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Schlimmste im Leben












Hey, Leute,
Ich kenne das Gefühl von keinem gemocht zu werden. Bei ist es ja gerade noch schlimmer. Ich war eigentlich immer eine positiv denkende Person. In der Schule mochten mich die Leute auch nie auf Anhieb. Ich weiss nicht einmal, ob sie mich später dann doch irgendwann einmal akzeptiert haben, oder einfach nur reifer geworden sind und sich mit meiner Anwesenheit und meinem Wesen arrangiert oder abgefunden haben. Wer weiss das schon?
Aber ich finde das Schlimmste im Leben ist, wenn man einfach diejenigen wenigen Menschen verliert, von denen man hundertprozentig weiß, dass sie einen lieben bzw. mögen. Wenn das erst einmal passiert ist, biste echt alleine auf dieser Welt! Dann willste echt nicht mehr.
Mann, früher habe ich über die Kids in der Schule gelacht, die mich nicht für voll genommen hatten. Schei8e, ich glaube sogar heute noch, dass meine besten Freunde mich oft nicht für voll nehmen und eigentlich gar nicht richtig kennen... Klar, daran bin ich auch irgendwie selber schuld. Ich habe halt seit damals eine Mauer um mich rum aufgebaut. Ich habe mich mit dieser Mauer zu etwas gemacht, was ich überhaupt nicht bin, und das beisst mir jetzt (10-12 Jahre später) selbst in den Ar***. Ich hatte damals gedacht, ich müsse hart, unnahbar und der krasseste Gangsta sein, der rumläuft. Gefühle zeigen: Fehlanzeige. O.k., mit Sprüchen, attire und dem Gehabe bzw. der Adaption eines O.G. images (eigentlich eher B.G. aber man übertreibt ja gerne wenns helfen soll...) habe ich mir dann den "Respekt" oder die Freundschaft der Leute um mich rum verdient oder vielleicht eher erschlichen.
Ich habe viele tolle neue Leute kennengelernt, und viele dieser haben mich dann auch akzeptiert und sind zu wirklichen Freunden geworden. Allerdings haben die meisten von denen auch gemerkt, dass unter der "rauhen Schale" ein weiches, einsames Herz schlummert. Und vielleicht haben sie auch die Fassade durchschaut, die ich um meine noch viel viel dickere Gefühlsfassade aufgebaut hatte. Aber im Grunde ist es bis dato nur zwei Menschen gelungen, den wirklichen Larry kennenzulernen, bzw. zu erkennen, dass es einen eigenständigen Larry gibt. Meine Mutter natürlich. Und seit ungefähr einem Jahr auch der Liebe meines Lebens (aus Datenschutzgründen ändere ich ihren Namen), Jacky. Sie ist die erste Person, seit ich denken kann, die an meiner Hauptfassade kratzen konnte, ohne mich von Geburt an zu kennen. Doch meine Vergangenheit lässt sich nicht so leicht übertölpeln und sie hat sich, denke ich, im Insgeheimen doch für ihren derzeitigen "Freund" entschieden.
Keine Ahnung, was ich Dir eigentlich mit dieser ganzen Lebensgeschichte erzählen will, außer vielleicht, mach nicht den selben Fehler wie ich und versuch den anderen gerecht zu werden. Ich bin mir sicher, dass deine eltern und Geschwister dich so lieben und mögen, wie du bist. Und das ist die Hauptsache. Du wirst mit Sicherheit auch noch andere Menschen in Deinem Leben kennenlernen, die dich so akzeptieren, wie Du wirklich bist. Je mehr du suchst, desto mehr wirst du auf falsche Fährten gelockt. Mein persönlicher Rat: Es kommt immer so, wie es kommen soll.
Also nicht verzagen, die Schule geht so schnell vorbei... echt mal! Und dann fängt das Leben ja erst richtig an. Bleibe einfach Du selbst dann wird das hundert pro!
Gruß und alles Gute
Larry
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum I


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