weg hat aber ein anderes Ziel, bzw. führt in eine andere Wohnung -> anderen Himmel.
Und weil ich mich immer noch mit der Bhagavad Gita beschäftige, also diese noch am lesen bin, bin ich heute beim Kapitel "V. Karma sanyasa Yoga" angekommen. Vorwort:
"Von den "heiligen Werken" und wie der äußere irdische Mensch aus eigenem Willen und eigener persönlichen Kraft gar nicht Gutes tuen kann, sondern das alles Gute von Gott kommt. Um Weise zu handeln muß man Weisheit besitzen, und wer Weisheit besitzt, handelt nicht selbst, sondern als Werkzeug des göttl. Willens, dessen Mutter die Weisheit ist."
Aus diesem Kapitel möchte ich dann nur mal den Vers 22 zitieren:
"Die Freuden, welche durch die Berührung der Außenwelt erlangt werden, gebären Leiden. Sie haben Anfang und Ende, o Kauntedscha! Nicht in ihnen sucht der Weise sein Heil."
Anmerk. von FH:
22. "Bestrebe dich daher, dein Herz von der Liebe zum Sichtbaren abzuziehen, und dich zum Unsichtbaren zu erheben. Denn die ihrer Sinnlichkeit folgen, beflecken ihr Gewissen und verlieren die Gnade Gottes" (Thomas v. Kempis)
Ps.:
...und danach Vers 23:
"Wer schon auf dieser Erde, und noch ehe er von seinem Körper frei ist, dem Drange der Begierde und des Zornes widerstehen kann, der ist glücklich."
Und ich sage: "Glückselig ist der, der in Frieden mit Gott lebt."
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@Wolfgang
Jeder Mensch/Seele steht in der Entwicklung. Ob er nun glaubt, daß er Gott näher ist als der andere oder ob er sich bewußt ist, daß alles, was ist, aus Gott ist und Gott nahe.
| Zitat: |
Die äonische Entwicklung ist nicht gradlinig,sondern verläuft wie auf den Windungen einer Spirale. Je weiter der Mensch in seiner innere Entwicklung voranschreitet, umso höher gelangt er auf der Entwicklungsspirale und umso weiter wird auch seine Sicht. Vergleich bar ist es mit dem Besteigen eines Aussichtstums. Steigt man die Wendeltreppe hinauf, wechselt die Sicht immer wieder und der Überblick wird mit dem Erreichen jedes Treppenabsatzes größer.
So ändert sich auch die Sicht der Welt beim Vorwärtsrücken auf der Entwicklungsspirale. Und nicht nur die Sicht der Welt ändert sich: der Mensch erlebt auch die Wirklichkeit auf eine immer neue Weise. |
| Zitat: |
| ch sagte das, weil Du Dich so negativ zu meinen Entsagungen äußerste, |
Hast Du es als so negativ empfunden ? Wie seltsam die Empfindungen eines jeden doch sind. Ich dagegen hatte, als ich Deine Zeilen las, so daß Empfinden, daß Du Dich "kasteist", was immer man darunter auch verstehen mag. Es kam so bei mir an, als würdest Du das Leben, das die Menschen führen, ad absurdum führen, wenn sie ganz normal leben. So kann man sich doch täuschen, wenn es nicht so ist.
Wir kennen uns im lebendigen Leben nicht und wissen daher von anderen wenig bis gar nichts. Es kann dann schon mal zu Mißverständnissen führen. Wenn Du also als Mensch auf sehr vieles verzichtest, dabei glücklich bist, dann ist es Dein Weg und es ist gut für Dich. Aber es gibt daneben noch viele andere Menschen, die ihr Leben ebenso als erfüllend betrachten. Wenn auch mit anderen Lebensgewohnheiten.
So haben wir beide wieder dazu gelernt
Freundlichst
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Ja gut, dann lasse aber auch den Leuten ihren Gott.
Und es geht nicht darum, wie nahe man Gott steht, sondern wie man nach seinem Willen Gutes tut (Gottes- und Nächstenliebe). Denn sein Wille geschehe, und nicht meiner.
Und jeder steht Gott nahe, und jeder kann "hier und jetzt" Gott erfahren. Die meisten wissen es nur nicht, oder wollen es aus der Liebe zu ihren Sinnesfreuden nicht wahr haben.
Ps.:
| Wolfgang hat folgendes geschrieben: |
Und ich sage: "Glückselig ist der, der in Frieden mit Gott lebt." |
"Denn der lebt auch in Frieden mit seinen Nächsten."
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| Zitat: |
| Ja gut, dann lasse aber auch den Leuten ihren Gott. |
Hattest Du das Gefühl, ich ließe ihn dir nicht ? Dann tut es mir leid und ich sage dazu nichts mehr.
| Zitat: |
| Die meisten wissen es nur nicht, oder wollen es aus der Liebe zu ihren Sinnesfreuden nicht wahr haben. |
Ich nenne es: das Leben leben. Auch mit Nächstenliebe. Im täglichen und auch sonst.
Welches Problem hast Du mit Sinnesfreuden ? Hmmh ?
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/6514942
http://de.wikipedia.org/wiki/Sinn_(Wahrnehmung)
Ich will Dir um Gottes Willen nicht nehmen, was zu Dir gehört.
