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Zur Beschneidung:
Weibliche Beschneidung, eine tiefverwurzelte und rituelle Tradition
| Zitat: |
Die weibliche Genitalverstümmelung ist ein Jahrtausende altes Ritual. Warum und wo es genau entstanden ist, weiß man nicht.
Heute ist die Beschneidung für die Mädchen neben der Hochzeit das wichtigste Fest in ihrem Leben: sie werden zu jungen Frauen gemacht und gewinnen erst durch das Ritual wirkliche Anerkennung in der Gemeinschaft. Das Thema Beschneidung ist tabu und die Mädchen wissen nicht, was genau ihnen bevor steht. Man verspricht ihnen ein großes Fest und viele Geschenke - von den unglaublichen Schmerzen ahnen die meisten Kinder nichts. Die Beschneidung gehört zum Leben vieler afrika-nischer Gemeinschaften wie bei uns die Kommunion oder Konfirmation. Viele Mädchen sehnen den Tag ihrer Beschneidung herbei und sind danach stolz darauf, endlich dazu zu gehören.
Je nach Region und Ethnie unterscheiden sich die Begründungen für die weibliche Beschneidung. Viele folgen dem Irrglauben, dass der Islam die Beschneidung der Mädchen verlange. Nicht beschnittene Frauen gelten als schmutzig und ihnen wird unkontrollierbare Sexlust nachgesagt. Andere Ethnien glauben, dass die Klitoris sowohl den Mann als auch ein Kind bei der Geburt vergiften kann. Auch gibt es den Glauben, dass die Klitoris ein männliches Organ ist, das man abschneiden muss, damit ein Mädchen eine richtige Frau werden kann. Männer wollen keine unbe-schnittenen Frauen heiraten. Viele Männer glauben, dass unbeschnittene Frauen immer fremdgehen, dass eine Klitoris den Penis beim Sex festhält und dass das Eindringen in die Vagina bei nicht beschnittenen Frauen unmöglich ist.
Das Thema weibliche Beschneidung ist tabuisiert, wer darüber spricht bringt Schande über sich und die Familie. Durch dieses Tabu wird die Tradition nur selten in Frage gestellt. Für die Frauen macht es der gesellschaftliche Druck fast unmög-lich, sich gegen die Traditionen der Gemeinschaft aufzulehnen, das Risiko ausgestoßen zu werden ist zu groß. Die Frauen haben ihr Leben lang gelernt der Gemeinschaft zu dienen und eigene Bedürfnisse zu verdrängen. |
Es gibt einen Stamm in Ghana - die Ashanti - die keine Beschneidung vornehmen. Sie haben eine humane, aufgeklärte Ansicht, denn die Unversehrtheit ihres Körpers ist ihnen sehr wichtig.
Was ist mit Indien oder China ? Wo wird vorwiegend beschnitten ?
Afrika ? Orient ?
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