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so ein Schema zeigt natürlich nur eine sehr vereinfachte Momentaufnahme, auch wenn es prinzipiell richtig ist.
Zunächst strömt einmal Atlantikwasser ins wärmere Mittelmeer, weil dort die Verdunstung höher ist und der Wasserverlust ausgeglichen werden muss.
Das passiert vor allem an der Oberfläche, weil das Atlantikwasser etwas weniger Salz hat und leichter ist, also oben schwimmt.
Gleichzeitig rutscht am Meeresboden an der Gibraltar-Schwelle ein Schub des schwereren Mittelmeerwassers rüber in den Atlantik.
Das ist ähnlich, wie wenn einer an einem kalten Tage die Balkontür zum Lüften aufmachen: Oben geht die warme Luft raus, unten rutscht die kalte Luft am Boden rein.
Die Vermischung beginnt aber praktisch im selben Moment, bis alle Temperatur- und Salzdifferenzen nach kurzer Zeit ausgeglichen sind.
In diesen Schema müsste man korrekterweise noch allmähliche Übergänge von dunkelblau zu hellblau und umgekehrt an den Grenzen einzeichnen, bis alles Wasser in einer bestimmten Entfernung von der Gibraltar-Schwelle dann sozusagen mittelblau ist.
Ganz genau und mit vielen Details können Ihnen die Kollegen von der Universität Kiel (Abteilung Meeresforschung) oder vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung im Bremerhaven die Sache erklären. Vielleicht haben die auch schönere Schemata auf ihren websites.
Mit den besten Wünschen
Ihr
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Jürgen Nakott
NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND
G+J/RBA GmbH & Co KG
Am Baumwall 11
20459 Hamburg
Tel: 040/37 03 55 14
nakott.juergen@ng-d.de
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