Das ist wohl Deine Richtung.
http://www.dj6qo.de/dnyg/dnyg2.htm
| Zitat: |
Diejenigen, die Liebe gegenüber diesem atman entwickeln, werden nicht durch Sinnesobjekte abgelenkt. Sie werden entspannt und leidenschaftslos und führen ein Eremitenleben. Mit dem atman (Seele oder Selbst) als Ziel beachten sie Einschränkungen wie den Zölibat und die Buße. (2:170-171). Viele haben durch die Konzentration auf das reine Selbst einen Zustand der geistigen Ruhe erreicht und alle Gedanken über die materielle Welt fallengelassen. Viele haben ein Losgelöstsein entwickelt, und vertiefen sich immer mehr in das Selbst, indem sie Loblieder singen. Einige haben ihr "Ich bin der Körper"-Gefühl abgelegt, während andere eins mit ihrer Seele wurden. Ähnlich wie sich der Fluss mit dem Ozean vermischt und nicht zurückkehrt, werden die höheren Yogis eins mit der Seele, wenn sich ihr Geist mit ihr vermischt hat, und sie werden nicht wiedergeboren. (2:172-176). Das alldurchdringende Brahman ist in jedermann. Es kann nicht zerstört werden, selbst wenn du es wolltest. Es ist der Grund von Geburt und Tod jedes Geschöpfes. (2:177-178),
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Lassen wir es gut sein.
Freundlichst
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Zum Thema des Thread passend. Mehr nicht.
http://de.geocities.com/preciouspra.....artmann-bhagavadgita.html
| Zitat: |
| Dieser Kampf zwischen der göttlichen und der tierisch-intellektuellen Menschennatur ist in allen großen Religionssystemen sinnbildlich dargestellt. Im Christentume z. B. als der Kampf zwischen dem Erzengel Michael (dem Höheren Selbste) und dem Drachen (dem Repräsentanten des Irdischen Selbstes) dessen Rachen die Habsucht, dessen Atem die Leidenschaft und dessen Flügel Eigenwille und Größenwahn sind. In jedem Wesen ringt das Licht mit der Dunkelheit; in jeder Form strebt der Geist GOTTES in der Natur nach Offenbarung; aber erst im Menschen findet er einen Gehilfen, der ihm mit Bewußtsein und Intelligenz beistehen kann, das Dunkel und den Irrtum zu überwinden. |
| Zitat: |
Der Schlüssel zum Verständnisse der Bhagavad Gita wie auch der Bibel und anderer theosophischer Schriften [Theosophie = Gottesweisheit] ist die Erkenntnis der zweifachen Menschennatur und die Fähigkeit, das Unsterbliche im Menschen von den, was in ihm sterblich ist, zu unterscheiden, und die Bhagavad Gita lehrt uns, wie diese hohe Erkenntnis und Unterscheidung erlangt werden kann. Mit einem bloß theoretischen Wissen in bezug auf die zweifache Natur des Menschen oder mit einem blindgläubigen Fürwahrhalten dieser Lehre ist nicht viel gedient, denn weder in dem einen noch den dem anderen besteht die wahre Erkenntnis, die nur durch Erfahrung erlangt werden kann. Eine, wenn auch nur theoretische Kenntnis dieser Lehre ist unzweifelhaft von großem Werte, weil sie den Menschen veranlassen kann, selbst nach der ihm innewohnenden höheren Kraft zu suchen: wie aber das Studium eines Weges auf der Landkarte erst dann einen wirklichen Zweck hat, wenn davon Gebrauch gemacht wird, und wie wir den Weg erst dann richtig kennen lernen, wenn wir ihn selber gehen; oder wie das Studium einer Speisekarte uns nicht satt machen kann, wenn wir nichts von dem, was darauf bezeichnet ist, zu essen bekommen, so erfüllt auch das Studium der Bhagavad Gita erst dann seinen Zweck, wenn die darin angegebenen Lehren im alltäglichen Leben befolgt und ausgeübt werden. Wir können auch von äußerlichen Dingen, die wir niemals wahrgenommen haben, keine andere als eine bloß theoretische Kenntnis, die ja nur in unserer eigenen Vorstellung besteht, haben, und diese Kenntnis ist unverhohlen, solange sie nicht durch die eigene Erfahrung bestätigt wird. Ebenso ist es im Geistigen
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http://www.klassikerforum.de/index.php?topic=470.msg5458
Die wahre Erkenntnis besteht nicht darin, daß man weiß, was in der Bhagavad Gita oder in der Bibel steht, sondern sie besteht in einem Erwachen des Geistes, wodurch das WAHRE selbst in Menschen offenbar und zu einem Teile seines Wesens wird. Erst dadurch wird er sich ihrer selbst bewußt. In jedem Menschen ist ein Funke der göttlichen Selbsterkenntnis enthalten, er ist "der Same des unsterblichen Daseins" (Bhagavad Gita 10:7), der, von der Flamme der göttlichen Liebe ergriffen, zum Lichte wird, in dem alles Dünken und Wähnen und Meinen verschwindet und die ewige Wirklichkeit in ihrer Herrlichkeit offenbar wird.
suchwort: bhagavad gita + franz hartmann
siehe auch Kapitel 8 in "Anatomie der Seele" Die Menschwerdung - Der Übergang vom Tier zum Menschen , der individuelle Weg der Menschwerdung. Wahrheit liegt eben in allen Büchern, sie weisen uns den Weg, nur leben müssen wir ihn selbst.
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