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Bhagavad-Gita












Hallo Gabriele,

ich lebe in keinem Kerker, sondern in einem von Gott erfülltem Leben. Eben weil ich gerne Gott diene, und durch meine Taten, also auf meinem Weg zu IHM (von der Hölle in den Himmel), immer glückseliger werde. Also macht mir das Leben mit Gott eine Freude und das ist bestimmt keine Lebensunlust. Der Weg ist das Ziel.
Die Sinneslust tötet, Gott belebt. Denn ER ist die Liebe, und die Liebe ist das wahre Leben.

Zitat:
Nur Gott kennt Deinen Lebensplan und nur er weiß, ob Du nicht im nächsten Leben ein mit Leben prall gefüllter Mensch sein wirst.

Der Weg zu IHM ist der Lebensplan. Und erst wenn ich im Himmel bin, oder erleuchtet bin, bin ich ein mit dem wahren Leben, also der Liebe, prall gefüllter Mensch (Eins in der Liebe meines Herrn).
Ich sehe es nicht so, dass jemand die Sinneslust aufgeben soll, um dann das Göttlich zu erfahren.
Ich glaube eher, dass dann, wenn das Göttliche erfahren wird, die Sinneslust einen niedereren Rang einnimmt. Aber sie muss deswegen auch nicht passe sein. Denn auch sie ist ein Ausdruck des Göttlichen, wenn auch auf einer niedereren Stufe. Da es aber schwer ist, immer auf der höheren Stufe zu verweilen, stehen natürlich ebenfalls die niedrigeren Stufen offen. Höher und niedriger ist auch nicht wertend gemeint, denn die Entwicklung der Seele beginnt nicht bei „Schlecht“ und endet bei „Gut“. Ebenso wenig ist Kindheit „Schlecht“ und Erwachsensein „Gut“. Es ist eben eine Entwicklung. Somit ist die Sinneslust nicht als schlechter anzusehen als das Göttliche. Beides ist gewissermaßen ein Rauschzustand. Das eine ist die Sinnestunkenheit, das andere ist die Gottestrunkenheit. Ich kenne genügend tiefgläubige Menschen, die die Sexualität sehr intensiv ausleben. Auch Tantra ist ein Weg zum Göttlichen durch die Sexualität.

Und wenn wir hier schon bei der Bhagavad-Gita sind, für die Gopis war Krishna durchaus auch ein sinnliches Begehren. Dennoch waren sie tiefgläubige Frauen.
Es gibt sicherlich viele Wege zu Gott. Selbst innerhalb der Religionen gibt es verschiedene Strömungen. Ein "Gut" oder "Schlecht" ist immer aus der Subjektivität geboren.

In welche Richtung sich der Mensch selbst hingezogen fühlt, ist für ihn Erfüllung und der Lebensplan.

Freundlichst
Gabriele hat folgendes geschrieben:
In welche Richtung sich der Mensch selbst hingezogen fühlt, ist für ihn Erfüllung und der Lebensplan.
Ja, weil Gott viele Wohnungen hat.

Und wenn Du weiterhin Deinen Sinnesfreuden und Genusssüchten nachgeben willst, ist das hier, also die Bhagavad Gita und die ursprüngliche Lehre Jesu, auch nicht Dein Weg; also nicht der Weg in die Wohnung, zu der Du Dich hingezogen fühlst.
@Wolfgang

Wer sagt Dir, daß ich den Sinnesfreuden nachgehe ? Und wer sagt Dir, daß ich der Bhagavad Gita nachfolgen will ?

Dein Weg ist Dein Weg und mein Weg ein anderer. Keiner ist schlechter oder besser als der andere.
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion

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