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@Martin, wenn es hilft, daß Menschen über ihre Taten und Untaten nachdenken, dann hat es schon seinen Sinn.
Die Propheten und Gottessöhne werden angebetet, ihren Weisungen wird folge getan und das ist doch schon ein Anfang.
Natürlich wird es auch einmal Zeit, sich von einer gewissen Hörigkeit der Buchstabengesetze zu lösen, aber doch erst, wenn der die Seele/Mensch reifer geworden ist. Wenn er über jeden Satz und jede Anweisung nachzudenken beginnt.
Man sollte manchen Dingen doch ihren Lauf lassen.
Mir fällt die Geschichte von Don Quichote ein, der ständig gegen Windmühlen kämpfte und der Verbrecher frei ließ, also die Realität aus den Augen verlor.
Wenn alles seinen Sinn macht, auch wenn es aus menschlicher Sicht grausam und kaum zu ertragen ist, wenn diese Kraft, die wir Gott nennen, alles imstande war zu erschaffen, und wenn wir uns die natürlichen Gesetze der Natur betrachten, wie Tiere in ihrem Lebensraum eingefügt sind und danach handeln, genau wie Pflanzen und wie alles aufeinander abgestimmt ist, dann sehen wir, daß der Mensch diese Harmonie durcheinander bringt. Damit schafft er Veränderungen und wenn der Mensch ebenfalls erschaffen wurde, dann steht dahinter die Frage: weshalb hat es Gott nicht gereicht, nur Tiere und Pflanzen zu erschaffen. Wie paßt der Mensch in den Kreislauf ?
Weil der Mensch ebenfalls aufbauen und zerstören kann. Weil er dabei mit hilft, diese ganze Welt zu verändern. Vielleicht oft unbewußt, aber doch sehr tatkräftig. Der Mensch erschafft Hochhäuser und Schlachthäuser.
Der Mensch kann heilen und kann töten.
Der Mensch kann die Schönheit der Natur erfühlen, erkennen, beschreiben, besingen.
Warum hat es einen Konfuzius in China gegeben und nicht in Germanien ?
Warum einen Jesus im Orient und nicht in Europa und einen Mohammed auch im Orient und nicht in Japan ?
Ach, das könnte man alles noch so weiterspinnen, aber es steckt ein Sinn dahinter, warum es so ist, wie es ist und nicht anders, wie wir es uns wünschen.
Wir wissen nicht, wie es in 2000 Jahren hier aussehen wird. Gott schon.
Diese Kraft, die Leobrand als Universalo bezeichnet, mag er vielleicht sich nur um die Themen seiner Zeit gekümmert haben, aber ich glaube auch, daß es eine Kraft gibt, die so groß ist und so unendlich, daß sie mein kleiner Verstand gar nicht erfassen kann. Und weil sie so unfaßbar ist, so benötigen wir einen Namen dafür.
Der Mensch muß sich an etwas halten können, muß eine Gestalt haben, die ihm Kraft und Mut verleiht.
Wenn alles seinen Sinn macht, dann versuche ich, nachdenklicher zu werden und doch trotz aller Gedanken Mensch zu werden, Mensch zu bleiben, indem ich für meine Mitmenschen da bin, ihnen zu höre und versuche, Hilfe zu geben. Wenn erst noch auf kleiner Ebene, aber auch die muß sein. Wenn jemand hilflos in der Kaufhalle steht und vielleicht so allein ist, daß er jemanden braucht, der ihm zu hört und du merkst, da ist ein Mensch, der sich mal richtig ausreden möchte und der eigentlich gar nicht einkaufen gehen wollte. Und manchmal denkt man daran, daß man doch mehr geben möchte, aber würde man es verkraften, zuviel Elend zu sehen und kann man damit umgehen, die Weitsicht haben, es anzuschauen und es zu ertragen und eine Hilfe für die Menschen sein - praktische Hilfe des Alltags. Dazu bedarf es Helfer, die dabei mit helfen, eine Sache praktisch anzupacken.
Wenn ich also lese, daß man mit dem Reifegrad der Seele auch mehr und größere Aufgaben bekommt, dann weiß ich, daß ich noch nicht so reif bin, denn sonst würde es in Form einer Lebensaufgabe auf einen zukommen. Dann wird man in dem Kulturkreis und in dem Umfeld geboren, in dem man auch helfen kann. Dann werden auch die Vorbedingungen geschaffen. Ich lese gern Biografien. Mich fasziniert, wie die Menschen groß geworden sind, wie sie sich entwickelt haben und worin und wo sie wirksam waren. Daraus erkenne ich meinen eigenen Stand in dieser Gesellschaft.
Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Die Astrologie hilft, diese zu erkennen und zu fördern. Auch das ist ein Teil, wenn man es ernsthaft angeht, die auch in den Naturbereich gehört - wie oben so unten. Hat sich oft bewiesen. Oh, ja, ich kenne die Meinung der Skeptiker, der Befürworter und der vehementen Kritiker. Damit muß man leben. Kritik fördert das Bewußtsein, denn man wird gezwungen, sich mit einer Sache mehr als sonst zu beschäftigen und sich selbst zu hinterfragen sowie andere Bereiche auch.
Sieht man das alles in einem Zusammenhang, daß alles, was ist, gut ist, wie es ist, daß wir Menschen so viele Probleme haben, auf das uns nicht langweilig wird und wir daran wachsen, dann erkennt man so nach und nach schon den Sinn des Ganzen.
Das sind aber nur ein paar Kurzgedanken von mir.
Gruß Gabriele
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